„PlusKI“ Plusserver stellt souveräne KI vor

Von Dr. Dietmar Müller 3 min Lesedauer

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Behörden, der datensensible Mittelstand und Banken haben erheblichen Bedarf nach einer künstlichen Intelligenz, in der die Daten zu 100 Prozent sicher und souverän genutzt werden können. Plusserver hat daher PlusKI entwickelt – eine Version 0.5 kann heute schon getestet werden, die Vollversion wird für das zweite Quartal 2024 erwartet.

Behörden, der datensensible Mittelstand und Banken haben erheblichen Bedarf nach einer künstlichen Intelligenz.(Bild:  frei lizenziert, geralt / Pixabay)
Behörden, der datensensible Mittelstand und Banken haben erheblichen Bedarf nach einer künstlichen Intelligenz.
(Bild: frei lizenziert, geralt / Pixabay)

Offiziell nutzen aktuell 13,3 Prozent der Unternehmen in Deutschland künstliche Intelligenz (KI), 9,2 Prozent planen den Einsatz, weitere 37 Prozent diskutieren noch. Das ist das Ergebnis einer neuen ifo-Konjunkturumfrage und für Alexander Wallner, CEO von Plusserver ein Problem. Ein großes sogar für Behörden, Finanzinstitute und den deutschen Mittelstand, sagt er. Denn bislang gebe es neben den Hyperscalern noch keinen Anbieter, „der KI konsumierbar macht und gleichzeitig die Sicherheit der Daten gewährleisten kann“. Aber die Hyperscaler ließen in puncto Souveränität und Sicherheit zu wünschen übrig, so Wallner in einer virtuellen Konferenz Ende September.

Das könne nicht so bleiben, zumal Großunternehmen wie Merck, Siemens und zuletzt das Drogerieunternehmen dm bereits eigene KI-Anwendungen entwickeln, die auf der Technik von OpenAI & Co. basieren. Die dafür benötigten Daten seien „teilweise hochgradig sensibel“. Das Problem könne unter dem Begriff der Datensouveränität summiert werden, so Wallner

PlusKI setzt auf die PlusCloud auf

Christian Schmitz, Director Open Source bei Plusserver, konnte jedoch eine Lösung für das Problem präsentieren: die neue Open-Source-basierte KI-Plattform „PlusKI“. Das Fundament bildet die PlusCloud, darauf setzt ein ID-Manager auf, in den Anwender auch ihre eigene ID-Verwaltung integrieren können. Hardwareseitig stehen verschiedene GPU-Kombinationen in BSI-C5-testierten und DSGVO-konformen Rechenzentren zur Verfügung.

Die Plattform erlaube es Unternehmen künftig verschiedene KI-Modelle Use-Case-spezifisch auswählen zu könnten, Schmitz sprach in diesem Zusammenhang von „Multimodalität“. Gleichzeitig könnten Anwender dabei auf ihre eigenen sensiblen Daten für Trainingszwecke zurückgreifen. Das Leistungspaket zur Plattform umfasst u.a. die Bereitstellung von Hardware und Software, die Konfiguration, sowie die Verwaltung in der Pluscloud open.

PlusKI steht in der Version 0.5 im „Early Access“-Modus zum Ausprobieren bereit.(Bild:  Plusserver)
PlusKI steht in der Version 0.5 im „Early Access“-Modus zum Ausprobieren bereit.
(Bild: Plusserver)

PlusKI steht in der Version 0.5 im „early access“-Modus auf der Plusserver-Site zum Ausprobieren bereit, so Schmitz. „Das Zusammenspiel von Hardware, Netzwerk, Software und Cloud ist hochkomplex, gerade im Bereich Cloud-KI. Die Anforderungen an eine entsprechende Plattform sind hoch, was es gerade Unternehmen im Mittelstand sowie öffentlichen Einrichtungen kaum ermöglicht, diese selbst aufzubauen oder zu betreiben. Damit auch Firmen mit einem hohen Datenschutzbewusstsein von der KI profitieren können, bieten wir bei Plusserver künftig sicher konsumierbare Künstliche Intelligenz an.”

Integration diverser LLMs möglich

Die Oberfläche von PlusKI ist an bekannte Tools wie ChatGPT oder OpenAI angelehnt.(Bild:  Plusserver)
Die Oberfläche von PlusKI ist an bekannte Tools wie ChatGPT oder OpenAI angelehnt.
(Bild: Plusserver)

Die Oberfläche von PlusKI ist an bekannte Tools wie ChatGPT oder OpenAI angelehnt, die Nutzung erfolgt im Chat-Modus. Der Anwender fragt also, wie er ein bestimmtes Problem lösen soll bzw. kann, und die KI zeigt ihm die dafür notwendigen Schritte auf oder erstellt dafür einen Software-Code, zur Not auch in Cobol. Im Prinzip beherrsche PlusKI (fast) jede Programmiersprache, so Schmitz.

Aktuell trainiere Plusserver seine eigene KI – „wie alle anderen Firmen derzeit auch“, so Schmitz -, um den Mitarbeitern letztlich Zugang zu diversen internen Run- und Playbooks zu geben. PlusKI kann auf seiner Plattform aber prinzipiell jedes von Large Language Models (LLM) integrieren, aktuell sind das u.a. OpenChat 13B, T-st Chat-T5 und Vicuna 13B. Die Einbindung anderer LLMs wird über einen „PlusKI Manager“ verwaltet.

Die „volle PS-Zahl“ soll im kommenden Jahr die Version 1.0 „auf die Straße bringen“.(Bild:  Plusserver)
Die „volle PS-Zahl“ soll im kommenden Jahr die Version 1.0 „auf die Straße bringen“.
(Bild: Plusserver)

„Die volle PS-Zahl wird aber erst die Version 1.0 auf die Straße bringen, so der Open Source-Experte weiter. Diese werde im zweiten Quartal des kommenden Jahres erhältlich sein. Ab da ist es auch erst möglich, das Tool mit eigenen und sensiblen Daten zu füttern. „Diese laufen dann zu 100 Prozent auf der Infrastruktur von Plusserver und damit im deutschen Rechtsraum. Anwender werden damit 100 Prozent digital souverän“, erläuterte Wallner. Das wird sie voraussichtlich um die 2.000 Euro im Monat kosten, teilte er ebenfalls mit.

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