Toms Wochentipp: Private Arbeitsbereiche im KI-Assistenten Lumo Proton erweitert Datenisolation und Kontextverwaltung in Lumo

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Mit Version 1.3 erweitert Proton den KI-Assistenten Lumo um projektbezogene Workspaces. Die neue Struktur bündelt Chats, Dateien und Parameter je Aufgabe, trennt Daten kryptografisch und erhält vollständige Datenhoheit. Lumo verarbeitet Anfragen kontextbezogen ohne Nutzung der Inhalte für KI-Training.

Proton Lumo erhält Projekte für die bessere Strukturierung. Die Arbeit mit Lumo und Projekten ist eingeschränkt auch kostenlos möglich. (Bild:  Joos - Proton)
Proton Lumo erhält Projekte für die bessere Strukturierung. Die Arbeit mit Lumo und Projekten ist eingeschränkt auch kostenlos möglich.
(Bild: Joos - Proton)

Mit Version 1.3 ihres KI-Assistenten Lumo erweitert die Schweizer Proton AG die Funktionsarchitektur um projektbezogene Arbeitsbereiche. Die Neuerung zielt auf eine strukturierte Kontextverwaltung innerhalb der KI-Interaktion und verbindet diese mit einer Trennung gespeicherter Inhalte. Die Einführung erfolgt nach der Etablierung von Lumo im Sommer 2025 und der späteren Bereitstellung von Lumo for Business für Unternehmensumgebungen.

Project Workspaces mit Proton Lumo

Im Mittelpunkt der Aktualisierung steht die Funktion Projects. Jeder Project-Workspace bündelt Chats, hochgeladene Dateien und konfigurierbare Parameter innerhalb eines abgeschlossenen Kontexts. Lumo greift bei jeder Sitzung auf diesen vollständigen Projektkontext zu und verarbeitet Anfragen entlang der hinterlegten Inhalte. Die Architektur vermeidet eine Vermischung projektfremder Daten und unterstützt parallele Aufgaben mit abgegrenzten Informationsräumen.

Die Datenspeicherung erfolgt pro Project-Workspace getrennt und verschlüsselt. Proton setzt weiterhin auf Zero-Access-Verschlüsselung, sodass ausschließlich autorisierte Endgeräte Zugriff auf Inhalte erhalten. Laut Anbieter fließen weder Chats noch Dokumente in das Training von KI-Modellen ein. Die Kontrolle über gespeicherte Informationen verbleibt vollständig bei den jeweiligen Konten, unabhängig von der Anzahl aktiver Projekte.

Anbindung an Proton Drive

Eine direkte Anbindung an Proton Drive erweitert die Arbeitsweise innerhalb der Workspaces. Dokumente aus dem Cloud-Speicher lassen sich in Projekte einbinden und stehen dem Assistenten als zusätzlicher Kontext zur Verfügung. Die Integration folgt dem bestehenden Sicherheitsmodell des Speicherdienstes und übernimmt dessen Verschlüsselungsmechanismen ohne separate Ablagepfade.

Die neue Struktur ergänzt das bestehende Angebot von Lumo for Business, das seit November 2025 für den kommerziellen Einsatz verfügbar ist. Diese Variante richtet sich an Organisationen mit erhöhten Anforderungen an Vertraulichkeit und regulatorische Kontrolle. Der Dienst nutzt quelloffene Sprachmodelle und betreibt die Infrastruktur ausschließlich in europäischen Rechenzentren.

Hier lassen sich neue Projekte in Lumo erstellen. (Bild:  Joos - Proton)
Hier lassen sich neue Projekte in Lumo erstellen.
(Bild: Joos - Proton)

Im Unterschied zur eingeschränkt nutzbaren freien Variante erfordert Lumo for Business ein Abonnement. Der Einstiegspreis liegt bei zwölf Schweizer Franken pro Nutzer und Monat. Enthalten sind unbegrenzte Anfragen, priorisierte Modellzugriffe und frühzeitiger Zugriff auf neue Funktionen wie die Project-Workspaces. Eine lokale Integration oder zusätzliche IT-Infrastruktur ist nicht vorgesehen, da die Nutzung über bestehende Clients für Web und mobile Plattformen erfolgt.

Mit Version 1.3 verschiebt Proton den Fokus von einzelnen KI-Dialogen hin zu dauerhaft strukturierten Arbeitskontexten. Die Kombination aus projektbezogener Datenisolation, vollständiger Verschlüsselung und integrierter Dokumentenanbindung positioniert Lumo stärker als Werkzeug für kontinuierliche Aufgabenbearbeitung in sicherheitskritischen Umgebungen.

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