Die Rand-Notiz zum Wochenende Die 10 neugierigsten Apps aller Zeiten

Heutzutage gibt es eine App für alles, welche oft ohne viele Gedanken heruntergeladen wird. Doch wie steht’s rund um Datenschutz bei den beliebtesten Apps?

Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
(© koldunova - stock.adobe.com)

Eine neue Studie von CasinoOnline.de hat 120 der beliebtesten kostenlosen Apps im App Store analysiert, um herauszufinden, wie viele Informationen sie vom Benutzer verlangen, um auf ihren Dienst zuzugreifen. Zu den gesammelten Daten gehören oft Dinge, die für die Nutzung des Dienstes notwendig sind, wie Kontakt- und Zahlungsinformationen, aber manchmal auch Informationen zu Gesundheit und Fitness sowie sensible und vertrauliche Daten des Nutzers. Das Ergebnis der Untersuchung ist wenig überraschend. Finden sich doch hier die Namen vieler Dienste, deren Datensammelleidenschaft schon lange im Visier der Datenschützer steht.

iPhone-Nutzer können selbst den Check machen

Das im Dezember 2020 eingeführte Datenschutzlabel von Apple gibt iPhone-Nutzern die Möglichkeit, vor dem Herunterladen zu sehen, welche Daten über sie gesammelt werden und wie die Apps damit umgehen. Die von CasinoOnline untersuchten Apps erhielten Punkte für jede Art von gesammelten Daten, mit einem Maximum von 32 – was bedeutet, dass diese Apps die meisten Daten sammeln.

Die besonders neugierigen Apps

Apps, die Facebook gehören, erfassen dabei am meisten. Instagram, Facebook und Facebook Messenger sammeln alle möglichen Informationen, einschließlich Daten über Ihre Gesundheit und Fitness sowie vertrauliche Informationen, die dazu verwendet werden können, Sie persönlich zu identifizieren.

Der nächstgrößere Eindringling ist die PayPal-App, die insgesamt 81 Prozent aller möglichen Datentypen sammelt. Im Gegensatz zu den Facebook-Apps werden keine sensiblen Informationen oder Gesundheitsdaten gesammelt, aber die App kann Zugriff auf Fotos und Videos der Nutzerverlangen.

LinkedIn, das soziale Netzwerk für Business-Networking, sammelt den gleichen Anteil an Daten, allerdings werden hier keine Browserdaten, z.B. der Verlauf, wie bei PayPal und den Facebook-Apps gespeichert. Stattdessen werden vertrauliche Informationen sowie E-Mails und Textnachrichten erfasst.

Andere bekannte Apps, die eine große Datenmenge sammeln, sind YouTube, Amazon und TikTok.

Die Top 10 der Apps, die am meisten Daten sammeln
Rang App Erfasste Daten
1 Instagram 32
2 Facebook 32
3 Facebook Messenger 32
4 PayPal 26
5 LinkedIn 26
6 YouTube 25
7 Amazon 25
8 TikTok 24
9 GoogleMaps 23
10 Klarna 23

Welche Informationen gesammelt werden

Es überrascht nicht, dass Informationen, die für die Bereitstellung von Funktionen erforderlich sind, die am häufigsten gesammelten Daten sind. Dazu gehören z.B. Produktinteraktion und Benutzer-ID, sowie Leistungsdaten wie beispielsweise Crash-Daten oder Anmeldedaten wie die E-Mail-Adresse. Auch der Suchverlauf (56 %), gekaufte Artikel (54 %), der ungefähre Standort (48 %) und Fotos oder Videos (47 %) wurden von allen Apps gesammelt.

Vertrauliche Informationen, die von Apps wie Facebook, Instagram, LinkedIn, Tinder und Amazon gesammelt werden, wurden insgesamt nur von 8 Prozent erfasst. Die am wenigsten gespeicherten Daten waren Informationen zu Fitness – diese wurden nur von dem Facebook-Netzwerk sowie von MeinMagenta, einer Telefon-App, Komoot, einer Fitness-App, und Flo, einer Perioden- und Zyklus-App, gesammelt.

Es ist jedoch zu beachten, dass diese Methoden nur zeigen, welche Daten vom Telefon erfasst werden können. Um vollständige Informationen darüber zu erhalten, welche Daten die einzelnen Dienste sammeln können, sollten Nutzer die Geschäftsbedingungen und Datenschutzrichtlinien der einzelnen Dienste lesen.

Online sicher bleiben

Mit der zunehmenden Integration von Technologie in unser Leben wird es immer selbstverständlicher, Informationen online weiterzugeben, die wir früher als persönlich und privat betrachtet hätten. Viele dieser Informationen können von Hackern oder Betrügern gegen uns verwendet werden. Deshalb ist es so wichtig wie nie zuvor, dass wir darauf achten, was wir online teilen und wie wir das Internet nutzen. Wir müssen uns jedoch nicht nur vor böswilligen Absichten in Acht nehmen. Viele Unternehmen verkaufen ihre Kundendaten, die für Werbe- und Marketingzwecke verwendet werden können.

CasinoOnline gibt einige Tipps, wie Nutzer sich online schützen können:

  • Vermieden werden sollten Beiträge in sozialen Medien, die sich auf den eigenen Geburtstag beziehen. Eine häufige Art von Beiträgen, insbesondere auf Facebook und Instagram, ist die Angabe von Namen oder Identitäten auf der Grundlage Ihres Geburtstages und -monats, z.B. „Ihr Superheldenname ist der Monat, in dem Sie geboren wurden und der Tag, an dem Sie geboren wurden“, mit zwei separaten Namenslisten. Es macht zwar Spaß, über die geposteten Antworten kann das Geburtsdatum identifiziert werden, was häufig als Sicherheitsinformation für Apps und Dienste verwendet wird.
  • Auch bei der Anmeldung bei Diensten sollte der Geburtstag nicht angegeben werden. Wenn es nicht essenziell ist (wie z. B. auf Regierungsseiten zur Bestätigung der Identität oder bei der Buchung eines Fluges), sollten Sie bei der Anmeldung bei bestimmten Diensten, wie beispielsweise sozialen Medien oder Einzelhändlern, nicht den echten Geburtstag angeben, da dies den Diebstahl Ihrer Identität im Falle einer Datenpanne erleichtern kann.
  • Nutzer sollten vermeiden, ihren besten Freund oder ihre beste Freundin in Beiträgen zu markieren, in denen danach gefragt wird. Ähnlich wie bei Posts, die nach dem Geburtstag fragen, könnten Posts, die dazu auffordern, den besten Freund zu markieren versuchen, die Antwort auf eine allgemeine Sicherheitsfrage herauszufinden.
  • Links zu einem Quiz in sozialen Medien sollte man nicht folgen. Viele dieser Fragebögen, insbesondere Persönlichkeitsquizze, erfordern sich mit dem Benutzerkonto anzumelden und können auf diese Art viele der Informationen sammeln, welche die sozialen Medien über den Nutzer haben, ohne dass er oder sie es merken.
  • Grundsätzlich sollte man darauf achten, was man selbst in sozialen Medien postet. Posts zu Geburtstagsfeiern oder Bilder aus dem Urlaub, die man mit anderen teilen möchte, können nicht nur von Online-Betrügern, sondern auch von Kriminellen vor Ort genutzt werden, die anhand dieser Informationen herausfinden können, wann Sie nicht zu Hause sind.

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