Intelligentes Datenzentrum erfordert ausgeklügelte Roadmap

Cloud Data Storage: Hybride Konzepte für Datenspeicher gefragt

| Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Elke Witmer-Goßner

Immer mehr Angestellte arbeiten mit mobilen Geräten und nutzen für den Unternehmenseinsatz eigentlich ungeeignete, weil unsichere, Services wie Speicherdienste. Eine Cloud-Data-Storage-Strategie minimiert Risiken.
Immer mehr Angestellte arbeiten mit mobilen Geräten und nutzen für den Unternehmenseinsatz eigentlich ungeeignete, weil unsichere, Services wie Speicherdienste. Eine Cloud-Data-Storage-Strategie minimiert Risiken. (Bild: Tom Wang, Fotolia)

Die Datenflut durch speicherintensive Medien und Informationskanäle in den Unternehmen bleibt ein Dauerthema. Laut einer Studie der Marktforscher von IDC benötigen die Unternehmen umso mehr ein sorgfältig durchdachtes Konzept, wie sie ihre Speicher und Netze intelligent managen. Als Bindeglied hierzu rücken auch cloud-basierte Strategien ins Blickfeld.

Angesichts unzähliger cloud-basierter Speicherdienste fällt auch den IT-Spezialisten der Überblick nicht immer leicht. Welches die passende Rezeptur darstellt, die sich flexibel an die jeweilige Unternehmensstrategie anpassen kann, lässt sich ohnehin nicht sofort beantworten. Vor allem der häufig diffuse Mix zwischen privat genutzten Speichern, wie Dropbox, Cloudme, Mozy oder Wuala, und den betrieblichen Anwendungen erschwert die Handhabung im Alltag.

Drum prüfe, wer sich längerfristig binde. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie weist in einer Studie über die Sicherheit von Cloud-Speicherdiensten darauf hin, dass gerade Unternehmen alle relevanten Aspekte genau unter die Lupe nehmen sollten. Dies beginnt bei rechtlichen Themen wie der gesetzeskonformen Nutzung, insbesondere über die Landesgrenzen der Europäischen Union hinaus.

Überdies liegt das Augenmerk auf den technischen Konzepten, wie etwa einer leistungsfähigen Deduplikation. Hier lauert die Tücke im Detail. Und schließlich spielen auch konkrete Sicherheitsanforderungen wie die Registrierung und Transportsicherheit, das Filesharing oder die Verschlüsselung eine wichtige Rolle. Die Forscher monieren gravierende Defizite. Keine der untersuchten Lösungen decke alle Sicherheitsanforderungen ab. Deshalb empfehlen die Fraunhofer-Experten, gerade in der sensiblen Computerwolke nicht nur auf einen Anbieter zu setzen.

Die Zukunft der Speicherkonzepte

In den Fokus rücken umso mehr hybride Konzepte und Lösungen, unter Einbindung von Online-Ressourcen, denn allein festplattenbasierte Konzepte reichen nicht mehr aus. Hinzu kommt der Kostendruck, der Unternehmen für eine umfassende, aber auch gleichzeitig offene Strategie Sorge tragen lässt. Dies ist einer von mehreren Gründen, warum sich die Marktforscher von IDC in ihrer Studie „Storage in Deutschland 2013“ ausführlich mit dem lokalen Markt für effiziente Speichertechnologien in Deutschland befasst haben.

Wie sich betriebliche Speicherkapazitäten flexibel gestalten und skalieren lassen, begründet Marktanalyst Mark Alexander Schulte von IDC: „Durch die Nutzung von Public Cloud Storage sind weniger Ressourcen in Unternehmens-internen Speichersystemen gebunden und Speicherkapazität kann bedarfsabhängig hinzu gebucht beziehungsweise abbestellt werden. Somit können Unternehmen schneller und flexibler auf neue Geschäftssituationen reagieren.“

Ergänzendes zum Thema
 
Datenspeicher: Public oder Private Cloud?

Allerdings sieht auch der Experte die verschwommene Grenzlinie zwischen privat, das heißt meist öffentlich genutzten Diensten auf der einen, und den betrieblichen Anwendungen auf der anderen Seite: „Wir stellen fest, dass Mitarbeiter Cloud-Speicherdienste wie Dropbox in der Tat auch für geschäftliche Zwecke einsetzen. Dies geschieht häufig hinter dem Rücken der Unternehmens-IT.“

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