Daten sichern in der Multi-Cloud Agil und nahtlos statt Datenchaos

Ein Gastbeitrag von Rick Vanover* 3 min Lesedauer

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Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile mehrerer Cloud-Service-Provider und nutzen Multi-Clouds. Agilität, schnelle Reaktionszeiten und die Möglichkeit, für jeden Workload die beste Plattform zu nutzen, gehören zu den wesentlichen Pro-Argumenten. Die Herausforderung dabei ist, eine nahtlose Datenbewegung und -speicherung zwischen den Plattformen zu gewährleisten.

Unternehmen sollten die Datenportabilität unbedingt in ihr Cloud-Sicherheitsmodell integrieren, um potenzielle Datenverluste und Datensilos zu vermeiden.(Bild:  frei lizenziert tookapic - Pixabay /  Pixabay)
Unternehmen sollten die Datenportabilität unbedingt in ihr Cloud-Sicherheitsmodell integrieren, um potenzielle Datenverluste und Datensilos zu vermeiden.
(Bild: frei lizenziert tookapic - Pixabay / Pixabay)

Unternehmen erkennen die Notwendigkeit eines maßgeschneiderten Ansatzes, da ihre Arbeitsabläufe immer komplexer werden. Der Einsatz von Produkten eines einzigen Anbieters mag zwar den Eindruck erwecken, dass ein Unternehmen eine einheitliche Strategie verfolgt, kann aber dazu führen, dass Teams wichtige Aufgaben nicht effizient erledigen können.

Hier setzt eine Multi-Cloud-Strategie an, die es Unternehmen ermöglicht, aus einer Vielzahl von Cloud-Anbietern zu wählen, die ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten optimal nutzen. Auf diese Weise können Unternehmen, die für die jeweilige Arbeitslast am besten geeignete Cloud-Plattform auswählen und Flexibilität und Agilität gewährleisten. Durch die Nutzung der Stärken mehrerer Cloud-Plattformen können Unternehmen Leistung, Verfügbarkeit und Kosteneffizienz optimieren.

In der heutigen Wirtschaftslage stehen Unternehmen außerdem zunehmend unter dem Druck, ihre Technologieinvestitionen zu optimieren und gleichzeitig die Kosten zu minimieren. CEOs müssen strategisch entscheiden, in welche Bereiche sie investieren und welche Prioritäten sie setzen. An einigen Technologie-Standorten sind die dort ansässigen Firmen bereits fortgeschritten: Einem Bericht von Forrester zufolge haben die APAC-Regionen einen der größten Anteile (37 Prozent) an den weltweiten Cloud-Rechenzentren, wobei die Investitionen in den Schwellenländern zunehmen. In Australien nutzen 59 Prozent der Unternehmen bereits mehrere öffentliche Clouds.

Darüber hinaus bietet eine Multi-Cloud-Strategie zusätzliche Vorteile für Unternehmen. Ein offener Ansatz ermöglicht es den Teams, die Tools zu nutzen, mit denen sie am besten vertraut sind, wodurch Ineffizienzen verringert und nahtlose Arbeitsabläufe ermöglicht werden. Der Cloud-Markt ist hart umkämpft, was zu einer besseren Preisgestaltung für Unternehmen führt, da sich die Anbieter bemühen, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.

Hürden und Strategien erfolgreicher Datenportabilität

Eine der größten Herausforderungen einer Multi-Cloud-Strategie besteht darin, die nahtlose Bewegung und Speicherung von Daten über Plattformen hinweg zu gewährleisten. Legacy-Anwendungen sind oft nicht in der Lage, sich effizient über Plattformen hinweg zu bewegen, was es für Unternehmen, die sich immer noch stark auf sie verlassen, schwierig macht, die Datenportabilität zu verbessern. Auch die fehlende Infrastruktur ist ein wesentliches Hindernis für den nahtlosen Datenaustausch zwischen Plattformen. Insbesondere für kleinere Organisationen kann das einen Stolperstein darstellen. Denn die verfügen möglicherweise nicht über die notwendigen Ressourcen, um in die zur Verbesserung der Datenportabilität erforderliche Infrastruktur zu investieren.

Um die Datenübertragbarkeit zu verbessern, können Organisationen die Gelegenheit nutzen, digital aufzuräumen und unnötige Anwendungen zu entfernen. Eine Kategorisierung kann dabei hilfreich sein - beispielsweise indem man die Daten folgendermaßen einordnet: Gut für kritische Daten, die verfügbar sein müssen, Grün sind Daten, die für eine bestimmte Zeit aufbewahrt werden, und Weg fasst unnötige Daten zusammen, die entfernt werden sollten. Das Entfernen unnötiger Daten reduziert die Datenkomplexität und das Risiko von Datenverlusten während der Migration. Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, von Anfang an ein Cloud-Sicherheitsmodell anzuwenden. So werden die Plattformen um ein einheitliches System herum aufgebaut, das eine zentrale Verwaltung ermöglicht. Auf diese Weise können Unternehmen Daten über mehrere Cloud-Plattformen hinweg überwachen und das Risiko von Datenverlusten oder -beschädigungen verringern.

Organisationen sollten zudem nicht nur die „beste“, sondern auch eine nachhaltige Datenübertragbarkeit anstreben. Dies kann durch eine Geschäftsauswirkungsanalyse erreicht werden, um die möglichen Folgen einer Serviceunterbrechung zu bestimmen und das angemessene Niveau der Datenübertragbarkeit festzulegen. Die Geschäftsauswirkungsanalyse sollte auch die Risiken von Datenverlust, -beschädigung oder -gefährdung während der Migration identifizieren. Auf diese Weise können Unternehmen potenzielle Datenprobleme einplanen und mögliche Ausfallzeiten minimieren.

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Sicher in die Multi-Cloud mit Datenportabilität

Insgesamt kann eine Multi-Cloud-Strategie für Unternehmen erhebliche Vorteile bringen. Um jedoch eine nahtlose Datenbewegung und -speicherung über verschiedene Plattformen hinweg zu gewährleisten, müssen Unternehmen die Datenportabilität in ihr Cloud-Sicherheitsmodell integrieren. Durch das Entfernen unnötiger Applikationen, die Anwendung eines Cloud-Sicherheitsmodells und das Streben nach datenspezifischer Nachhaltigkeit können Unternehmen ihre Datenportabilität verbessern und Datensilos sowie potenzielle Verluste vermeiden. Bei sorgfältiger Planung und Umsetzung können Unternehmen die Vorteile einer Multi-Cloud-Strategie voll ausschöpfen.


* Der Autor Rick Vanover ist Senior Director für Produktstrategie bei Veeam.

Bildquelle: Veeam

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