Open Source Business Alliance (OSBA) „SCS-Standards“ kümmert sich um Sovereign Cloud Stack

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Der Sovereign Cloud Stack (SCS) wird erwachsen: Der Status als gefördertes Forschungsprojekt läuft aus und so übernehmen künftig Mitglieder der Open Source Business Alliance (OSBA) Finanzierung und Weiterentwicklung des Open-Source-Projekts in die Hand.

Sovereign Cloud Stack (SCS): OSBA und Mitgliedsunternehmen gründen das Forum „SCS-Standards“ für Standards und Zertifizierungen hinsichtlich des SCS sowie deren Weiterentwicklungen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Sovereign Cloud Stack (SCS): OSBA und Mitgliedsunternehmen gründen das Forum „SCS-Standards“ für Standards und Zertifizierungen hinsichtlich des SCS sowie deren Weiterentwicklungen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Seit Juli 2021 ist Sovereign Cloud Stack (SCS) ein unter anderem vom Bund gefördertes Forschungsprojekt. und bei der Open Source Business Alliance (OSBA) angesiedelt, dem Bundesverband für digitale Souveränität, einem eingetragenen Verein. Doch dieser Status wird sich zum Jahresende ändern.

Die Zukunft des SCS

Das Forschungsprojekt endet als solches wie geplant am 31. Dezember 2024. Für die Absicherung der zentralen Ergebnisse und die Weiterentwicklung der Standards hinter SCS haben die OSBA und bisher 14 ihrer Mitgliedsunternehmen vorgesorgt: Sie gründen zum Start des Jahres 2025 das „Forum SCS-Standards“. Dieser Zusammenschluss innerhalb der OSBA wird die Standards und Zertifizierungen weiterentwickeln und verwalten. So soll in Zukunft die Qualitätssicherung abgesichert werden. Die Nutzer des Sovereign Cloud Stack einschließlich des gesamten Ökosystems sollen damit auf eine zukunftsfähige Cloud-Technologie bauen können.

SCS-Ziele bleiben bestehen

Der Sovereign Cloud Stack (SCS) ist eine offene, europäische Cloud-Infrastruktur, die darauf abzielt, digitale Souveränität zu gewährleisten. Er stellt die technologischen Grundlagen für die Umsetzung von Cloud-Diensten bereit, die die Kontrolle über Daten und Anwendungen in den Händen der Nutzer belassen. Der SCS fördert Interoperabilität und offene Standards, um eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern zu ermöglichen und die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern zu reduzieren.

„In der IT-Industrie steht der SCS für Qualität, Transparenz, Interoperabilität und Wechselbarkeit. Um diese Werte zu schützen, wird ein wesentlicher Kern, nämlich das Thema Standardisierung und Zertifizierung, im neu zu gründenden Forum SCS-Standards fortgesetzt“, erläutert Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der OSBA.

Partner der ersten Stunde

SCS muss auch ohne staatliche Förderungen weiterentwickelt werden. Insgesamt haben die bisher 14 am Forum beteiligten Unternehmen zusammen ein Jahresbudget von 257.000 Euro gestellt. Weitere Unternehmen haben zudem Interesse bekundet, die Idee von SCS und den gemeinsamen Standards zu unterstützen. Bisher gehören zu den Gründungsmitgliedern: Artcodix, B1-Systems, Cloud&Heat Technologies, Dataport AöR, dNation, Osism, Plusserver, ScaleUp Technologies, Secunet Security Networks, Stackxperts, SysEleven, Syself, Wavecon und Yorizon.

Die Gründungsmitglieder des SCS-Forums sind Verbandsmitglieder der OSBA, auch weitere Mitglieder können als Gestalter, Berater oder Förderer beitreten. Entsprechend werden unterschiedliche Mitgliedsbeiträge gezahlt, die darüber hinaus auch noch nach Unternehmensstärke gestaffelt sind. Die Gründungsmitglieder arbeiten jetzt, rund zweieinhalb Monate vor der offiziellen Gründung, zusammen. Die Gründungsmitglieder sind Cloud Service Provider, Rechenzentren, Integratoren, Entwickler, Sicherheits- und Schulungsexperten.

„Unser Anspruch ist es, am 1. Januar 2025 die Ergebnisse zum Thema SCS-Standards aus dem SCS-Projekt zu übernehmen und dann vollständig arbeitsfähig zu sein. Wir wollen ab 2025 Zertifizierungen durchführen können und die Unternehmen auszeichnen, die die anspruchsvollen Vorgaben bezüglich der SCS-Standards erfüllen“, erläutert ein Interimssprecher des Forums, Ralph Dehner von B1 Systems.

Digitale Souveränität als gemeinnütziges Ziel

„Durch das Engagement der Gründungsmitglieder für das Forum SCS-Standards innerhalb der OSBA wird der gemeinnützige Ansatz, die Offenheit der Standards und der gleiche Zugang für alle Marktteilnehmer fest verankert“, findet der Vorstandsvorsitzender der OSBA, Peter Ganten. SCS ist ein wesentlicher Beitrag zur digitalen Souveränität in Deutschland und Europa.

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