Vom Framework zum anpassbaren Cloud-Betriebssystem

OpenStack im Detail erklärt

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Die OpenStack-Distributionen: die Qual der Wahl

Die Umstellung eines unternehmenseigenen Rechenzentrums auf OpenStack lässt sich auf einem von zwei Wegen bewerkstelligen. Zum einen besteht die Möglichkeit, die OpenStack-Migration in Eigenregie zu implementieren. Dieser Weg empfiehlt sich vor allem für IT-Unternehmen mit stark ausgeprägten internen Kompetenzen im Bereich der Virtualisierung und Sicherheit.

Zum anderen kann man externe Unterstützung eines OpenStack-Distributionsanbieters zu Rate ziehen (siehe Kasten „OpenStack-Distributionen im Überblick“) und den eigenen Fachkräften die Aufsichtsrolle übertragen.

In beiden Fällen gilt es, die gewünschten Workloads und andere relevante Eigenschaften der avisierten Lösung vorab zu definieren und sich dann, falls angebracht, mit den verschiedenen Distributionen auseinander zu setzen.

Googles Trendbarometer deutet offenbar darauf hin, dass das Interesse an OpenStack gegenüber den Lösungen vom Platzhirsch VMware ununterbrochen wächst (Mai 2015, http://www.google.com/trends/)
Googles Trendbarometer deutet offenbar darauf hin, dass das Interesse an OpenStack gegenüber den Lösungen vom Platzhirsch VMware ununterbrochen wächst (Mai 2015, http://www.google.com/trends/)
(Bild: Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska)

VMware unterstützt im Übrigen OpenStack-Virtualisierung mit „VIO“, VMware Integrated OpenStack.

Tipp: VMware Integrated OpenStack VIO

Benutzer von vSphere Enterprise Plus (mit und ohne Operations Manager) und vCloud Suite von VMware können VMware Integrated OpenStack kostenfrei nutzen (lediglich der optionale Support ist kostenpflichtig).

Eine geschickte Integration von OpenStack: die Architektur von VMware Integrated OpenStack
Eine geschickte Integration von OpenStack: die Architektur von VMware Integrated OpenStack
(Bild: VMware)

Der OpenStack Application Catalog

Die OpenStack Foundation stellte kürzlich auf der halbjährlichen Konferenz OpenStack Summit in Vancouver (18. bis 22. Mai 2015) einen offiziellen Marktplatz zum Austausch von schlüsselfertigen Lösungen auf der Basis des Cloud-Betriebssystems: das OpenStack Application Catalog (vorerst unter als eine Betaversion verfügbar). Damit folgt die Gemeinde in die Fußstapfen von Pionieren wie dem OpenStack-Distributionsanbieter Mirantis mit dem „Murano Application Catalog“ für „Heat“-basierte Lösungen.

Mitglieder der OpenStack-Gemeinde können Anwendungen in Glance-Images, Heat-Templates und als Murano App-Packages dem Katalog hinzufügen. Der Katalog stellt die Infrastruktur für Peer-Reviews und, in der nahen Zukunft, kontinuierliche Integrationstests bereit. Bereits 2015 sollen die ersten 30 Lösungen Verbundidentitäten (federated identities) unterstützen.

Tipp: OpenStack kostenlos auf die Probefahrt nehmen

Mit dem Dienst Openstack Sandbox können Sie OpenStack auf leistungsstarken Hardware-Cluster der OpenStack Foundation kostenfrei auf die Probefahrt nehmen. Es stehen hier 156 Cores, 1.040 Gigabyte Arbeitsspeicher und 59,1 Terabyte an Blockspeicher zur Verfügung; OpenStack ist auch bereits schon vorinstalliert.

Nach Erhalt einer Genehmigung zum Beitritt zur Facebook-Gruppe „TryStack“ können Nutzer sich auf trystack.org mit Ihrer Facebook-ID für eine kostenlose Probefahrt von OpenStack authentifizieren.
Nach Erhalt einer Genehmigung zum Beitritt zur Facebook-Gruppe „TryStack“ können Nutzer sich auf trystack.org mit Ihrer Facebook-ID für eine kostenlose Probefahrt von OpenStack authentifizieren.
(Bild: OpenStack Foundation)

Die Nutzung des Dienstes zu Testzwecken ist kostenfrei, erfordert jedoch eine Anmeldung zur privaten Facebook-Gruppe „TryStack“:

Vorsicht: Nova-Instanzen in der Sandbox werden nach 24 Stunden zwangsweise heruntergefahren. Alle zwei Tage werden auch die zugehörigen Cinder-Volumes gelöscht. Die Authentifizierung des Root-Benutzers erfolgt im Übrigen mit Hilfe eines Schlüsselpaares.

Die Autoren:

Das Autorenduo Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska arbeiten für Soft1T S.a r.l. Beratungsgesellschaft mbH, McKinley Denali Inc. (USA).

Ergänzendes zum Thema
Das Fazit der Autoren

Logo OpenStack
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( Bild: OpenStack Foundation )
„Die Cloud von morgen basiert auf OpenSource-Technologie“, sagt Bill Franklin, VP of OpenStack Technology Enablement von HP, einem der acht Platinum-Mitglieder der OpenStack Foundation. Viele Anwender sind sich jedoch einig: Die Plattform ist nach wie vor (unnötig) kompliziert. Die OpenStack Foundation zeigt sich zum Glück bemüht, das rasante Innovationstempo zu lenken, um den Einsatz des Frameworks zu vereinfachen.

Ein Marktplatz für schlüsselfertige Lösungen auf OpenStack-Basis ist jedenfalls ein cleverer Schachzug. Der Marktplatz dürfte interessierten Unternehmen die Implementierung des quelloffenen Cloud-Frameworks in eigenen Rechenzentren erleichtern.

Weiterführende Links zum Thema OpenStack

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