Was HD Videokonferenzen aus der Cloud taugen LifeSize Connections im Test
Mit LifeSize Connections sollen Anwender HD-Videokonferenzen aufsetzen, ohne dafür in teure Infrastruktur investieren zu müssen. CloudComputing-Insider hat die Lösung getestet.
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Als Anwender könnte manLifeSize Connections leicht mit einem klassischen Instant Messenger verwechseln. Wir haben getestet, was das ab 25 Euro pro Desktop bepreiste Werkzeug von Skype, Live Messenger oder ICQ unterscheidet.
Als hauptsächlich genutztes Client-System wählten wir hierfür einen Rechner mit Intel Core2 Duo (T8100) und Windows 7 64 Bit – der Prozessortakt lag dabei 300 MHz unter der von LifeSize empfohlenen Mindestsystemanforderungen von 2,4 GHz. Als Aufnahmegerät für Bild und Ton stellte uns LifeSize eineB910 HD vom Mutterunternehmen Logitech zur Verfügung – das USB-Gerät lieferte ein ordentliches Bild und zeichnete Sprache mit zwei eingebauten Mikrofonen auf.
Installation
Obwohl LifeSize Connections ein Cloud-Service ist, müssen Anwender auf dem eigenen Rechner Webcam samt Clientsoftware einrichten. In die Cloud verlagert wurde lediglich die dahinterliegende Videokommunikationsinfrastruktur.

Anwender können beliebiges Equipment nutzen. Der eigentliche LifeSize-Client erlaubt es sogar, Audio- und Videogeräte unabhängig von den systemweit geltenden Windows-Standardvorgaben, dauerhaft für die Videotelefonie zuzuweisen.

Funktionen
Für den Endanwender präsentiert sich LifeSize Connections vornehmlich als HD-Videokonferenzlösung (720p). Die Zeit zwischen Anwahl und Klingeln beim Empfänger dauerte in unseren Tests mitunter einige Augenblicke länger, als wir das aufgrund der Latenz unserer Internetanbindung erwartet hätten.
Neben Einzelgesprächen beherrscht das Tool Konferenzen mit bis zu neun Teilnehmern. Die müssen LifeSize Connections dann entweder selbst lizenziert haben oder können als Gast eingeladen werden. Die kostenfreien Gastzugänge können allerdings ausschließlich mit dem Einladenden kommunizieren oder an dessen Konferenzen teilnehmen. Wurde ein Gast von mehreren Anwendern eingeladen, muss er sich für jeden Kontakt erneut mit dem jeweils zugewiesenen Gast-Account beim Client anmelden – ein dem Lizenzmodell geschuldetes, aber unnötig umständliches Procedere.

LifeSize begründet diese Beschränkungen einerseits mit Sicherheitsaspekten. So verhindern die fehlenden Funktionen den Verlust vertraulicher Daten oder das Einschleusen von Malware in Unternehmen. Zudem wolle man keine Web-Konferenz-Lösung liefern, sondern eine HD Video Infrastruktur as a Service (IaaS). Als typische Gegenstelle für diese dienen auch Video-Endpoints, die ohnehin keinen weiteren Datenaustausch zuließen.
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