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Die OpenStack-Distributionen: die Qual der Wahl
Die Umstellung eines unternehmenseigenen Rechenzentrums auf OpenStack lässt sich auf einem von zwei Wegen bewerkstelligen. Zum einen besteht die Möglichkeit, die OpenStack-Migration in Eigenregie zu implementieren. Dieser Weg empfiehlt sich vor allem für IT-Unternehmen mit stark ausgeprägten internen Kompetenzen im Bereich der Virtualisierung und Sicherheit.
Zum anderen kann man externe Unterstützung eines OpenStack-Distributionsanbieters zu Rate ziehen (siehe Kasten „OpenStack-Distributionen im Überblick“) und den eigenen Fachkräften die Aufsichtsrolle übertragen.
In beiden Fällen gilt es, die gewünschten Workloads und andere relevante Eigenschaften der avisierten Lösung vorab zu definieren und sich dann, falls angebracht, mit den verschiedenen Distributionen auseinander zu setzen.

VMware unterstützt im Übrigen OpenStack-Virtualisierung mit „VIO“, VMware Integrated OpenStack.
Tipp: VMware Integrated OpenStack VIO
Benutzer von vSphere Enterprise Plus (mit und ohne Operations Manager) und vCloud Suite von VMware können VMware Integrated OpenStack kostenfrei nutzen (lediglich der optionale Support ist kostenpflichtig).

Der OpenStack Application Catalog
Die OpenStack Foundation stellte kürzlich auf der halbjährlichen Konferenz OpenStack Summit in Vancouver (18. bis 22. Mai 2015) einen offiziellen Marktplatz zum Austausch von schlüsselfertigen Lösungen auf der Basis des Cloud-Betriebssystems: das OpenStack Application Catalog (vorerst unter als eine Betaversion verfügbar). Damit folgt die Gemeinde in die Fußstapfen von Pionieren wie dem OpenStack-Distributionsanbieter Mirantis mit dem „Murano Application Catalog“ für „Heat“-basierte Lösungen.
Integrierte Cloud-Plattform auf Basis offener Technologien
Pivotal Cloud Foundry und Mirantis OpenStack im Duett
Mitglieder der OpenStack-Gemeinde können Anwendungen in Glance-Images, Heat-Templates und als Murano App-Packages dem Katalog hinzufügen. Der Katalog stellt die Infrastruktur für Peer-Reviews und, in der nahen Zukunft, kontinuierliche Integrationstests bereit. Bereits 2015 sollen die ersten 30 Lösungen Verbundidentitäten (federated identities) unterstützen.
Tipp: OpenStack kostenlos auf die Probefahrt nehmen
Mit dem Dienst Openstack Sandbox können Sie OpenStack auf leistungsstarken Hardware-Cluster der OpenStack Foundation kostenfrei auf die Probefahrt nehmen. Es stehen hier 156 Cores, 1.040 Gigabyte Arbeitsspeicher und 59,1 Terabyte an Blockspeicher zur Verfügung; OpenStack ist auch bereits schon vorinstalliert.

Die Nutzung des Dienstes zu Testzwecken ist kostenfrei, erfordert jedoch eine Anmeldung zur privaten Facebook-Gruppe „TryStack“:
Vorsicht: Nova-Instanzen in der Sandbox werden nach 24 Stunden zwangsweise heruntergefahren. Alle zwei Tage werden auch die zugehörigen Cinder-Volumes gelöscht. Die Authentifizierung des Root-Benutzers erfolgt im Übrigen mit Hilfe eines Schlüsselpaares.
Die Autoren:
Das Autorenduo Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska arbeiten für Soft1T S.a r.l. Beratungsgesellschaft mbH, McKinley Denali Inc. (USA).
Weiterführende Links zum Thema OpenStack
- OpenStack Sandbox (manuelle Genehmigung via Facebook-Gruppe TryStack)
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