Cloud-basierte Anwendungsintegration Der Weg zum schnellen Wachstum in der Fertigungsbranche

Ein Gastbeitrag von Mark Sturzenegger* 4 min Lesedauer

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Die nahtlose Integration von IT-Anwendungen ist von entscheidender Bedeutung, um das volle Potenzial der digitalen Transformation auszuschöpfen. Laut einer aktuellen PwC-Umfrage unter Führungskräften wollen 83 Prozent in großem Umfang in die digitale Transformation investieren. Ein überraschendes Ergebnis.

Die digitale Transformation von Produktionsprozessen ist ein unverzichtbarer Schritt für Fertigungsunternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen möchten.(Bild:  Photocreo Bednarek - stock.adobe.com)
Die digitale Transformation von Produktionsprozessen ist ein unverzichtbarer Schritt für Fertigungsunternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen möchten.
(Bild: Photocreo Bednarek - stock.adobe.com)

Die von PwC befragten Führungskräfte aus verschiedenen Branchen wollen durch die Umsetzung der digitalen Transformation insbesondere die Rentabilität steigern und das Wachstum vorantreiben. Die Herausforderung: Eine Vielzahl verschiedener Systeme und Prozesse innerhalb der IT-Infrastruktur muss bewältigt werden. Diese Heterogenität wirkt sich als Hindernis für ein schnelles Wachstum und effektive Geschäftsabläufe aus. Es gilt, diese Fragmentierung zu überwinden und eine ganzheitliche Integration von Anwendungen zu erreichen.

Ein erster Ansatz ist es, überlastete Legacy Systeme in cloud-basierte Lösungen zu überführen. Ein grundlegender Aspekt dieser Transformation liegt in der effektiven Verwaltung qualitativer Daten, die den Schlüssel zur Optimierung von Produktionsprozessen und zur Steigerung der Effizienz darstellen. Angesichts der Komplexität, die insbesondere in der Fertigungsindustrie besteht, erfordert eine professionelle cloud-basierte Anwendungsintegration ein spezialisiertes IT-Know-how. Daher entscheiden sich immer mehr Unternehmen für die Zusammenarbeit mit externen iPaaS-Anbietern (Integration-Platform-a- a-Service), die über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen und bei der Bewältigung der wachsenden Datenmengen helfen. Wer den Paradigmenwechsel zur Industrie 4.0 vollziehen will, muss nicht nur die riesigen Datenmengen nutzen, sondern auch strategisch planen, um ihr volles Potenzial zu erschließen.

Schritt 1 – Big Data in verwertbare Daten umwandeln

Die kontinuierliche Verbesserung des Kerngeschäfts erfordert eine strategische Abstimmung zwischen der Geschäftsführung und den IT-Entscheidungsträge. Ein wichtiger Schritt in diesem Prozess ist die umfassende Analyse von Daten. Vor der Zusammenarbeit mit externen IT-Dienstleistern sollten Führungskräfte und Entscheidungsträger einige zentrale Fragen klären. Wie können Barrieren zwischen neuen IT-Systemen und Betriebstechnologie überwunden werden? Welchen Mehrwert bringt die Modernisierung der Technologie für die Fertigungsprozesse? Was ist der erwartete Return on Investment (ROI)? Wie können bestehende Daten effektiv bereinigt und optimiert werden?

Schritt 2 – Die Kraft der Datenintegration: Der cloud-basierte Datenaustausch

Die nahtlose Integration von Datenbeständen spielt eine entscheidende Rolle bei der langfristigen Optimierung von Geschäftsbereichen. Sobald Unternehmen gemeinsam mit ihren IT-Verantwortlichen und IPaaS-Dienstleistern die relevanten Bereiche identifiziert haben, können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um einen reibungslosen Datenaustausch sicherzustellen.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Modernisierung des Datenaustauschs ist die Implementierung einer cloud-basierten Anwendung, die Unternehmen die erforderliche Flexibilität bietet, um je nach Produktionsbedarf problemlos zu skalieren. Dabei setzen IT-Dienstleister häufig auf bewährte Methoden wie das Electronic Data Interchange (EDI), um den elektronischen Datenaustausch zwischen verschiedenen Abteilungen zu optimieren. Das EDI-Verfahren ermöglicht die automatisierte Übertragung strukturierter Geschäftsdaten von einem Computersystem zum anderen, ohne manuelle Eingriffe. Gerade in der Fertigungsindustrie und der Logistik hat sich das EDI-Verfahren als zuverlässiger Standard etabliert.

