Cloud-native Applikationsentwicklung hat eine weitreichende Bedeutung für Unternehmen und Organisationen. Wie aber gelingt der Einstieg und was gibt es dabei zu beachten?
Cloud-native Entwicklung scheint die Herzen im Sturm zu erobern, kaum ein Software-Unternehmen kann sich dem entziehen.
Die Cloud-Native-Applikationsentwicklung ist ein relativ neuer Weg der Software-Entwicklung, der sich an den grundlegenden Prinzipien des Cloud-Computing orientiert. Dabei werden die Anwendungen so entwickelt und deployt, dass sie optimal auf die Umgebung abgestimmt sind und von den spezifischen Eigenschaften der Cloud profitieren.
Die Vorteile dieser Methode liegen auf der Hand: Da Anwendungen in der Cloud nativ entwickelt werden, nutzen sie von Beginn an die Vorzüge des Cloud-Computing und müssen nicht erst umgerüstet oder migriert werden. Darüber hinaus ist die Entwicklung flexibel und skalierbar – ideal also für Unternehmen, die ihre IT-Landschaft ständig weiterentwickeln und anpassen wollen oder müssen.
Bedeutung für Unternehmen
Cloud-Native-Applikationen bedeuten für Unternehmen die Nutzung der neuesten Technologie auf einer höheren Abstraktionsebene (PaaS-Dienste oder auch eine PaaS-Aggregation von PaaS-Diensten) Zudem ziehen sie als echten Vorteil unweigerlich einen kulturellen Wandel nach sich, der den Schwerpunkt vom „Wie“ deutlich zum „Warum“ und „Was“ verschiebt. Die Cloud ist hierbei der Enabler, um komplexe technologische Basis-Fragestellungen nicht mehr beantworten zu müssen, sondern bereits mit den Business-zugewandten-Domänen arbeiten zu können.
Geldwerte Vorteile
Für Unternehmen bietet die Cloud Native Applikationsentwicklung eine ganze Reihe von Vorteilen:
Flexibilität und Skalierbarkeit: Es wird nur das gebraucht, was auch benutzt wird – per Mausklick
Kosteneffizienz: Es wird nur das bezahlt, was auch genutzt wird
hohe Performance und Verfügbarkeit: Höchste Ausfallsicherheit und höchste Einsatzsicherheit.
Die Kostenvorteile sind immens: Allein migrierte Systeme liegen bei einem Einsparpotenzial von rund 20 Prozent. Cloud-Nativ-Anwendungen sind entsprechend noch einmal günstiger.
Um diese Kostenvorteile zu realisieren, muss eine moderne Applikation einige Kriterien erfüllen:
Ressourcen- und Kostenkontrolle (Rightsizing, Transparenz)
Reaktion auf Leistungsschwankungen (Skalierung)
Flexibler Umgang mit Datenmengen, Datengröße und Verteilung (Skalierung, Distribution, Sharding).
Cloud-Native-Anwendungen können für Enterprise-Unternehmen in Sachen Wirtschaftlichkeit, Elastizität und Umgang/Verarbeitung von großen Datenmengen äußerst hilfreich sein.
Erfolgreich einsteigen
Cloud-Native-Application-Development ist ein Ansatz zur Entwicklung von Anwendungen, die auf einer Cloud-Plattform bereitgestellt werden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Cloud-Anwendungen zu verbessern.
Cloud-Native-Application-Development basiert auf drei wesentlichen Grundprinzipien, die es ermöglichen, Anwendungen für die Cloud zu entwickeln. Dazu gehören:
Service-orientierte Architektur: Dieses Prinzip besagt, dass Anwendungen in kleine, wiederverwendbare Dienste unterteilt werden sollten, die miteinander kommunizieren. Dies ermöglicht eine bessere Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit der Komponenten.
Automatisierung: Der Einsatz von Automatisierungstechniken erleichtert das Deployment und die Verwaltung von Cloud-Anwendungen.
DevOps: DevOps ist ein Ansatz, der die Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Betriebsteams verbessert. Durch DevOps können sich Entwickler auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, während die Betriebsteams sicherstellen, dass die Anwendungen reibungslos funktionieren.
Hintergrundwissen nutzen
Orientierung für moderne Cloud-Applikationen bietet das „https://www.reactivemanifesto.org/ Reactive Manifesto“. Es beschreibt die Grundsätze für moderne Architekturen. Cloud Computing wird hierbei als fester Bestandteil angesehen. Die verschiedenen Dimensionen der Reactive Manifesto betrachten Möglichkeiten, eine Applikation zielgerichtet und flexibel zu bauen. Cloud als Basis ermöglicht dabei, die notwendigen Eigenschaften zu erreichen:
Responsive
Skalierbarkeit, analog dem Scale-Cube-Modell, horizontal (x-Achse), vertikal (y-Achse) und Benutzer-Anfrage orientiert (z-Achse). Letztere ist die globale Verteilung, die Daten und Computing so nahe wie möglich an den User bringt. Die globale Verteilung ist durch Hyperscaler einfach möglich.
Resilient
Automatisierung: Automatisierung als Mittel um Fehlertoleranz und Load Balancing zu erreichen.
Monitoring auf verschiedenen Ebenen der Applikation und in den jeweiligen Komponenten, um eine notwendige Reaktion überhaupt identifizieren zu können.
Elastic
Reaktionsfähigkeit der Applikation auf Ausfälle einzelner Komponenten oder nachgelagerter Systeme. Globale Verteilung der Gesamtarchitektur der Applikation oder auch nur Teile davon.
Message Driven
Nachrichtenorientierung. Ob Async oder per Queueing. Möglichkeit, eine Last-Optimierung vorzunehmen mittels der Trennung von schreibenden und lesenden Aufgaben.
Cloud-Native als Standard
Die Nutzung von Cloud-Native-Bausteinen besitzt für die Applikationsentwicklung weitere Vorteile. So zwingen Cloud-Best-Practices die Applikationsarchitekten und -architektinnen geradezu, eine moderne Architektur zu bauen, alleine schon aus Kosten- und Effizienzgründen. Zudem sorgen die Erfahrungen der Entwicklerwelt durch das kollektive Lernen, neu-erfinden, abstrahieren und vereinfachen für innovative Ansätze, beispielsweise für Problemlösungen bei Use Cases. All das geschieht „On-top of Cloud“.
Fazit
Für Unternehmen und Organisationen ist die Cloud-native Entwicklung essenziell, um heutzutage und zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben. An der Cloud führt kein Weg mehr vorbei – sinnvoller ist es also, alle Applikationen gleich mit, in und für die Cloud zu entwickeln. Cloud-Native ist der neue Standard. Es nicht zu nutzen, bedeutet schlicht und einfach nur betriebswirtschaftliche und strategische Nachteile – die in der heutigen Wettbewerbsumgebung unverzeihlich wären und die sich Leads heutzutage nicht leisten dürfen.
Stand: 08.12.2025
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* Benjamin Hermann (41) wurde mit Gründung der Zoi TechCon GmbH im Jahr 2017 zum Geschäftsführer berufen. Zuvor war er in identischen Positionen in der IT-Beratung tätig. Ursprünglich aus der Softwareentwicklung und Architekturberatung kommend, beschäftigt Hermann sich seit 2012 mit der Public Cloud und deren Anwendungsmöglichkeiten für die Industrie und Enterprise-IT.