Lünendonk-Studie „Fit für die digitale Transformation“

Die Cloud ist wesentlicher Treiber der digitalen Transformation

| Autor / Redakteur: Marcus Metzner* / Elke Witmer-Goßner

Die Digitalisierung ist in vollem Gange, weshalb etablierte Unternehmen radikal umdenken müssen.
Die Digitalisierung ist in vollem Gange, weshalb etablierte Unternehmen radikal umdenken müssen. (Bild: gemeinfrei © Gerd Altmann / Pixabay)

Viele Manager und Unternehmer winken genervt ab, wenn sie mit Buzzwords wie „Digitale Transformation“, „Digitalisierung“ oder auch „digitaler Wandel“ konfrontiert werden.

Ihre ablehnende Haltung ist durchaus verständlich: Während es manchen Unternehmen bereits gelungen ist, ihr Geschäftsmodell, ihre Prozesse, ja sogar das Mindset ihrer Mitarbeiter zu „digitalisieren“, sieht die Realität im Gros der Unternehmen anders aus: Sie wissen eher schlecht als recht, an welchen Stellschrauben sie zuerst drehen sollen, um das Ruder in Richtung digital herumzureißen.

Die Lünendonk-Studie „Fit für die digitale Transformation. Status quo und Ziele bei Legacy-Modernisierung und Cloud-Migration“, die in Zusammenarbeit mit Arvato Systems entstanden ist, gibt einen sehr detaillierten Einblick in die IT-Modernisierungsstrategien großer mittelständischer Unternehmen und Konzerne. Die Datenerhebung erfolgte im Herbst 2018 auf Basis von Telefoninterviews mit IT-Führungskräften von 122 Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand, Großunternehmen und Konzernen. Viele Unternehmen befinden sich inmitten eines weitreichenden Digitalisierungsprozesses, es gibt viel zu tun – und zwar gleich auf mehreren Ebenen. Neben der Strategie sind auch die Produktentwicklung, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die IT-Landschaft zu transformieren.

Start-ups mit strategischen Vorteilen

Wie zielführend und schnell das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie lange ein Unternehmen bereits am Markt ist. Start-ups können ihre Business- und Operating-Modelle, ihre Prozesse und ihre IT-Landschaft von Beginn an agil, kundenzentriert und datenbasiert gestalten. Darin liegt im Übrigen auch der Erfolg der großen Internetkonzerne wie Google und Amazon begründet. Hier sind die Geschäftsprozesse eng miteinander verzahnt, über Microservices und APIs ist es möglich, Plattform-Geschäftsmodelle aufzubauen und Drittsysteme nahtlos an die eigene IT-Landschaft anzubinden. Zudem können sie auf einen großen Datenbestand zugreifen und gewinnbringend auswerten.

Demgegenüber stehen etablierte Firmen und Konzerne vor der Herausforderung, zunächst komplexe Legacy-Prozesse zu digitalisieren und inhomogene IT-Strukturen, basierend auf historisch gewachsenen Altsystemen, aufzulösen. Auch etablierte Unternehmen brauchen eine schnittstellenoffene, flexible, hochskalierbare und agile IT.

Investitionen in die Cloud erhöhen

Da es viele Unternehmen in der Vergangenheit versäumt haben, ihre Legacy-Systeme radikal zu modernisieren, ist der Handlungsdruck nun sehr hoch. Vor allem die Fachbereiche erwarten automatisierte Prozesse und vollintegrierte digitale Lösungen. Ein wichtiger Baustein der Modernisierung besteht darin, Altsysteme sukzessive cloud-fähig zu machen beziehungsweise durch APIs und Microservice so zu verändern, dass sie hybride Modelle abbilden können. Dementsprechend investieren Unternehmen immer stärker in die Cloud.

Marcus Metzner, Arvato Systems.
Marcus Metzner, Arvato Systems. (Bild: Thorsten Scherz)

Die meisten deutschen Unternehmen sind zwar auf einem guten Weg, benötigen bei der digitalen Transformation jedoch externe Unterstützung. Neue strategische Partnerschaften sind für die meisten der befragten Unternehmen eine wichtige Voraussetzung, um ihre IT digital aufstellen zu können. Der Mangel an IT-Fachkräften und der Zeitdruck sind jedoch zu groß, als dass Unternehmen dies alleine bewältigen könnten.

* Der Autor Marcus Metzner ist CMO bei Arvato Systems.

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