Sustainable Technology ist der Überbegriff für alle Arten von nachhaltigen Technologien. Ziel nachhaltiger Technologien ist es, das ökologische Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt zu schützen und zu erhalten. Im IT-Bereich wird Nachhaltigkeit häufig mit der Bezeichnung grüne Informationstechnik (Green IT) in Verbindung gebracht.
Nachhaltig wirtschaften betrifft auch immer mehr Bereiche im Technologieumfeld. „Sustainable Technology by Design“ besagt, dass Technologien, Produkte und Lösungen von Grund auf nachhaltig konzipiert sind.
Die deutsche Übersetzung für „Sustainable Technology“ lautet „nachhaltige Technologie“. Sustainable Technology ist der Überbegriff für alle Arten von nachhaltigen Technologien. Manchmal wird der Begriff Green Technologie verwendet. Grundsätzlich lässt sich Sustainable Technology auf zwei Arten interpretieren. Es kann sich zum einen um Technologien handeln, die speziell dafür entwickelt wurden, Umweltprobleme zu lösen, oder zum anderen um Technologien, die selbst nachhaltig sind, nachhaltig produziert wurden und nachhaltig nutzbar sind.
Ziel nachhaltiger Technologien ist es, das ökologische Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt zu schützen und zu erhalten. Schäden für Mensch und Umwelt sollen vermieden werden, indem zum Beispiel der globalen Erderwärmung und dem Klimawandel entgegengewirkt wird.
Nachhaltige Technologien, Produkte und Lösungen sind umweltverträglich, ethisch einwandfrei und haben einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen. Um dies zu erreichen, werden Ressourcen schonend eingesetzt, erneuerbare Energien effizient genutzt und Konzepte wie Kreislaufwirtschaft, Recycling und nachhaltige Mobilität umgesetzt. Nachhaltigkeit berücksichtigt darüber hinaus auch Aspekte der sozialen Gerechtigkeit.
Ist der Zusatz „by Design“ vorhanden, bedeutet dies, dass die Nachhaltigkeit bereits in der Konzeptionsphase berücksichtigt wurde. Die Technologie, das Produkt oder die Lösung sind von Grund auf nachhaltig entworfen und realisiert. Ein nachhaltiges Design deckt den kompletten Lebenszyklus eines Produkts oder einer Technologie ab.
Typische Merkmale nachhaltiger Technologien
Nachhaltigkeit bezieht sich auf viele verschiedene Aspekte einer Technologie. Typische Merkmale nachhaltiger Technologien sind:
effizienter und schonender Einsatz von Ressourcen,
Nutzung regenerativer Energien,
Minimierung des CO2-Fußabdrucks über den kompletten Lebenszyklus (in der Entwicklungs-, Herstellungs-, Nutzungs- und Entsorgungsphase),
Regenerations- und Recyclingfähigkeit der einzelnen Komponenten,
Vermeidung von Müll,
keine Verunreinigung von Wasser, Luft und Böden,
Verzicht auf umweltschädliche Materialien und Verwendung von Rohstoffen mit geringem negativen Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft,
Verwendung langlebiger Materialien,
lange Nutzbarkeit der Produkte, keine (geplante) Obsoleszenz,
gute Reparaturfähigkeit der verschiedenen Komponenten,
Vermeidung von langen Transportwegen,
Nutzung lokaler Ressourcen und Rohstoffe,
gesunde und faire Arbeitsbedingungen.
Einige Beispiele für nachhaltige Technologien
Als Beispiele für nachhaltige Technologien werden oft zunächst Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur umweltfreundlichen Energieerzeugung genannt. Zu diesen Technologien zählen zum Beispiel Windkraftanlagen, Solaranlagen, Photovoltaik und die Energiegewinnung aus Wasserkraft oder Geothermie.
Neben dem Energiesektor gibt es zahlreiche weitere Beispiele für Sustainable Technology wie die LED-Beleuchtungstechnik, nachhaltige Recyclingverfahren für verschiedene Wert- und Rohstoffe, das Konzept der sogenannten „Schwammstadt“, grünes Bauen und energieneutrale Gebäude, Elektrifizierung des Transport- und Verkehrswesens, autonome Verkehrskonzepte, CO2-Entnahme aus der Atmosphäre und CO2-Speicherung, Green IT und vieles mehr.
Die Bedeutung von Sustainable Technology in der IT
In der Informations- und Kommunikationstechnik spielen nachhaltige Technologien eine immer wichtigere Rolle. In diesem Zusammenhang werden häufig verwandte oder synonyme Begriffe wie Green IT, Green Computing, Fair IT, Clean IT oder Sustainable IT genannt. Eine genaue Abgrenzung der einzelnen Begriffe ist nur schwer möglich, da es keine allgemeingültigen, exakten Definitionen dafür gibt.
