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Gefragter Zwischenspeicher
Diese dient dazu, temporäre Daten des Desktops (inklusive Auslagerungsdatei) auf lokalen Server-Platten zwischenzuspeichern anstatt teuren SAN-Speicher zu belegen. Nebenbei verbessert die Nutzung von lokalem Storage die Performance, weil der Client wesentlich mehr Schreib- als Lesezugriffe produziert und deshalb hunderte oder tausende aktive virtuelle Desktops ein SAN ausbremsen können.
Xen dient darüber hinaus als Technikfundus überall dort, wo Virtualisierung neue Nutzungsmodelle erschließen kann. Am deutlichsten wird dies sichtbar beim Client-Hypervisor „XenClient“, der ein wesentliches Manko virtueller Desktops beseitigt, indem er sie auch offline verfügbar macht.
Auch sonst kommt Citrix überall dort Xen-Technik gelegen, um den Cloud-Initiativen von VMware eigene Konzepte entgegenzusetzen. Das gilt beispielsweise für OpenStack, an dem Citrix neben Rackspace und der NASA federführend beteiligt ist und das eine Alternative zum „vCloud Director“ hervorbringen soll.
Keine großen Innovationen mehr beim Hypervisor
Citrix reklamierte im April 2010 für XenServer einen Marktanteil von 11 Prozent. Angesichts von zunehmend heterogenen Hypervisor-Umgebungen und der Schwierigkeit, die Nutzung eines kostenlosen Tools zu messen, sind solche Zahlen mit Vorsicht zu genießen.
Aber XenServer profitiert davon, dass KVM im produktiven Einsatz noch kaum anzutreffen ist. Dies liegt weniger an der Reife des Hypervisors, sondern am Mangel an guten Management-Tools. Red Hat als treibende Kraft hinter KVM ist beispielsweise immer noch damit beschäftigt, seinen Virtualization Manager von Windows auf Java zu portieren.
Bei der Abwägung zwischen Kosten und Nutzen einer Weiterentwicklung von Xen kommt Citrix entgegen, dass die wichtigsten Fortschritte nicht mehr auf der Ebene des Hypervisors stattfinden, sondern bei der Management-Software für virtualisierte Systeme.
Während sich VMware als Pionier der x86-Virtualisierung noch mit den Hürden einer virtualisierungs-untauglichen Architektur herumschlagen musste, übernimmt zunehmend die Hardware ehemals zentrale Funktionen des Hypervisors. Dieser wird nicht nur zunehmend schlanker, sondern verliert auch an Bedeutung.
weiter mit: Die Musik spielt bei den Management-Tools
Artikelfiles und Artikellinks
Link: The Evolution of Virtualization: Qumranet joins Red Hat.
Link: Mehr zu KVM Kernel Based Virtual Machine
Link: Wie funktioniert Essentials von Citrix für Hyper-V?
Link: Brian Maddens`s Blog: Prediction: Citrix will drop the open source Xen hypervisor for Hyper-V.
Link: Citrix XenServer 5.6: Besseres Speichermanagement und High Availibility
Link: OpenStack: The 5-minute Overview
Link: vCloud Director: Metamanager für Cloud benötigt Drittanbieter-Lösungen
Link: Citrix announces Q1 2010 earnings, XenServer market share at 11 %
Link: Citrix XenServer 5.6: Alle wichtigen Neuerungen im Überblick
Link: Oracle Debuts Unbreakable Enterprise Kernel for Oracle Linux
Link: Xen 4.0 Feature List
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