Für KI-Innovationen im Produktbetrieb Red Hat stellt Enterprise Linux AI allgemein zur Verfügung

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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Der Open-Source-Lösungsanbieter Red Hat stellt die Lösung Red Hat Enterprise Linux AI nun der Allgemeinheit zur Verfügung. Anwender haben damit die Möglichkeit, generative KI-Modelle zu entwickeln, zu testen und einzusetzen.

RHEL AI ist nun allgemein verfügbar und soll die Eintrittsbarrieren beim Thema KI beseitigen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
RHEL AI ist nun allgemein verfügbar und soll die Eintrittsbarrieren beim Thema KI beseitigen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Die Lösung Red Hat Enterprise Linux AI, kurz RHEL AI, ist nun in der Hybrid Cloud allgemein verfügbar. Dabei handelt es sich um die grundlegende Modellplattform des Open-Source-Lösungsanbieters Red Hat. Anwender haben damit die Möglichkeit, generative KI-Modelle zur Unterstützung von Unternehmensanwendungen zu entwickeln, zu testen und einzusetzen.

RHEL AI vereint die Open-Source-lizenzierte Granite-Large-Language-Model-Familie und die InstructLab-Modell-Alignment-Tools, die auf der Methode Large-scale Alignment for ChatBots (LAB) basieren. Die Lösung ist als optimiertes, bootfähiges RHEL-Image für die Bereitstellung einzelner Server in der Hybrid Cloud paketiert.

„Damit Applikationen der generativen KI im Unternehmen wirklich erfolgreich sein können, müssen sie einer breiteren Gruppe von Organisationen und Anwendern zugänglich gemacht werden und für spezifische Geschäftsanforderungen besser nutzbar sein. RHEL AI bietet Domain-Experten, nicht nur Data Scientists, die Möglichkeit, zu einem zweckgebundenen generativen KI-Modell in der Hybrid Cloud beizutragen und gleichzeitig IT-Organisationen in die Lage zu versetzen, diese Modelle über Red Hat OpenShift AI für den Produktivbetrieb zu skalieren“, erklärt Joe Fernandes, Vice President und General Manager, Foundation Model Platforms, Red Hat.

Zugängliche generative KI

RHEL AI zielt darauf ab, generative KI zugänglicher, effizienter und flexibler zu gestalten. So unterstützt die AI-Lösung unter anderem bei:

  • der Förderung von Innovationen der generativen KI. Der Anbieter verspricht unternehmenstaugliche Open-Source-lizenzierten Granite-Modelle, die auf zahlreiche Anwendungsfällen der generativen KI abgestimmt seien.
  • der Anpassung von KI-Modellen an betriebliche Anforderungen. Ermöglicht wird das mit dem InstructLab-Tooling. Dadurch sollen Domain-Experten und Entwickler auch ohne umfassende Data-Science-Kenntnisse in der Lage sein, ihre Modelle mit individuellen Fähigkeiten und Kenntnissen anzureichern.
  • dem Training und der Bereitstellung der generativen KI über die Hybrid Cloud. Zu diesem Zweck werden alle Tools zur Verfügung gestellt, die für das Tuning und das Deployment von Modellen für Produktionsserver erforderlich sind – unabhängig davon, wo die zugehörigen Daten gespeichert sind. Zusätzlich offeriert RHEL AI den sofortigen Einstieg in Red Hat OpenShift AI, damit Modelle in großem Umfang mit denselben Tools und Konzepten trainiert, getunet und bereitgestellt werden können.

Bei RHEL AI sollen außerdem die Vorteile einer Red Hat Subscription ersichtlich werden, die eine vertrauenswürdige Produktdistribution für Unternehmen, einen 24x7-Support, einen erweiterten Support für den Lebenszyklus des Modells und den rechtlichen Schutz durch Open Source Assurance verspricht.

Jim Mercer, Program Vice President, Software Development, DevOps & DevSecOps, IDC, fügt hinzu: „Bei den Vorteilen der KI für Unternehmen sind auch die Größe der KI-Modelllandschaft und die inhärente Komplexität bei der Auswahl, dem Tuning und der Pflege von internen Modellen zu beachten. Kleinere, zweckgebundene und breiter zugängliche Modelle können KI-Strategien für eine größere Gruppe von Anwendern und Unternehmen realisierbar machen, und das ist der Bereich, auf den Red Hat mit RHEL AI als grundlegende Modellplattform abzielt.“

RHEL AI in Cloud-Umgebungen

Als Erweiterung des Hybrid-Cloud-Portfolios soll RHEL AI Red Hat zufolge nahezu jede mögliche Unternehmensumgebung abdecken können – von On-Premises-Rechenzentren über Edge-Umgebungen bis hin zur Public Cloud. Um das zu gewährleisten, wird die Lösung von Original Equipment Manufacturer-Partnern von Red Hat und bei namhaften Cloud-Anbietern, wie AWS, Google Cloud Platform (GCP), IBM Cloud und Microsoft Azure, verfügbar sein. Entwicklern und IT-Organisationen soll damit die Möglichkeit geboten werden, Leistungen der Hyperscaler-Rechenressourcen zu nutzen, um mit RHEL AI KI-Konzepte zu entwickeln.

Interessierte haben Zugriff auf die Lösung über das Red Hat Customer Portal für die On-Premises-Nutzung oder als BYOS (Bring Your Own Subscription)-Angebot auf AWS und IBM Cloud. Das BYOS-Angebot auf Azure und GCP soll ab dem vierten Quartal 2024 verfügbar sein – auf IBM Cloud as a Service ist die Verfügbarkeit ebenfalls noch für dieses Jahr geplant. Weitere RHEL-AI-Cloud- und OEM-Partner sollen in den kommenden Monaten hinzukommen, für noch mehr Auswahl in Hybrid-Cloud-Umgebungen.

„IBM ist bestrebt, Unternehmen bei der Entwicklung, der Bereitstellung und der schnellen Skalierung effizienter KI-Modelle zu unterstützen. RHEL AI on IBM Cloud bringt Open-Source-Innovationen an die vorderste Front bei der Einführung von generativer KI. Dadurch können mehr Unternehmen und einzelne Anwender auf die Leistungsfähigkeit der KI zugreifen, sie skalieren und nutzen. Mit RHEL AI, das die Vorteile von InstructLab und IBMs Granite-Modellfamilie vereint, erzeugen wir Modelle der generativen KI, die Nutzern dabei helfen werden, echte geschäftliche Erfolge unternehmensweit zu realisieren“, kommentiert Hillery Hunter, CTO und General Manager of Innovation, IBM Infrastructure, die Zusammenarbeit.

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