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Zu schön, um wahr zu sein
To good to be true? Wo liegt der Pferdefuß? Ein versteckter Kostenfaktor könnte die Netzanbindung sein. Wenn es zu dem Cloud-Anbieter keine großen Bandbreiten gibt, dann nützt einem das günstige Angebot wenig.
Schlimmstenfalls muss ein Telekom-Anbieter erst einmal ein Kabel legen. Das kann Zeit und zusätzliche Kosten bedeuten. Also sind hier die Ballungsgebiete zunächst im Vorteil. Keinesfalls dürften aber die zusätzlichen Netzkosten handfeste Einsparungen auch nur annähernd in Frage stellen.
Die von der Ferne aufs Rechenzentrum zugreifenden Nutzer haben vielleicht sogar besseren Zugang und entlasten die Verbindungen zwischen Zentrale und Rechenzentrum. Eventuell können sogar die Anbindungen der Nutzer dann billiger werden, wenn der Cloud-Anbieter eine bessere Netz-Präsenz in der Fläche hat.
Cloud-Computing lohnt sich fast immer
Ein weiterer Faktor ist, dass Interessenten die reine maschinelle Leistung nicht als alleinige Manövriermasse betrachten dürfen. Es gibt noch viele versteckte „goodies“ die man beim RZ unter den eigenen Fittichen wirklich hat oder doch davon überzeugt ist. Ob diese aber in Summe drei Viertel der Jahreskosten rechtfertigen, kann man getrost verneinen.
Selbst wenn ein Unternehmen nur die Hälfte einspart, handelt es sich immer noch um eine gute Million Euro pro Jahr. Da lohnt es sich oft sogar, die Datenschutz-Frage neu zu bewerten, die heute viele Cloud-Überlegungen blockiert.
Wenn die Provider ihre verlockenden Angebote unter diesen Umständen aber nach oben „tunen“, wird der Kostenvorteil abschmelzen. Das passiert gewöhnlich, in dem „selbstverständliche Nebenleistungen“ die man erwartet hatte, dann doch mit einem Preisschild versehen werden.
Das belastet dann zwar die Einspar-Rechnung, aber diese große Differenz ist damit noch lange nicht uninteressant.
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