Viele Unternehmen befinden sich angesichts der weltweit steigenden Inflation an einem Wendepunkt. Welche Rolle spielt die Cloud, wenn es darum geht, die Unternehmenssoftware-Plattformen und -Anwendungen, die wir für unseren Geschäftserfolg benötigen, zu unterstützen und zu erleichtern?
Mit einer intelligenten Cloud-Strategie können Unternehmen der Inflation den Schrecken nehmen.
(Bild: ra2 studio - stock.adobe.com)
Die steigende Inflation und die rasant steigenden Energiepreise fordern ihren Tribut von uns allen – von Unternehmen und Verbrauchern gleichermaßen. Angesichts der weltweiten Inflationsraten, die sich einer zweistelligen Prozentzahl nähern, müssen sich immer mehr Unternehmen mit Betriebsanalysen beschäftigen, die ihre Marktposition für den Rest des Jahrzehnts verändern könnten.
In einer Zeit, in der viele Unternehmen einen Rationalisierungsprozess durchlaufen, bei dem sie angesichts steigender Betriebskosten auch ihre eigenen Preise erhöhen müssen, will jeder die Antwort auf eine zentrale Frage wissen: Wie soll es weitergehen?
Die zentrale Kapazitätskontrolle der Cloud
Für Unternehmen, die dabei sind, ihren SAP-Bestand in die Cloud zu verlagern, ergeben sich unbestritten Vorteile in Bezug auf Leistungsumfang, Funktionalität und Kontrolle. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Kosten. Daher ist es wichtig, von Grund auf zu verstehen, wie IT-Stacks in Unternehmen funktionieren.
Betrachten wir also die wahren Lebenshaltungskosten in der Cloud genauer und die wichtigsten Überlegungen die Unternehmen, die ihre Migrationsstrategie planen, jetzt anstellen müssen.
Störung durch die Inflation
Die weltweite Inflation wirkt sich massiv störend auf die Lieferkettenmechanismen rund um den Globus aus. Unternehmen sollten nun eine Bestandsaufnahme ihrer internen Ressourcen, ihres Lieferkettennetzes und ihrer sonstigen Verbindungen vornehmen und sich natürlich auch mit den gestiegenen Betriebskosten auf der Ebene der grundlegenden Versorgungsleistungen wie Heizung, Strom usw. auseinandersetzen.
Unternehmen, die bereits auf Cloud-Betrieb umgestellt haben, sind 2022 im Vorteil. Sie sind in der Lage, diese Herausforderungen besser zu bewältigen und Ressourcen, Mitarbeiter, Teams oder ganze Abteilungen zu verlagern, neu auszurichten und umzuwidmen. Das Herzstück der Cloud sind Agilität und Flexibilität, und gerade jetzt sind diese Eigenschaften wichtiger als je zuvor.
Für Unternehmen, die erst die ersten Schritte (oder vielleicht gar keine) in Richtung Cloud-Zentrierung gemacht haben, gibt es jedoch eine gute Nachricht: Alle großen Hyperscaler Cloud Services Provider (CPS) haben Migrationsprogramme aufgelegt, die es Unternehmen ermöglichen, eine Finanzierung von bis zu 80 bis 100 Prozent der Migrationskosten zu erhalten. Natürlich haben sie großes Eigeninteresse dararn, bei der Umstellung in die Cloud zu unterstützen. Der Anreiz ist dennoch sinnvoll.
Unternehmen, die ihre komplexen SAP-Systeme in eine Hyperscale-Cloud migrieren und dort betreiben wollen, sollten genau planen wie sie ihre Geschäftsmodelle, ihre betrieblichen Rahmenbedingungen und ihr gesamtes kommerzielles, marktorientiertes Angebot mit einem Cloud-Backbone aufbauen.
Ein umfangreiches und erschöpfendes DevOps für SAP-Assets steht Kunden zur Verfügung, um Prototypen zu erstellen oder mit neuen Services zu experimentieren, um die Agilität der Cloud-Bereitstellung auf reale Betriebsmodelle zu übertragen.
Enterprise Computing schaut heute so aus: Ein Kunde, der lokale Systeme betreibt, muss in der Regel einen Drei-Jahres-Zyklus für die Hardware und die damit verbundenen Ressourcen einplanen. In diese Planung müssen auch zukünftige Arbeitslasten mit einbezogen werden. Das bedeutet: Häufig werden mehr Ressourcen gekauft, als zu Beginn eigentlich benötigt werden.
Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies natürlich nicht die vernünftigste Art, an Investitionsausgaben heranzugehen. Aber für viele Unternehmen ist dieses Vorgehen noch immer Normalität.
