Lizenz-Management

Wenn Miete und Cloud für Kopfzerbrechen sorgen

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Full-Time-Aufgabe

Ein effizientes Lizenz-Management setzt viel früher an als nur bei der reinen Verwaltung der Lizenzen. Angesichts der Vielfalt an Möglichkeiten benötigen Unternehmen von Anfang an eine klare Lizenzstrategie, die sich auf ausgewählte Anwendungen konzentriert. Dabei müssen intern unterschiedliche Interessen und Faktoren berücksichtigt werden. Aus kaufmännischer Sicht zählen dazu beispielsweise Vertragsbindung, Budgetplanung und Kapitalbindung. Für den Anwender steht die Aktualität der Software im Vordergrund. Der IT-Abteilung geht es um Datensicherheit sowie eine einfache Verwaltung der Software.

In einem weiteren Schritt müssen die Kommunikation und Prozesse zwischen den beteiligten Abteilungen, also Personal, Einkauf und IT, gut organisiert sein. Denn in vielen Lizenzbestimmungen verbergen sich Wechselwirkungen, die leicht übersehen werden. Beispielsweise führen zusätzliche Prozessoren in einem Server bei manchen Anwendungen zu zusätzlichen Lizenzkosten. Dies verlangt nach organisatorischen Veränderungen, die sich nur teilweise durch Automatisierungen mit geeigneten SAM-Tools umsetzen lassen.

Lieber helfen lassen

Im Fokus des Lizenz-Managements bleibt dennoch der richtige Umgang mit den Software-Lizenzen. Der Aufwand dafür hängt natürlich von mehreren Faktoren ab: die Unternehmensgröße, die Anzahl der Hersteller, für deren Produkte Lizenzbilanzen benötigt werden, die Bandbreite der eingesetzten Software sowie die einzelnen Zielsetzungen der Unternehmen. Manche IT-Abteilung ist von diesem Aufwand für das Lizenz-Management überfordert. Anstatt alles autark umsetzen zu wollen, bieten sich spezialisierte Dienstleister unter Umständen als kosteneffizientere Alternative an. Sie unterstützen bei der Definition der richtigen Strategie und helfen bei der akkuraten Umsetzung. Durch die umfangreichere Expertise und dem aktuelleren Know-how können sie oftmals bessere und kostengünstigere Lösungen finden. In Form von Managed Services lassen sich sowohl das gesamte Lizenz-Management als auch nur Teilbereiche davon auslagern.

Aktuelle Entwicklungen weisen den Weg: Die große Komplexität im Software Asset Management wird bleiben und sogar zunehmen. Denn nicht nur die Auswirkungen der Virtualisierung sind immens, auch weitere technische Veränderungen mit ihren eigenen Effekten auf die Lizenzbestimmungen werden folgen. Die alte kaufmännische Frage „Make or Buy“ wird diesen Bereich noch intensiver dominieren als bisher. Angesichts des Aufwandes dürften sich viele Unternehmen für eine Auslagerung entscheiden. Dadurch können sie sich auf ihre eigenen Kernkompetenzen konzentrieren und dennoch ein hochwertiges und kostenoptimiertes Lizenz-Management erreichen.

Carsten Wemken, Comparex Deutschland.
Carsten Wemken, Comparex Deutschland.
(Bild: Comparex)

* Carsten Wemken ist Consultant Software Asset Management bei Comparex Deutschland.

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