Anbieter zum Thema
Bedenken zu Hybrid Cloud und SOA in Kürze
Die Beziehung zwischen SOA und einer Hybrid Cloud-Umgebung hat ihre Vorzüge, aber auch Tiefpunkte. Einer davon sind die potenziellen Performance-Probleme, wenn der Anwendungs-Workflow zwischen Public und Private Cloud pendelt. Bei gewöhnlichen SOA-Anwendungen, die in einem Rechenzentrum laufen, kann das Netzwerk ordentlich effiziente Workflows zwischen den Komponentenzielorten unterhalten. Werden hingegen Daten über ein WAN in die Cloud bewegt, kann es zu Verzögerungen, Datenpaketverlusten und gelegentlich sogar zu Sicherheitsproblemen kommen.
Der Komponenten-Registrierungsprozess für SOA-Anwendungen in einer Hybrid Cloud hat ebenso seine Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählt, dass die Public Cloud benutzt werden kann, um eine Komponente zu hosten, die wegen eines Systemausfalls nicht mehr läuft. Das schafft eine Failover-Option für die Anwendung. Wenn die Anwendungs- und Workflow- oder System-Bus-Prozesse die Verwendung multipler Komponenten-Instanzen unterstützen, so lässt sich dies über die SOA-Registrierung managen.
Das Hosten einer Komponente in der Public Cloud ist für den Anwender und die IT transparent – es sei denn, das UDDI wird geprüft. Das allerdings kann den Anwender Public Cloud-Nutzungsgebühren kosten, wenn die Komponente oder Anwendung bei der Systemwiederherstellung nicht mehr läuft. Teil jeder SOA-Management-Prozedur für Hybrid Cloud-Anwendungen sollte Schritte beinhalten, die sicherstellen, dass Public Hosting nur dann zum Einsatz kommt, wenn es notwendig ist.
Wegen der Service-Natur von SOA-Software erfolgt der Zugriff auf Anwendungen zudem entweder durch ein GUI oder durch APIs und ein Third-Party GUI-Tool. Wenn eine SOA in der Cloud genutzt wird, ist es wichtig, dass die GUI den Mechanismus zur Adressierung der Anwendungen unterstützt. In den meisten Fällen wird dies UDDI oder DNS oder beides sein. Es fällt in die Verantwortung des Cloud-Anwenders, sicherzustellen, dass verbundene Verzeichnisse stets upgedatet werden. Das bedeutet, sie müssen sowohl für das Rechenzentrum als auch für die Public Cloud zugänglich sein.
(ID:35119370)