SeaDrive Client steht kurz vor Version 1.0

Neue Version 6.3 des Seafile Professional Server

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Mehrere deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen schätzen die Stabilität und Performance von Seafiles Sync&Share-Cloud.
Mehrere deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen schätzen die Stabilität und Performance von Seafiles Sync&Share-Cloud. (Bild: gemeinfrei © jarmoluk - Pixabay / CC0)

Seafile hat seine Sync- und Sharing-Lösung weiterentwickelt. Ab sofort steht Version 6.3 des Seafile Servers Professional Edition mit neuen Funktionen und Detailverbesserungen bereit.

Die zentrale Neuerung des Seafile Professional Servers ist die Erweiterung der Gruppenfunktionen. Bisher konnten Gruppen Bibliotheken, Ordnern und Dateien an mehrere Nutzer nur über eine Listenfunktion freigeben, konnten selbst aber keine Daten besitzen. Mit dem in Version 6.3 neu eingeführten Gruppentyp „Bereiche“ ändert sich das. Diese können wie auch Benutzer Bibliotheken besitzen. Administratoren können sie mit einer Storage Quota versehen. Auch die Erstellung von Untergruppen („group nesting“) ist möglich.

Mit den neuen Funktionen „Group-Owned Libraries“ und „Group-nesting“ behebt Seafile einige bisherige Restriktionen: Bibliothekstransfers, die früher bei Personalwechsel nötig waren, gehören nun der Vergangenheit an. Außerdem werden User Quotas nicht mehr durch Bibliotheken belastet, die einzelne Nutzer Gruppen zur Verfügung stellen. Außerdem können dezentrale Einheiten mit mehr Autonomie ihre Daten verwalten.

Weitere neue Funktionen

  • Multiple Storage Backends: Die Funktion ermöglicht den Parallelbetrieb unterschiedlicher Speicher-Backends für unterschiedliche Anwendungsfälle.
  • API-Erweiterung: Neue API-Calls ermöglichen Hosting Anbietern die Verwaltung von Multi-Tenant Systemen aus den eigenen Verwaltungssystemen und die Umsetzung von on-demand Preismodellen.
  • Robuste Public Links: Erstellte Sharing Links für den Austausch von Dateien mit Dritten bleiben intakt, wenn Dateien oder ihre Ordner umbenannt oder verschoben werden.
  • Internal Links: Verweise auf Dateien und Ordner für den Einsatz in internen Anwendungen wie Chat- und Ticketsystemen – wie Public Links robust gegen Dateitransaktionen.
  • Verbessertes File Locking: Die Verhinderung gleichzeitiger Dateiänderungen funktioniert nun unter Windows und Mac genauso wie im Zusammenspiel mit Online Editoren wie OnlyOffice, Collabora und Online Office Server.
  • Preview mit PDF.js: Der PDF Viewer aus dem Hause Mozilla beschleunigt und verbessert die Vorschau von PDF und Office Dokumenten im Seafile Webinterface.

Aufgrund der geteilten Codebasis profitiert der Seafile Server Professional 6.3 zudem von den Verbesserungen der bereits Ende Mai veröffentlichten Community Edition 6.3 des Seafile Servers. Diese Version hat das Entwicklerteam mit Updates für Django und jQuery sowie mit einem zu großen Teilen selbstentwickelten, leistungsfähigen Markdown-Editor versehen.

Rasche Entwicklung auch auf Client-Seite

Der Seafile Drive Client („SeaDrive“) wurde seit seinem Erscheinen im September 2016 bereits mehr als 500.000 Mal heruntergeladen. Aktuell ist noch die Version 0.9.3 erhältlich, die Version 1.0 wird voraussichtlich im 4. Quartal 2018 verfügbar sein. Mit SeaDrive lassen sich die in Seafile gespeicherten Daten als virtuelles Laufwerk in die Verzeichnisstruktur von Arbeitsplatzrechnern mappen. SeaDrive kombiniert dabei die Vorteile traditioneller Netzwerkfreigaben mit aktuellen Sync-Lösungen.

Der Seafile Server ist eine On-Premise File Hosting und Sharing-Lösung, die seit 2012 von der Seafile Ltd. mit Sitz in Peking entwickelt wird. Den Europavertrieb von Seafile hat die Mainzer Firma datamate übernommen. Mit der Seafile Server Community Edition bietet der Hersteller einen funktionseingeschränkten Seafile Server unter einer Open Source Lizenz an.

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