OVHcloud bekräftigt sein Open-Source-Engagement Open Invention Network bekommt Verstärkung

Autor: Elke Witmer-Goßner

Der führende europäische Cloud-Anbieter OVHcloud tritt dem Open Invention Network (OIN) bei. Damit will OVHcloud sein Engagement in Bezug auf offene Lösungen bekräftigen und sein Ökosystem durch die Unterstützung der Open-Source-Innovationsgemeinschaft stärken.

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Durch den Beitritt zum Open Invention Network will OVHcloud einen größeren Beitrag zur Open-Source-Community leisten und damit sein offenes Ökosystem bewahren.
Durch den Beitritt zum Open Invention Network will OVHcloud einen größeren Beitrag zur Open-Source-Community leisten und damit sein offenes Ökosystem bewahren.
(Bild: © Argus - stock.adobe.com)

OVHcloud hat sich für den Beitritt zum OIN entschieden, um seine Strategie der offenen Arbeitsweise zu beschleunigen, und verpflichtet sich damit, der OIN-Community sein aktuelles und zukünftiges Linux-System-Patentportfolio zu linzenzieren. Gleichzeitig fordert der Anbieter auch sein gesamtes Partnerökosystem zur aktiven Zusammenarbeit, Innovation und Bereitstellung an offene Communities auf. Der französische Provider will damit seine Glaubwürdigkeit hinsichtlich Transparenz, Reversibilität und Interoperabilität der Produkte sowie seines Engagements für die digitale Souveränität und einen offenen Ansatz für Softwaretechnologie unterstreichen.

Innovation sei ein zentraler Baustein, um Cloud-Anwender zu motivieren, auf Open Source und offene Standards zu setzten, erklärt Miroslaw Klaba, Mitbegründer & VP of Engineering bei OVHcloud. Der Beitritt zum OIN sei ein großer Schritt, um die eigene transparente Innovations-Roadmap weiterzuentwickeln und mit der Community zu teilen. „Durch den Aufbau einer offenen Cloud möchte OVHcloud jedem ermöglichen, frei und sicher Innovationen zu schaffen!“, sagt Klaba.

Gerade im cloud-basierten Umfeld sei es für Entwickler und Unternehmen immer komplizierter, das Patentrisiko zu minimieren, stellt Keith Bergelt, CEO des Open Invention Network, fest, „insbesondere in einem Umfeld, in dem Patenthaie immer aggressiver werden“. Daher freue er sich besonders, dass mit OVHcloud ein großer Anbieter von Cloud-Diensten der OIN-Community beitrete und sich bei zentralen Linux- und angrenzenden Open-Source-Technologien zu einem Aggressionsverzicht bei Patenten verpflichtet habe.

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Das Open Invention Network (OIN)

OIN wurde 2005 gegründet und ist das weltweit größte Sammelbecken von Softwarepatenten für die Open-Source-Community. Ziel ist es, patentrechtliche Reibungsverluste in zentralen Open-Source-Technologien zu vermeiden.
Die offene OIN-Community verzichtet durch gegenseitige unentgeltliche Lizenzierung von Linux-System-Patenten auf Patentaggression bei zentralen Linux- und angrenzenden Open-Source-Technologien. Patente im Besitz des Open Invention Networks werden ebenfalls lizenzgebührenfrei an jede Organisation weitergegeben, die sich bereit erklärt, ihre Patente nicht gegen das Linux-System zu verwenden.
Inzwischen lizenziert das „offene Innovationsnetzwerk“ an rund 2.650 Unternehmen weltweit. Die User verpflichten sich, keine Patentansprüche aus der Verwendung quelloffener Software, die mit den Betriebssystemen GNU oder Linux in Verbindung stehen, geltend zu machen.
So hat beispielsweise Microsoft 60.000 Software-Patente zur Verwaltung an das OIN übergeben. Die Open-Source-Gemeinschaft darf somit Patente von Microsoft lizenzieren, ohne eine Patentverletzung zu riskieren.
Schlüsselanwendungen sind Apache, Eclipse, Evolution, Fedora Directory Server, Firefox, GIMP, GNOME, KDE, Mono, Mozilla, MySQL, Nautilus, OpenLDAP, OpenOffice. org, Open-Xchange, Perl, PostgreSQL, Python, Samba, SELinux, Sendmail und Thunderbird.
Gründungsmitglieder waren 2005 IBM, NEC, Philips, Red Hat, Sony und SUSE. Weitere namhafte Unternehmen kamen hinzu wie beispielsweise Oracle (2007), Google (2013), Univention (2011) und Microsoft (2018).

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de