Kennzahlen als unternehmerisches Steuerelement Kennzahlen-Profiling als Entscheidungshilfe

Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Ulrich Roderer

Im Kennzahlen-Profiling sieht coretelligence die nächste Stufe nach der Etablierung der Analysesysteme. Deren Reports haben einen noch zu geringen Nutzwert für Entscheider.

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Die Business-Beratung coretelligence geht davon aus, dass die Ermittlung von Zahlen allein nicht mehr reicht, da sich der Erkenntnisbedarf der Verantwortlichen in den Unternehmen weiterentwickelt hat. So ermittelte kürzlich eine Erhebung der Beratung, dass etwa die Hälfte der Business-Verantwortlichen mit den bestehenden Kennzahlensystemen unzufrieden sind.

Hintergrund der kritischen Meinungen ist vor allem die ihrer Ansicht nach zu abstrakte Aussagekraft der Kennzahlen. Zudem spiegeln sie für eine Mehrheit der Befragten zu isolierte Betrachtungen wider und gewähren keinen ausreichenden Einblick in die Bedingungsverhältnisse zwischen verschiedenen Sachverhalten. Als Konsequenz beklagen laut coretelligence 58 Prozent, dass sich aus den analysierten Kennzahlen zu wenige Entscheidungshilfen ableiten lassen und für ähnlich viele entsteht ein hohes Risiko von Fehlentscheidungen.

„Aus diesem Grund ist nach der Phase mit der Dominanz analytischer Systeme das Kennzahlen-Profiling als Folgeschritt erforderlich“, urteilt Marianne Wilmsmeier, coretelligence-Geschäftsführerin. Dahinter verbirgt sich ein neuer methodischer Ansatz, der den Kennzahlen eine deutlich höhere Aussagekraft verleiht. Sie werden dafür in ihren Zusammenhängen und Beziehungsstrukturen transparent gemacht, damit die Benutzer zu gesicherten Erkenntnissen gelangen. Als Folge erhalten auch die Reports ein völlig neues Gesicht.

Dasd Kennzahlenprofiling zielt darauf ab, ausgehend vom Geschäftsmodell des Unternehmens Modelle und Verfahren zu entwickeln, die das gesamte relevante Wirkungsgeflecht von Kennzahlen abbilden. Dadurch wird die Basis für eine ganz neue Entscheidungsqualität geschaffen. Gleichzeitig wird es zum ersten Mal möglich, die aufwendige und oft nicht zufriedenstellende Suche nach entscheidungsrelevanten Informationen zu überwinden.

Die coretelligence-Geschäftsführerin zieht einen Vergleich heran: In den Anfängen des Internets sei man schon über sehr allgemeine Informationen im Web glücklich gewesen, beispielsweise über ein Urlaubsziel. Aber inzwischen möchte man auch die Fahrtroute geplant bekommen, andere Erfahrungen über das ausgewählte Hotel lesen und via Google Maps einen präzisen Blick auf das Urlaubsdomizil richten. „Überall entwickelt sich das Bedürfnis nach größerer Erkenntnistiefe kontinuierlich weiter. Insofern verbirgt sich eine gewisse Zwangsläufigkeit, dass an die Phase mit dem primären Fokus auf analytische Systeme die des Kennzahlen-Profilings anschließt, um zu differenzierteren Erkenntnissen als bisher zu gelangen.“

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