Die „Abonnisierung“ der Wirtschaft zieht sich mittlerweile durch sämtliche Branchen. Für viele Unternehmen ergeben sich daraus neue Chancen, jedoch auch organisatorische Herausforderungen. Denn das Subscription Management verursacht einen administrativen Aufwand, dem mit innovativen Ansätzen geringgehalten werden kann. Welche Rolle spielen Cloud-Lösungen an dieser Stelle?
Je mehr Abonnements desto mehr administrativer Aufwand, der aber durch radikale Automatisierung für Unternehmen nicht zum Kostengrab wird.
(Bild: adimas - stock.adobe.com)
Erwartungen, die Kunden an Unternehmen, deren Produkte und Services stellen, haben sich gewandelt. Es geht nicht mehr darum, Dinge zu besitzen. Vielmehr wünschen sich Konsumenten ein hohes Maß an Flexibilität und Individualität, ohne dabei langfristige Bindungen eingehen zu müssen. Diese Faktoren sind zentral für den Aufstieg der Subscription Economy.
Ein Paradebeispiel für Abo-Geschäftsmodelle sind sicherlich Streamingdienste wie Netflix. Im Vordergrund stehen hier nicht nur Filme oder Serien, sondern auch das individuelle Kundenerlebnis: Statt eine DVD zu kaufen, erhalten Nutzer Zugang zu vielfältigen Optionen und passgenauen Empfehlungen für den maximalen Entertainment-Faktor.
Mittlerweile haben viele Branchen diesen Grundgedanken adaptiert. So ist es heute möglich, Kochboxen mit frischen Lebensmitteln, Fahrräder, Versicherungsprodukte, Fahrzeugdienste, Plus-Angebote von Magazinen, Workspaces oder sogar Produktionsmaschinen in der Industrie zu abonnieren. Nicht zu vernachlässigen ist selbstverständlich der Software-Bereich. Mittlerweile bietet annähernd jeder Software-Hersteller die Möglichkeit an, seine Produkte „as a Service“ zu nutzen, anstatt eine Lizenz zu kaufen.
Eingeschränkte Abbildung der Subscription-Prozesse
Unabhängig von der Branche gibt es eine Gemeinsamkeit im Subscription Business: Jedes einzelne Abonnement verursacht administrativen Aufwand. Dies beginnt bei Akquise und Abschluss, erstreckt sich über die laufende Vertragsverwaltung, umfasst wiederkehrende Rechnungen oder Zahlungen und reicht bis zum Kündigungsmanagement. Nur durch radikale Automatisierung dieser einzelnen Prozesse ist es möglich, Abo-Geschäftsmodelle auf lange Sicht wirtschaftlich zu gestalten.
Viele Unternehmen sind jedoch weit von diesem Ziel entfernt. Ihr Subscription Management verursacht dadurch einen personellen und finanziellen Aufwand, der häufig nicht im Verhältnis zum Ergebnis steht. Je stärker der Abo-Bereich wächst, desto mehr verschärft sich diese Problematik. Ursache sind häufig veraltete Systemarchitekturen, welche von einer Individualsoftware oder einer stark angepassten Standardsoftware geprägt sind.
Lösungen dieser Art bilden zwar alle traditionellen Geschäftsprozesse eines Unternehmens in ihren Feinheiten ab, für neue Geschäftsanforderungen wie das Subscription Management eignen sie sich jedoch häufig nicht. Es mangelt ihnen schlicht an der notwendigen Flexibilität in z.B. Produktangebotsverwaltung, Vernetzbarkeit mit Zahlungs- und Abrechnungssystemen und kurzfristigen Weiterentwicklungsfähigkeit.
Vor diesem Hintergrund gehen immer mehr Unternehmen dazu über, ihr Legacy System durch einen Mix innovativer Business-Anwendungen aus der Cloud (SaaS) zu ersetzen. Im Fokus steht hierbei der Best-of-Breed-Ansatz, bei dem die besten Systeme verschiedener Anbieter kombiniert werden, um moderne und individuell passende Systemarchitekturen zu realisieren.
Ein wichtiger Erfolgsbaustein sind in diesem Kontext geeignete technische Schnittstellen (APIs), die ihre Reife durch die Integration von einer Menge Unternehmen unter Beweis gestellt haben. Letztere ermöglichen eine relativ einfache und ausbaufähige Integration der einzelnen Cloud-Lösungen. Zudem sind sie relevant für die Bereitstellung komplexerer Geschäftsanwendungen, welche auf den kombinierten SaaS-Bausteinen basieren.
Im Hinblick auf das wachsende Abo-Business gilt es, einen für das Subscription Management geeigneten Baustein mit der oben skizzierten Cloud-Systemarchitekturen zu integrieren. Die Lösung sollte in der Lage sein, den Gesamtprozess (oft „Order to Cash to Accounting“ genannt) über sämtliche Systeme hinweg zu automatisieren. Spezialisierte cloud-basierte Subscription-Management-Plattformen mit API-First-Ansatz erfüllen diese Anforderung.
Cloud-Lösungen dieser Art kapseln alle Funktionen für die Automatisierung wiederkehrender Abrechnungen und Zahlungen, das Debitorenmanagement und den gesamten Subscription-Lebenszyklus. Dabei spielt die zuvor genannte API, eine zentrale Rolle. Denn sie stellt den beteiligten externen Diensten alle relevanten Daten aus den Subscription-Prozessen bereit.
Compliance-Aspekte nicht vernachlässigen
Auf dem Markt existieren mittlerweile mehrere Subscription-Management-Plattformen. Bei der Auswahl eines Anbieters sollten Unternehmen jedoch nicht nur auf technologische Aspekte achten, sondern auch auf Rechtskonformität. Insbesondere sollte der Provider in der Lage sein, die EU-Datenschutzvorgaben zu erfüllen. Allen voran ist dies die DSGVO. Wichtig ist außerdem, dass geltende Regularien in den Bereichen Buchführung (z. B. GoBD) und Rechnungslegung mit der Software eingehalten werden können. Plattformen aus der EU können diese Anforderungen erfüllen.
Stand: 08.12.2025
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Erfolgsbaustein für die Subscription Economy
Um mit Subscription-Modellen Erfolge zu erzielen, benötigen Unternehmen eine Plattform, die den administrativen Aufwand minimiert und gleichzeitig alle geltenden Datenschutzanforderungen erfüllt. Mit europäischen Subscription-Management-Plattformen aus der Cloud sind diese Ziele erreichbar. Die Lösungen dienen nicht nur als Drehscheibe für den Datenaustausch, sondern unterstützen auch die funktionale und technische Orchestrierung der Subscription-Prozesse. Zudem automatisieren sie die Abläufe in hohem Maße, wodurch Abo-Geschäftsmodelle zu besonders geringen Kosten realisiert werden können.
* Über den Autor Andreas Schmidt ist Chief Technology Officer (CTO) und Member Of The Board bei der Billwerk GmbH und bringt rund 15 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung mit. Billwerk ist eine Plattform für Susbcription Management und Recurring Billing, die von mehreren hundert mittelständischen und Enterprise-Kunden in der DACH-Region sowie Frankreich genutzt wird, mit wachsender Präsenz in anderen europäischen Regionen, einschließlich Skandinavien und Benelux. Seit 2021 sind das dänische Unternehmen Reepay sowie seit 2022 die französische Firma Sofacto Teil von Billwerk.