Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Kommunikationsplattform

Nextcloud 13 vereint File Sync und Talk

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mit Nextcloud Talk sollen Anwender multimedial, geräteübergreifend und verschlüsselt kommunizieren.
Mit Nextcloud Talk sollen Anwender multimedial, geräteübergreifend und verschlüsselt kommunizieren. (Bild: Nextcloud)

Das ab sofort verfügbare Nextcloud 13 soll Unternehmen noch mehr Kontrolle über eigene Daten bieten. Hierfür beinhaltet die Lösung nun eine komplette Kommunikationsplattform für den Eigenbetrieb und verschlüsselt Daten Ende-zu-Ende.

Mit dem jetzt veröffentlichten Release 13 wollen die Nextcloud-Macher einen Spagat schaffen, soll heißen: Sich gleichzeitig auf den Markenkern einer leistungsstarken Lösung für Datensynchronisation und -austausch fokussieren, zusätzlich jedoch weitere multimediale Kommunikationsdienste einbinden.

Dem entsprechend beinhaltet die Software erstmals Nextcloud Talk. Hierunter versteht der Anbieter eine komplette Kommunikationsplattform für Text, Audio und Video – die vom Kunden selbst betrieben werden kann. Die Peer-to-Peer-Lösung (P2P) steht geräteübergreifend zur Verfügung und unterstützt neben verschlüsselten Gesprächen in Echtzeit auch asynchrone Kommunikationsformen. Überdies können Anwender die Kommunikationsfunktionen in Arbeitsprozesse einbinden und etwa mit Kalendereinladungen oder Dateien verknüpfen.

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Als weitere wesentliche Neuerung in Nextcloud 13 präsentiert der Anbieter eine bereits im Vorjahr angekündigte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Clients – der bislang jedoch immer noch der Status einer technischen Preview anhaftet. Wenngleich die Funktion bereits betriebssystemübergreifend bereitgestellt werde, taugt sie noch nicht für den produktiven Einsatz. In den nächsten Monaten will der Hersteller weiter an der Stabilität der Implementierungen arbeiten.

Schließlich wirbt Nextcloud mit einer verbesserten Leistung und zahlreichen Detailverbesserungen. So habe man die LDAP-Performance um 85 Prozent gesteigert, Lese-/Schreibgeschwindigkeiten bei externen Speichern seien nun bis zu zehnmal schneller. Optimierungen am Webinterface haben die Ladezeiten in einigen Testszenarien um über 50 Prozent reduzieren können.

Für mehr Sicherheit sorgen unter anderem die nun unterstützte Zwei-Faktor-Authentifizierung mit mehreren Schlüsseln, ein Token-basierter Login-Flow für Clients oder die Möglichkeit den Zugriff auf definierte IP-Bereiche zu beschränken. Weitere Optimierungen gibt es zudem bei Collaboration, Groupware und Nutzerinterface. Weitere Details dazu verrät der Hersteller im eigenen Blog.

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