Von CapEx zu OpEx
In der Cloud können Unternehmen auf Knopfdruck oder per Mausklick dreijährig angelegte und bemessene CapEx-Maßnahmen einführen. Und sie können auch ein viel höheres Maß an Automatisierung implementieren.
Darüber hinaus gibt es native Dienste von AWS, Microsoft Azure und Google Cloud, mit denen IT-Systeme so gesteuert werden können, dass sie nur in bestimmten Zeitfenstern (z. B. von 9 bis 17 Uhr) und in der Zeitzone des Kunden verfügbar sind, was zu Einsparungen führt. Die Cloud ermöglicht es den Unternehmen auch, die Anzahl der benötigten Instanzen zu erhöhen und zu verringern, wenn insgesamt weniger Instanzen benötigt werden. Aus wirtschaftlicher Sicht bedeutet dies eindeutig eine Verlagerung von Investitionen mit hohem Kapitaleinsatz hin zu einer Strategie und Taktik, die sich an den Betriebskosten orientiert.
Stand: 08.12.2025
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Wir sollten auch erwähnen, dass ein Kunde, sobald er seine Backend-SAP-Systeme in der Cloud hat, in der Lage ist, neue digitale Services hinzuzufügen (wie Big-Data-Analysefunktionen als Schlüsselbeispiel). Damit ist er in der Lage, neue Innovationen viel schneller voranzutreiben, als dies jemals in einer On-Premises-Umgebung möglich wäre, wo der Ressourcenbedarf die Kosten sehr schnell auffressen würde.
Längerfristige Kostenintelligenz
Auf einer etwas längerfristigen strategischen Basis betrachtet, ermöglicht Cloud Computing den Unternehmen auch eine intelligentere Kostenplanung für die Datenspeicherung. Geschäftskritische Daten können in einen Cloud-Speicherbereich verlagert werden, der sofort verfügbar ist und eine geringere Latenz aufweist. Weniger wichtige historische Daten können langsamer in Cloud-Dienste mit höherer Latenz verschoben werden. Auch dieses Vorgehen kann die Kosten erheblich senken, insbesondere bei großen Datenmengen.
Cloud Computing ist wie eine riesige neue Welt virtualisierter Ressourcen im Abstraktionszustand, die neben den großen Hyperscaler-Cloud-Anbietern von einer scheinbar unbegrenzten Anzahl an Toolsets, Komponenten, Software-Agenten, Funktionen und Diensten bevölkert wird. Die Betonung liegt dabei aber auf „Abstraktion“. Kunden können sich sowohl von der technischen Komplexität als auch von der Kostenkomplexität abstrahieren, indem sie mit einem Cloud-Implementierungs- und -Verwaltungspartner zusammenarbeiten, in dessen DNA der Cloud-zentrierte Finanzbetrieb (FinOps) verankert ist.
Alles unter einen Hut bringen
Die Förderung des Geschäftserfolgs steht im Mittelpunkt aller vergangenen, laufenden und zukünftigen Projekte. Die zusätzlichen Kosten, die durch die steigende Inflation entstehen, stellen zwar eine zusätzliche Herausforderung dar, sollten aber nicht das Gesamtziel des Unternehmens beeinträchtigen. Unternehmen, die sich auf dem Weg zur Cloud-Migration befinden, müssen sich auf die Vorteile konzentrieren, die der Betrieb der Cloud in Zeiten der Inflation mit sich bringt:
1. Kostenersparnis durch die Cloud nutzen: Preiserhöhungen für Kunden lassen sich somit vermeiden.
2. Erhöhung der Flexibilität: Abschluss von On-Demand-Verträgen und „Pay as you go“-Zahlungsmodellen.
3. Größere Skalierbarkeit der Cloud: Preissenkungen an eine steigende Nutzerzahl anpassen.
4. Finanzierungsmodelle für Hyperscaler-Migration: Vorabzahlungen verhindern Liquiditätsverluste.
5. Die Mitarbeiterzufriedenheit bewahren: Die Anwendung agiler und sinnvollerer Arbeitsmethoden machen fehlende Gehaltserhöhungen wett.
Hohe Inflationsraten fordern zweifellos ihren Tribut aller Beteiligten und können Unternehmen dazu verleiten, rückwärts zu gehen anstatt laufende Projekte voranzutreiben. Für Unternehmen gibt es, wie wir festgestellt haben, gute Gründe, auf den Betrieb in der Cloud zu setzen.
* Der Autor Kurt Wiener ist Director of Business Development bei der Lemongrass Consulting GmbH.