Microsoft Windows Server 2008 R2 und Microsoft System Center Virtualisierung rettet SAP-Landschaft vor Innovationsstopp
Blaue Briefe sind eher an Schulen üblich – Sabine Hingott, Leiterin Business Application Management an der Goethe-Universität Frankfurt, hat trotzdem einen bekommen. Absender war das hauseigene Rechenzentrum. Die Botschaft lautete: Das Rechenzentrum hat seine Kapazität überschritten und kann ab sofort keine neuen Server mehr beherbergen.
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Doch an der Universität ging der Trend in die andere Richtung: Neue Projekte erforderten immer mehr Server. Ein Warnschuss – vielleicht zur rechten Zeit. Das zuständige IT-Team der Universität plante eine völlig neue Infrastruktur auf Basis von Virtualisierung. Die Lösung basiert auf Microsoft Windows Server 2008 R2 Datacenter Edition mit Hyper-V. So entstand eine Virtualisierungslandschaft, die die Zahl der SAP-Server fast halbiert und ausfallsicher in einem Cluster speichert.
Gleichzeitig spart die Universität Frankfurt im Vergleich zu einer Lösung mit VMware 65 Prozent der Lizenzkosten. Auch die Datenbanken wurden konsolidiert, das mindert die Kosten für Lizenzen um weitere 70 Prozent. Außerdem gut: Mit der Microsoft System Center-Familie lässt sich die neue IT-Infrastruktur einfacher als bisher verwalten.
Die Goethe-Universität in Frankfurt ist mit über 37 000 Studenten eine der größten Universitäten in Deutschland. Besonders stolz ist man am Main auf das breite Fächerspektrum in Forschung und Lehre. Das Grundprinzip: Auf Basis solider Grundlagenforschung fördert die Universität Anwendungsorientierung und Praxisbezug.
Auch die dahinterstehende IT sollte auf eine solide Basis gestellt werden, denn Mitte 2009 passierte das, was IT-Leiter bis in ihre Träume verfolgt: Das zuständige Rechenzentrum benachrichtigte die Leiterin des Business Application Management, Sabine Hingott, dass die Grenzen des Rechenzentrums erreicht wären. Es sei nicht mehr möglich, neue Server aufzunehmen.
Blauer Brief vom Rechenzentrum

„Ein Schock für uns“, erzählt Hingott rückblickend, „aber vielleicht auch ein Wachrütteln zur richtigen Zeit.“ Fakt war: Die SAP-Struktur der Goethe-Universität Frankfurt war historisch gewachsen und bestand aus Servern, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten beschafft worden waren. Das bedeutete auch: verschiedene Wartungszustände, unterschiedliche Betriebssysteme.
Wie konnte es so weit kommen? Die Ursache war laut Hingott ein „immer größerer Hunger nach Servern, die immer schneller für Projekte bereitgestellt werden mussten“. Dass das genutzte Rechenzentrum irgendwann an seine Grenzen bei Strom, Kühlung und Serverplatz stoßen würde, ging im Alltagsstress unter. Die Aufgabe für Hingott und ihr Team bestand nun darin, schnellstmöglicheine zukunftsfähige Strategie für die SAP-Systeme zu entwickeln.
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