Die Vorteile des EDI-Verfahrens liegen auf der Hand: Geschäftsprozesse werden automatisiert, bürokratische Ressourcen werden reduziert und Fehler durch manuelle Dateneingaben vermieden. Dadurch ermöglicht das Verfahren einen effizienten und kostensparenden Informationsaustausch zwischen Handelspartnern und verschiedenen Abteilungen, was zu reibungslosen Geschäftsabläufen führt. Die ganzheitliche Integration von Datenbeständen legt dabei die Grundlage für ein harmonisches Zusammenspiel der verschiedenen Unternehmensbereiche und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Prozesse zu optimieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Schritt 3 – Verknüpfung von IoT- und Unternehmensdaten

Der reibungslose Datenaustausch eröffnet nun viele Türen. Vor allem IoT spielt hier eine entscheidende Rolle: Neben der Erkennung ineffizienter Wartungsmuster, der Automatisierung von Serviceanfragen und der Reduzierung manueller Eingriffe bietet IoT in Kombination mit maschinellen Fertigungsprozessen eine Reihe weiterer effiziente Vorteile. Die modernen Plattformen führender iPaaS-Anbieter übernehmen mittlerweile eine entscheidende Rolle bei der nahtlosen Integration von IoT in bestehende Geschäftsanwendungen.

Durch die unkomplizierte Zuordnung und Anreicherung von IoT-Daten mit anderen unternehmensinternen Informationen eröffnen sich neue Wege zur effektiven Prozessoptimierung. Doch die Vorteile von IoT gehen weit über die bisher erwähnten hinaus. Die Implementierung digitaler Geräte ermöglicht eine umfassende Überwachung und Steuerung der Produktion, wodurch Engpässe reduziert und die Effizienz gesteigert werden. Darüber hinaus ermöglicht das IoT eine präzisere Bestandsverwaltung, wodurch Lagerkosten gesenkt und der Kundenservice verbessert werden können. Die Echtzeit-Datenanalyse erlaubt es Unternehmen, schnell auf Veränderungen zu reagieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Dadurch werden nicht nur Risiken minimiert, sondern auch Wachstumschancen maximiert.

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Schritt 4 – Moderne cloud-basierte Lösungen: Ständige Prüfung der Geschäftsbereiche

Effizienzsteigerung und das Vertrauen in Innovationen sind in der heutigen schnelllebigen Welt der Schlüssel zum Erfolg. Um hierbei stets an vorderster Front dabei zu sein, müssen Führungskräfte engen Kontakt zu ihren IT-Verantwortlichen halten und regelmäßig eine umfassende Überprüfung ihrer IT-Systeme und -Architekturen durchführen. Dabei sollte die Geschäftsstrategie immer im Mittelpunkt stehen. Insbesondere Produktionsleiter sollten ihre Produktionsprozesse genau analysieren und die Bereiche identifizieren, die noch weiter optimiert werden können, um einzelne Fertigungsabläufe profitabler und effizienter zu gestalten.

In diesem Zusammenhang spielen iPaaS-Dienstleister wie Boomi eine entscheidende Rolle. Sie bieten eine Unified-Plattform, die eine nahtlose Integration bestehender IT-Anwendungen auf einer Cloud-basis ermöglicht. Durch die Nutzung von Low-Code-Entwicklungswerkzeugen wird die Prozessautomatisierung auch für IT-ferne Mitarbeiter zusätzlich vereinfacht. Gleichzeitig profitieren Führungskräfte in der Fertigungsbranche von der umfangreichen Expertise der iPaaS-Anbieter, sparen zusätzliche Kosten und erzielen einen signifikanten ROI.

Die digitale Transformation von Produktionsprozessen ist ein unverzichtbarer Schritt für Fertigungsunternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen möchten. Mit modernen, cloud-basierten Lösungen optimieren Unternehmen ihre Produktionsabläufe, treiben Innovationen voran und schaffen eine solide Grundlage für zukünftiges Wachstum.

* Über den Autor
Mark Sturzenegger ist Senior Director Central EMEA (DACH und Central Europe) bei Boomi. Dort verantwortet er die Bereiche rund um Enterprise iPaaS Lösungen und Tools für cloud-basierte Unternehmen. Vor seiner Tätigkeit bei Boomi hatte Sturzenegger Positionen bei CA Technologies und HP inne. Sturzenegger verfügt über eine solide Erfolgsbilanz im Softwarevertrieb mit fast 30 Jahren Erfahrung. Mit seinem detaillierten Wissen über die IT-Branche, vor allem seiner Vorliebe für die digitale Transformation, verschafft er Unternehmen einen Mehrwert.

Bildquelle: Boomi

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