Parallels 2025 State of Cloud Computing Survey Mehrheit der Mittelständler plant VDI-Wechsel

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen will ihre virtuelle Desktop-Infrastruktur modernisieren. Laut einer Umfrage von Parallels denken 63 Prozent über einen Anbieterwechsel nach. Treiber seien steigende Kosten, Komplexität und Sicherheitsbedenken.

Parallels-Umfrage: 63 Prozent der mittelständischen Unternehmen suchen nach einer neuen VDI- oder DaaS-Lösung. Die größten Herausforderungen im Mittelstand sind die Reduzierung von Komplexität, Kosten und Verwaltungsaufwand.  (Bild:  Parallels)
Parallels-Umfrage: 63 Prozent der mittelständischen Unternehmen suchen nach einer neuen VDI- oder DaaS-Lösung. Die größten Herausforderungen im Mittelstand sind die Reduzierung von Komplexität, Kosten und Verwaltungsaufwand.
(Bild: Parallels)

Viele mittelständische IT-Abteilungen stehen vor einer Neujustierung ihrer Infrastrukturstrategien. Laut der aktuellen State of Cloud Computing Survey 2025* von Parallels suchen 63 Prozent der Unternehmen mit 300 bis 1.000 Mitarbeitern aktiv nach einer neuen VDI- oder DaaS-Lösung. Fast 94 Prozent der Befragten planen, binnen zwölf Monaten eine neue Umgebung einzuführen.

Die Gründe für diesen Trend liegen laut Umfrage vor allem in steigenden Betriebskosten, hoher Komplexität und mangelnder Kontrolle. VDI gilt vielen inzwischen als zu aufwendig – nicht nur in der Verwaltung, sondern auch bei der Integration neuer Workflows und der Absicherung verteilter Arbeitsumgebungen.

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Komplexität wird zum Kostentreiber

Im Zentrum der Kritik stehen laut Umfrageergebnissen fünf wiederkehrende Belastungspunkte:

  • hoher IT-Ressourcenbedarf,
  • fehlende zentrale Steuerung,
  • hohe Betriebskosten,
  • komplexe Systemlandschaften,
  • Performance- und Stabilitätsprobleme.

Die Zahlen stammen aus einer Befragung von 600 IT-Verantwortlichen aus Nordamerika, Europa und Asien. Sie zeichnen das Bild einer Infrastruktur, die mit dem Tempo der digitalen Transformation kaum noch Schritt hält. Besonders schwer wiegt der Ressourcenbedarf: Viele Unternehmen beklagen, dass bestehende Lösungen personelle Kapazitäten binden, die an anderer Stelle fehlen.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Die Wechselbereitschaft sei laut Parallels auch Ausdruck einer strategischen Neuausrichtung. Der Markt für Virtual Desktop Infrastructure befindet sich im Wandel – und mit ihm die Anforderungen. Knapp 43 Prozent der Befragten gaben steigende Kosten als Hauptgrund für einen möglichen Anbieterwechsel an. Weitere 26 Prozent nannten fehlende langfristige Supportzusagen, gefolgt von Integrationsproblemen (18 %) und unklaren Produktstrategien (13 %).

Ein zentrales Motiv vieler Unternehmen sei der Wunsch nach mehr Flexibilität – sowohl technisch als auch vertraglich. Anbieter, die nicht in der Lage seien, hybride IT-Modelle zu unterstützen, könnten mittelfristig ins Hintertreffen geraten.

Hybrid bleibt gesetzt

Die Rolle hybrider Architekturen wird durch einen Verweis auf eine Gartner-Analyse untermauert. Demnach halten viele CIOs in mittelständischen Unternehmen am On-Premises-Betrieb für rund 40 Prozent ihrer Infrastruktur fest, während der Rest sukzessive in die Cloud wandert. Reine Cloud-first-Ansätze könnten daher an der Realität vieler Unternehmen vorbeigehen.

Gartner betont, dass besonders Unternehmen ohne große IT-Abteilungen auf modulare und skalierbare Lösungen angewiesen seien, die sich in bestehende Landschaften integrieren lassen. Die Herausforderung liege nicht nur in der Migration, sondern in der dauerhaften Koexistenz unterschiedlicher Betriebsmodelle.

Sicherheit als Priorität

Parallel zur strategischen Neuausrichtung rückt die IT-Sicherheit in den Fokus. Laut Umfrage wollen neun von zehn Unternehmen ihre Ausgaben für Cybersicherheit erhöhen. Davon planen 41 Prozent eine erhebliche, weitere 48 Prozent eine moderate Steigerung. Nur ein Prozent der Befragten will das Sicherheitsbudget kürzen.

Parallels verweist auf die steigende Bedeutung von Sicherheit als integraler Bestandteil der digitalen Infrastruktur. In der Praxis bedeute dies, dass neue Lösungen nicht nur effizient, sondern standardmäßig mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet sein müssten – inklusive rollenbasierter Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Endpoint-Schutz.

* Die Parallels-Studie „2025 State of Cloud Computing“ wurde im Dezember 2024 mit Daten von 600 IT-Experten in den USA, Großbritannien, Kanada, Japan und der Europäischen Union über ihre Erfahrungen mit der Cloud durchgeführt.

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