Bitkom-Barometer zur ECM-Branche

Zwei von drei ECM-Unternehmen verbuchen Auftrags- und Umsatzplus

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Gäbe es mehr Fachkräfte, könnte auch die ECM-Branche noch deutlicher wachsen.
Gäbe es mehr Fachkräfte, könnte auch die ECM-Branche noch deutlicher wachsen. (Bild: gemeinfrei (geralt - Pixabay) / CC0)

Generell steigt das Interesse an Lösungen für digitale Geschäftsprozesse. Davon profitieren auch deutsche Anbieter von Enterprise-Content-Management-Lösungen. Sie können mehr Aufträge und steigende Umsätze vermelden, wie das 13. ECM-Barometer des Digitalverbands Bitkom zeigt.

Acht von zehn Anbietern von Enterprise-Content-Management-Lösungen erwarten im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatzanstieg. Mehr als zwei von drei Unternehmen planen 2018 mit mehr Personal – vorausgesetzt sie finden entsprechende Fachkräfte.
Acht von zehn Anbietern von Enterprise-Content-Management-Lösungen erwarten im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatzanstieg. Mehr als zwei von drei Unternehmen planen 2018 mit mehr Personal – vorausgesetzt sie finden entsprechende Fachkräfte. (Bild: Bitkom Research)

Demnach stieg der ECM-Index leicht um 3 Punkte auf 78 und befindet sich damit wieder auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Acht von zehn Unternehmen bzw. 81 Prozent (2. Halbjahr 2017: 80 Prozent) erwarten für die erste Jahreshälfte mehr Aufträge und steigende Umsätze. 17 Prozent (2. Halbjahr 2017: 14 Prozent) rechnen mit stabilen Einnahmen, während nur 3 Prozent der Unternehmen (2. Halbjahr 2017: 6 Prozent) von einem Umsatzrückgang ausgehen. Deshalb plant die Mehrheit der ECM-Unternehmen (69 Prozent, 2. Halbjahr 2017: 69 Prozent) auch 2018 mit steigenden Mitarbeiterzahlen. Laut Bitkom werden sowohl die Export- als auch die Binnennachfrage die Entwicklung weiter positiv vorantreiben.

Zwei von drei Unternehmen (67 Prozent) hatten in der zweiten Jahreshälfte einen steigenden Auftragseingang und generierten mehr Umsatz. Eine stabile Auftragslage beziehungsweise gleichbleibende Umsätze meldete ein Drittel der befragten Unternehmen (31 beziehungsweise 33 Prozent). 3 Prozent hatten mit einer sinkenden Auftragslage zu tun.
Zwei von drei Unternehmen (67 Prozent) hatten in der zweiten Jahreshälfte einen steigenden Auftragseingang und generierten mehr Umsatz. Eine stabile Auftragslage beziehungsweise gleichbleibende Umsätze meldete ein Drittel der befragten Unternehmen (31 beziehungsweise 33 Prozent). 3 Prozent hatten mit einer sinkenden Auftragslage zu tun. (Bild: Bitkom Research)

Die grundsätzlich optimistischen Geschäftsprognosen der ECM-Branche werden vor allem durch die Fachkräftesituation getrübt. 44 Prozent der befragten ITK-Unternehmen mit ECM-Geschäft sehen diesen Einflussfaktor als behindernd an. Mehr als ein Drittel, nämlich 37 Prozent /2. Halbjahr 2017: 24 Prozent), empfinden die Fachkräftesituation sogar als sehr behindernd. In einer anderen Studie hatte der Bitkom bereits nachgewiesen, dass branchenübergreifend derzeit 55.000 Stellen für IT-Fachkräfte (2016: 51.000) unbesetzt sind. Die ECM-Branche sucht vor allem Experten wie Software-Entwickler, Spezialisten für IT-Sicherheit und IT-Berater. Während der Fachkräftemangel also die größte Herausforderung darstellt, sieht nur jedes fünfte ECM-Unternehmen (21 Prozent, 2. Halbjahr 2017: 25 Prozent) die politischen Rahmenbedingungen als Behinderung eines stärkeren Wachstums.

Die Angaben basieren auf dem 13. ECM-Barometer, welches Teil der halbjährlichen Konjunkturumfrage „Bitkom-Branchenbarometer“ ist. Dabei befragt Bitkom Research regelmäßig ITK-Unternehmen zur Marktentwicklung und ausgewählten Branchenthemen.

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