Dass sich IT-Reseller zumindest teilweise zu Cloud-Beratern wandeln müssen, klingt wie eine Binsenweisheit. Doch wenn es stimmt, wie soll das gehen? mspStack will dafür Antworten haben.
Im Whitepaper für IT-Dienstleister von ChannelXperts, wird die Rolle von IT-Dienstleistern im Cloud-Kontext hinterfragt.
(Bild: ra2 studio - Fotolia.com)
Karl-Martin Haaf, Geschäftsführer bei ChannelXperts
(Bild: channelXperts)
Karl-Martin Haaf, ehemals Channel-Chef der HP-Software-Sparte, berät inzwischen Unternehmen in Sachen „Channel“. Der jetzige Geschäftsführer des Beratungsunternehmens ChannelXperts hat vor diesem Hintergrund ein Whitepaper für IT-Dienstleister veröffentlicht, welches Erfahrungen in Hinblick auf deren „Cloud-Readyness“ thematisiert.
Zur Person
> Karl-Martin Haaf, Geschäftsführer bei ChannelXperts, begleitet Unternehmen mit seinem Team beratend beim Auf- und Ausbau eines indirekten Vertriebskanals. Dabei baut Haaf auf eigene Erfahrungen – so war er unter anderem bei Compaq, HP und Matrix42 für die Channel-Strategie und deren Umsetzung verantwortlich.
[ www.channelxperts.com ]
Die Cloud pflügt den Markt um
Cloud Computing ist jedoch mehr als ein technisches Vehikel; mehr als nur eine Bereitstellungsmethode, denn es wirkt sich auch auf die Tätigkeiten im Tagesgeschäft des Channels aus. Um nicht um den heißen Brei herumzureden: Nur Wertschöpfung kann vergütet werden. Fällt Partner-Wertschöpfung durch Cloud Computing weg, fällt Umsatzpotenzial weg. Die Zeit, in der IT-Dienstleister relativ viel Umsatz generieren konnten, indem sie einfach eine CD- oder DVD-ROM von A nach B transportierten und installierten, ist vorbei. Allerspätestens mit der Cloud.
Herausforderungen und Probleme
Die Herausforderung wird in besagtem Paper der ChannelXperts-Berater folgendermaßen beschrieben: „Seit 2010 erfährt die Branche aber eine massive Veränderung – die Cloud ist auf dem Vormarsch und mit ihr die Möglichkeit, Bandbreiten, Dienste und Lizenzen nach Bedarf auszuweiten. Ein Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie IT-Infrastrukturen in Zukunft aufgebaut, genutzt und finanziert werden.“
In einigen Geschäftsbereichen gibt es zudem immer mehr Standardisierung statt Prozessanpassung und Customizing. Solche Trends kommen bei Cloud Computing und As-a-Service-Modellen zusammen und verkleinern tendenziell die Wertschöpfungsmöglichkeiten des Partners.
Auch Hardware wandert in die Cloud
Heutzutage müssen Kunden nicht mehr zwingend auf On-Premise-Systeme setzen. Dies ermöglicht den Herstellern, ihre Assets in einer Datacenter-Infrastruktur zu konsolidieren, die sie selbst warten und kontrollieren können. Weit verstreute Datacenter werden seltener, ist man bei ChannelXperts überzeugt.
Langfristig gelte sogar: „Egal, ob privat, öffentlich oder hybrid, alles wird sich in der Cloud abspielen.“ Dieser These kann man zustimmen oder nicht. Und auch Sätzen aus dem Whitepaper wie „Auch im Bereich Hardware verlagert sich derzeit vieles in die Cloud“, könnte man überspitzt entgegenhalten, dass es gar keine Cloud gäbe, sondern nur die Server anderer Leute.
Der Weg in die Cloud
Aber der Kernthese, dass „sich jeder einzelne Player im IT- Channel verändern muss, um weiterhin im Spiel mit der „IT aus der Cloud“ dabei zu sein“, lässt sich schwer widersprechen. Das Paper der Channelexperten, welches im Fazit etwas monothematisch die Dienste des Anbieters MspStack als Lösung präsentiert, beschreibt und bespricht dennoch verschiedene wichtige Schritte und Denkansätze, die bei der Neupositionierung eines Systemhauses beziehungsweise eines IT-Dienstleistungsunternehmens in neue Cloud-Gefielde helfen. Es benennt folgende Ziele:
Unternehmenspositionierung überdenken
Den strategischen Business-Fokus klar definieren
Eine private Cloud anbieten
Die besten Angebote und Lösungen für Kunden finden
Herstellerunabhängigkeit mit eigenen Service-Bundles
Ein „always-on“ Serviceteam etablieren
Veränderte Einkünfte und Vertriebsprovisionen
Die Cloud „leben“
Zum MSP werden
Im Rahmen seiner Beratungstätigkeit für IT-Dienstleister sowie Hersteller wie MspStack, beschäftigt sich Haaf mit Herausforderungen, die die Cloud an den Channel stellt. Nach seiner Überzeugung sichert nur eine Transformation hin zum Managed Services Provider (MSP) langfristigen Erfolg im indirekten Kanal. Allerdings seien Cloud-Lösungen nicht perfekt, und Fehler können jederzeit, rund um die Uhr, auftreten. Nur wenn sich die Support-Teams darauf eingestellt haben, können die Channel-Partner ihren Kunden den Service bieten, den sie benötigen.
Die Rolle von mspStack
Es ist sicher kein Zufall, dass einer der Klienten Haafs die Firma MspStack ist, die Managed Service Provider aus diesem Marktumfeld adressiert und die im Fazit des Whitepapers als Lösung für verschiedene Herausforderungen der Cloud-Ära präsentiert wird. Dort heißt es: „Lösungsanbieter wie beispielsweise MspStack unterstützen IT-Dienstleister beim Wandel zum Managed Service Provider (MSP): dank flexibler White-Label-Lösungen können IT-Dienstleister ihren Kunden Cloud-Services out of the box anbieten und somit schnell als MSP agieren.“
Vereinbarung nötig
Dieses Dashboard der MspEngine zeigt unter anderem eine Übersicht der ausgewählten Cloud Services inklusive Nutzungsinformationen.
(Bild: mspStack)
Managed Service Provider greifen als Kunden von MspStack online auf eine Reihe von Cloud-Services zu, die dann wiederum den Kunden bereitgestellt werden. Aktuell gibt es in dem Portfolio unter anderem: Data Services, Desktop Services, Identity Services und Communication Services. Hinzu sollen in nächster Zeit Cloud-Dienste aus den Bereichen Application, Mobility, Infrastructure, Helpdesk und Server kommen. Der Zugriff auf diese Dienste ist erst nach Abschluss eines Master Service Agreements möglich
Stand: 08.12.2025
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Das Portfolio
Das Unternehmen MspStack liefert über das hauseigene Portal MspEngine ein Portfolio an White-Label-Cloud-Produkten aus, die MSPs an ihre Kunden weiterverkaufen können. Neben Online-Backup, Cloud-Server und Cloud-Desktop bietet das Unternehmen aber auch klassische Hardware, die so genannten MspCubes.
Der Ansatz von MspStack im Software-Bereich, beziehungsweise den Software-Diensten lautet nicht, das Rad jedesmal neu zu erfinden. Vielmehr wird es – Speiche für Speiche – aus bestehenden Diensten zusammengebaut. So wird auf Dienste von beispielsweise Microsoft und VMware zurückgegriffen, um vermarktbare Cloud-Desktop-Umgebungen zusammenzustellen.