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Commvault bietet alternative Backup-Lösung an Salesforce stellt Dienst für Datenwiederherstellung ein

Autor: Elke Witmer-Goßner

Salesforce stellt seinen Service „Data Restoration“ zum 31. Juli 2020 ein. Der Datenwiederherstellungsdienst wurde – als Legacy-Prozess – als letztes Mittel eingesetzt, um Daten in Salesforce zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherstellen zu können.

Unter dem Suchbegriff „Backup“ finden sich auf Salesforce AppExchange empfehlenswerte Alternativen zum bald endenden Service.
Unter dem Suchbegriff „Backup“ finden sich auf Salesforce AppExchange empfehlenswerte Alternativen zum bald endenden Service.
(Bild: © wsf-f - adobe.stock.com)

Laut Salesforce habe das Vertrauen der Kunden oberste Priorität. Der Datenwiederherstellungsprozess entspreche aber aufgrund der Dauer und Zuverlässigkeit des Prozesses nicht den hohen Anforderungen an die Kundenzufriedenheit. Dieser Prozess dauere mindestens sechs bis acht Wochen, ohne dass man danach eine 100-prozentige Datenwiederherstellung garantieren könne. Daher werde dieser Service ab Ende Juli dieses Jahres nicht mehr angeboten.

Das Unternehmen bietet stattdessen Alternativen zur routinemäßigen Sicherung der Daten an, die ohne zusätzliche Kosten für Kunden verfügbar sind. U.a. Tools wie Data Loader stehen zur manuellen Wiederherstellung ihrer Daten zur Verfügung. Dabei sei es wichtig, die Reihenfolge zu beachten, in der die Daten wiederhergestellt werden, um die Beziehungen und die Verbindung zu Bezugsdatensätzen beizubehalten.

Optionen zur Sicherung nativer Daten

Die folgenden Optionen werden den Kunden als Methode zur Sicherung ihrer Daten angeboten:

  • Datenexport-Service: Manuelle oder geplante Exporte von Sicherungsdaten aus Salesforce über die Benutzungsoberfläche.
  • Daten-Loader: Manuelle oder geplante Exporte von Daten auf Anforderung über die API.
  • Bericht exportieren: Manuelle On-Demand-Exporte der Daten über Berichte.
  • Für Premier-Kunden steht außerdem ein spezieller Accelerator zur Verfügung.

Alternativen auf dem Marktplatz

Über die Salesforce-Tools hinaus gibt es aber auch verschiedene Angebote von Drittanbietern, die von Salesforce-Partnern in AppExchange genutzt werden können. Einige dieser Optionen seien laut Salesforce sogar umfassender, da sie beispielsweise Backups sowohl für die Daten als auch für die Metadaten automatisieren können und zudem einen Mechanismus zur Verfügung stellen, mit dem diese Daten einfach wiederhergestellt werden.

Nach dem Aus des Salesforce-eigenen Data-Recovery-Services bietet sich als alternative Backup-Lösung zum Beispiel Commvault an, die sowohl durch den Single-Plattform-Ansatz als auch eine einheitliche Verwaltung über das intuitive User-Interface überzeugen will. Unternehmen sollen zudem von folgenden Vorteilen profitieren können:

  • Data-Masking: Personenbezogene Daten werden bei Abfragen anonymisiert, wodurch Unternehmen sowohl eigene Compliance-Vorschriften als auch die Datenschutzgrundverordnung einhalten können.
  • Sicherung der Daten im lokalen Rechenzentrum (zusätzlich zur „Cloud to Cloud“-Option): Durch die lokale Speicherung der Backups im lokalen Rechenzentrum bleiben Unternehmen im Besitz ihrer Daten. Analysen der vorhandenen Daten und Reports müssen nicht in der Salesforce-Cloud durchgeführt werden, sondern können lokal mittels einer eigenen Datenkopie erfolgen.
  • Total Cost of Ownership: Durch geringere Abfragen in Salesforce (Governor Limit) sollen deutlich Kosteneinsparungen zu erzielen sein. Auch der Bandbreitenbedarf sei geringer. Weiterhin hätten Reports und Analysen so keinerlei Einfluss auf die Performance der Produktivumgebung.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de