Nach Ende des Speicherservices TeamDrive bietet Wechselangebot für Datev-Cloudbox-Kunden

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Der Nürnberger IT-Dienstleister hat seinen Service „Datev Cloudbox“ eingestellt. Für die davon betroffenen Kunden bietet der Hamburger Datendienstleister TeamDrive einen Übernahmeservice an.

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Homeoffice und mobiles Arbeiten puschen den Markt für sichere Datenspeicherungs- und datenschutzkonforme Dokumentenaustauschlösungen.
Homeoffice und mobiles Arbeiten puschen den Markt für sichere Datenspeicherungs- und datenschutzkonforme Dokumentenaustauschlösungen.
(Bild: gemeinfrei© Nattanan Kanchanaprat / Pixabay )

Im Rahmen der Übernahme will Teamdrive den Transfer aller bisher bei Datev Cloudbox gespeicherten Daten in die TeamDrive Cloud unterstützen. TeamDrive genüge den Anforderungen für Berufsgeheimnisträger wie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte gemäß § 203 Strafgesetzbuch.

Laut Datev hätten die funktionalen Einstellungen des Datenaustauchdienstes den Kundennutzen zu sehr reduziert. „Unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen hat die DATEV Cloudbox keine Perspektive am Markt“, weshalb man den Dienst zum 31.12.2020 auch eingestellt habe. Für Teamdrive-Geschäftsführer Detlef Schmuck sei im Markt für Datenspeicherung und -austausch dagegen noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: Die Kombination aus hochsicherer Datenspeicherung und Flexibilität, mit der sich virtuelle Arbeitsräume einrichten lassen, hätten in den letzten Jahren mehr als eine halbe Million Anwender zu TeamDrive geführt. „In der aktuellen Homeoffice-Situation ist die Nachfrage nochmals sprunghaft gestiegen.“

Wie die TeamDrive GmbH betont, entspreche ihr Cloud-Datendienst „vollumfänglich allen gesetzlichen Anforderungen gemäß Datenschutz-Grundverordnung und den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff.“ Alle Daten unterlägen einer lückenlosen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf allen Endgeräten, bei allen Datenübertragungen und bei der Speicherung in der Cloud. TeamDrive setze dabei auf ein striktes Zero-Knowledge-Prinzip, das heißt, der Anbieter behalte selbst keine Schlüssel zu den Kundendaten. Die Zugriffsberechtigungen erfolgten ausnahmslos über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das Rechenzentrum befinde sich genau wie bei der DATEV physisch in der Bundesrepublik Deutschland und unterliege ausschließlich deutschem Recht.

Die häufig anzutreffende Nutzung gemeinsam mit den DATEV Terminalserver-Lösungen wird von TeamDrive nach eigenen Angaben ohne Einschränkungen unterstützt. Die Hamburger haben eigens für ehemalige Cloudbox-Nutzer eine Hilfeseite eingerichtet. Weitere Informationen zum neuen Transferdienst finden Interessenten hier.

Datev bietet den ehemaligen Cloudbox-Nutzern übrigens ebenfalls Alternativen aus dem eigenen Portfolio an wie Datev E-Mail-Verschlüsselung oder Datev Unternehmen online. Betroffenen DATEVasp-Kunden wird die Lösung „personal fileBOX“ des Systempartners „Schuster und Walther“ empfohlen.

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