Bei der Nachhaltigkeit im IT-Bereich gibt es zwei generelle Zielsetzungen
Ein Ziel von nachhaltiger, grüner Informationstechnik ist es, IT-Produkte und -Lösungen über ihren kompletten Lebenszyklus, von der Entwicklung über die Herstellung und den Betrieb bis zur Entsorgung, umweltverträglich und ressourcenschonend zu gestalten. Beispiele hierfür sind reparaturfähige Smartphones, Refurbishment und Wiederverwendung von Computern und elektronischen Geräten, über lange Zeiträume mit Softwareupdates versorgte Produkte, die Verwendung energieeffizienter Server, die Reduzierung des Anteils seltener oder gefährlicher Materialien, mit erneuerbaren Energien betriebene Rechenzentren, Geräte mit implementiertem Ruhemodus und reduziertem Energieverbrauch bei Nichtverwendung, effizientere Ausnutzung von IT-Ressourcen durch Virtualisierung und Cloud Computing oder die ordnungsgemäße Entsorgung von ausgemusterten elektronischen Geräten.
Für Rechenzentrumsbetreiber und Cloud-Provider werden die Nachhaltigkeit und der klima- und umweltschonende Betrieb ihrer Rechenzentren ebenfalls ein immer wichtigeres Thema. Schon aus wirtschaftlicher Sicht macht Nachhaltigkeit Sinn, da sich die Kosten für den Energieverbrauch eines Data Centers mit regenerativen Energien senken lassen. Gleichzeitig trägt der Betrieb mit erneuerbaren Energien dazu bei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und negative Folgen für das Klima abzumildern.
Stand: 08.12.2025
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Zielsetzung kann ein sogenanntes „Net-Zero Energy Data Center“ sein, das unter optimalen Bedingungen die komplette Energie für den Betrieb mithilfe von nachhaltigen Technologien wie Photovoltaik oder Windkraft selbst erzeugt und nicht aus dem öffentlichen Stromnetz bezieht.
Das zweite Ziel von Nachhaltigkeit im IT-Umfeld besteht darin, durch einen sinnvollen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu schonen. Diese Zielsetzung lässt sich beispielsweise durch den Ersatz von Dienstreisen durch Videokonferenzen, durch Optimierung und Automatisierung von Produktions- und Logistikprozessen mit IT-Lösungen, durch effizientere Geschäftsprozesse dank des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen, durch die Nutzung der Abwärme von Rechenzentren, durch eine effizientere Landwirtschaft unter Nutzung von IT- und Kommunikationstechnik oder durch intelligentes Energiemanagement und Smart Grids erreichen.
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Digitalisierung zwar einen großen Beitrag dazu leisten kann, die Umwelt zu schützen und Ressourcen effizienter einzusetzen, aber auf keinen Fall vergessen werden darf, dass moderne Informationstechnik selbst einen großen Energie- und Ressourcenbedarf hat.
Ein nicht zu vernachlässigender Anteil des globalen Strombedarfs entfällt schon heute auf die Nutzung digitaler Geräte und den Betrieb von Informationstechnik. Der massive Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen oder von Lösungen wie digitalen Kryptowährungen lässt den Energiebedarf der Informations- und Kommunikationstechnik weiter steigen. Aus diesem Grund muss der Einsatz von IT für mehr Nachhaltigkeit kontinuierlich bewertet werden und darf kein reiner „Selbstzweck“ sein. Geschieht dies nicht, kann die Digitalisierung selbst zum Klimaproblem werden.
Was bedeutet der Zusatz „by Design“ in Bezug auf Nachhaltigkeit?
Häufig wird der Begriff Sustainable Technology mit dem Zusatz „by Design“ versehen. Dieser Zusatz bedeutet wörtlich übersetzt „absichtlich“, „planmäßig“, „von vorneherein“ oder „gezielt“. Das Anhängsel „by Design“ soll zum Ausdruck bringen, dass Nachhaltigkeit bei einer Technologie von Anfang an und von Grund auf berücksichtigt wurde. Die Nachhaltigkeit einer Technologie oder eines Produkts ist bereits in der Planungs- und Konzeptionsphase eines der zentralen Kriterien. Nachhaltigkeit beginnt bereits in der Technologie- und Produktentwicklung und erstreckt sich über alle Phasen des Lebenszyklus. Sie wird nicht erst in einer späteren Phase nachträglich versucht zu implementieren.
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