Copernicus-Projekt der ESA Die europäische Weltraumagentur speichert Satellitendaten in deutscher Cloud

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Mammutprojekt Copernicus-Langzeitarchiv der europäischen Weltraumagentur setzt auf deutsche Unternehmen bei der Archivierung ihrer Satellitendaten. Beauftragt wurde das Softwarunternehmen Werum aus Lüneburg, welches in Zusammenarbeit mit dem Cloud-Anbieter OVHcloud aus Köln das Projekt realisiert.

Die Daten der ESA werden von dem deutschen Softwareunternehmen Werum in Zusammenarbeit mit dem Cloudanbieter Ovhcloud gesammelt.(Bild:  NicoElNino - stock.adobe.com)
Die Daten der ESA werden von dem deutschen Softwareunternehmen Werum in Zusammenarbeit mit dem Cloudanbieter Ovhcloud gesammelt.
(Bild: NicoElNino - stock.adobe.com)

Das Softwareunternehmen Werum aus Lüneburg archiviert bereits seit dem Jahr 2000 Daten für die europäische Weltraumagentur ESA. Die ESA hat die Zusammenarbeit verlängert und somit wird das auf Messdaten spezialisierte Softwareunternehmen Werum weiterhin Satellitendaten für ESA sammeln. Die Daten fließen in das Copernicus-Langzeitarchiv für Satellitendaten ein. Copernicus ist ein Programm der EU zur Erdbeobachtung. Es befasst sich mit unserem Planeten und der Umwelt. Mit dieser Beauftragung geht eine Zusammenarbeit zwischen Werum und dem Kölner Cloud-Anbieter OVHcloud einher – das Unternehmen Werum erhielt nun von der ESA den Auftrag, seine Services bis 2027 zu verlängern.

Wir freuen uns darauf, als Cloud-Anbieter gemeinsam mit Werum für weitere drei Jahre am Betrieb und der Weiterentwicklung des Copernicus-Langzeitarchivs der ESA mitwirken zu können.

Falk Weinreich, General Manager bei OVHcloud

Damit bleibt die Zusammenarbeit von Werum und OVHcloud nahezu unverändert bestehen – allerdings wird auf den vollständig S3-kompatiblen Objektspeicher (eine Art von Speichersystem, das die gleiche API und damit die gleichen Befehle und Funktionalitäten unterstützt wie Amazon S3) von OVHcloud umgestellt. Dies gewährleistet eine zuverlässige und hochverfügbare Speicherung des wertvollen Datenmaterials.

Bei den gesammelten Daten im Auftrag der ESA handelt es sich um sogenannten Level-0- und Hilfsdaten der Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-1, Sentinel-2 und Sentinel-3 in der Cloud. Die Datenprodukte für die Nutzer und Anwendungen der Sentinel-Missionen können aus gespeicherten Daten neu erstellt oder Algorithmen verbessert werden.

Hohe Anforderungen an den Cloud-Anbieter

Für OVHcloud stellt die Zusammenarbeit eine Hürde dar: Der Anbieter Werum betreibt eine spezialisierten Software und gemeinsam mit dem Auftraggeber ESA stellt Werum hohe Anforderungen an den Cloud-Anbieter. Die Technik darf keineswegs versagen und es muss, um dies sicherzustellen, ein Rund-um-die-Uhr-Service verfügbar sein. Darüber hinaus muss die Cloud eine flexible technische Infrastruktur aufweisen können. Denn nur auf diesem Weg ist es möglich, das spezielle Archivservice mit regelmäßigen großvolumigen Datenabrufen, entsprechend konfiguriert und optimiert zu können. Doch der Cloud-Anbieter aus Köln zeigt sich zuversichtlich, denn aufgrund der verlängerten Zusammenarbeit konnte er beweisen, dass er den Herausforderungen gewachsen ist.

(ID:50082009)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung