Mustererkennung bei Schäden an Immobilien Kein Land unter mehr im Gebäudebestand

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Beitragsanpassungen aufgrund der zu erwartenden höheren Umwelt- und Katastrophenschäden in Folge des Klimawandels empfehlen Analysten und Wirtschaftsprüfer schon seit Jahren: Versicherungen vor allem für Schäden an Gebäuden müssen und werden also teurer werden – zu Lasten der Eigentümer bzw. Mieter und Pächter.

Vom Wasserschaden durch defekte Leitungen bis hin zu Elementarschäden bleiben Wohnungsunternehmen oder Immobilienverwalter nicht verschont.
Vom Wasserschaden durch defekte Leitungen bis hin zu Elementarschäden bleiben Wohnungsunternehmen oder Immobilienverwalter nicht verschont.
(Bild: gemeinfrei© LucyKaef / Pixabay )

Dagegen, dass Schäden an Liegenschaften durch Stürme oder Überflutungen nicht ins Unermessliche steigen, hilft auch präventive Instandhaltungsmaßnahmen. Die Münchner Oqio GmbH hat hierfür zwei neue Funktionen in ihre webbasierte Softwarelösung eingeführt, um die Wohnungswirtschaft beim Managen von Gebäudeschäden zu unterstützen. Das digitale Monitoring von Oqio automatisiert als digitale Schnittstelle zwischen Wohnungsunternehmen, Versicherern und Reparaturdienstleistern alle wesentlichen Prozesse, die bei Gebäudeversicherungsschäden auftreten.

Neue Softwarefeatures bei Oqio ermöglichen eine Mustererkennung bei Schäden an Gebäuden.
Neue Softwarefeatures bei Oqio ermöglichen eine Mustererkennung bei Schäden an Gebäuden.
(Bild: Oqio)

Oqio hat jetzt zwei neue Features eingeführt, die präventive Instandhaltungsmaßnahmen besser unterstützt. Über eine Reporting- und eine Landkartenfunktion, können Häufigkeiten, Örtlichkeiten und Ursachen besser erkannt werden. Mittels der neuen Landkartenfunktion erscheinen alle Schäden auf einen Blick – geographisch und wie sie sich eventuell konzentrieren. Die neue Reportingfunktion gibt zusätzlich einen zusammenfassenden Überblick über die ganzen Schadendetails und zeigt somit den Echtzeitzustand. „So gelangen wertvolle Daten in die Hände der Wohnungswirtschaft – genau dorthin, wo sie hingehören. Dort werden diese Datensätze gebraucht, um präventiv zu handeln, Instandhaltungsmaßnahmen anzustoßen und um Schäden zu vermeiden“, sagt Dirk Jakob, Gründer und Geschäftsführer von Oqio.

Die Abwicklung von Gebäudeversicherungsschäden ist weiterhin zu zeitaufwendig. Analoge Prozesse und Doppelstrukturen belasten auch im Jahr 2021 vielerorts die Versicherungsprämien, die letztendlich auf die Bewohner umgelegt werden. Und beim Management mehrerer tausend Wohneinheiten werden Wohnungsunternehmen oder Immobilienverwalter zwangsläufig mit Versicherungsschäden an den Gebäuden konfrontiert. Und hier gehe es nicht nur Einflüsse von außen. Auch verhinderte Leitungswasserschäden sparten viel Zeit und Geld. Vor allem die Aufwandsminderung und Vermeidung sei ein nicht zu unterschätzender Hebel. Alleine eine Leitungswasserversicherung fresse nicht nur etwa 40 Prozent des Gebäudeversicherungsbeitrages, sondern etwa das doppelte an Zeit in der Bearbeitung.

Aber auch wenn sie die Schadensbilder immer wieder gleichen und längst erkannt seien, fehle Wohnungsunternehmen an dieser Stelle noch immer Konformität und Transparenz. Mit Hilfe der neuen Features bei Oqio wie der Landkartenfunktion sowie der neuen Reportingfunktion sollen sich Schadenprozesse noch weiter spezialisieren lassen. Mit nur einem Klick auf die Landkarte erhielten Wohnungsunternehmen Informationen zu wiederkehrenden Mustern von Gebäudeschäden und könnten entsprechend schnell reagieren, um Abhilfe zu leisten und größere Folgeschäden zu vermeiden.

Das Reporting verrät wichtige Details und Entscheidungsgrundlagen: Wie lange dauert es, bis ein Schaden gemeldet wird? Wie groß ist die durchschnittliche Schadenhöhe? Wie stark weichen die anfangs kalkulierten Kosten von den tatsächlichen Forderungen zum Schluss ab? So lassen sich Kennzahlen ableiten und die Rentabilität messen. „Man bekommt das Verhältnis von Versicherungsprämie und Schaden auf einen Blick und hat bessere Vergleichbarkeit der Entwicklung über Jahre. Es ist leichter, damit auch die Großschadensfälle wie etwa 200 Dachschäden wegen eines Sturms aus der Statistik zu erkennen und herauszurechnen. Auf so einer Basis ist es für Wohnungsunternehmen einfacher, unterschiedliche Dienstleister gegenüber zu stellen und Kosten zu optimieren“, erläutert Jakob. Somit lohne sich der Schritt zur Digitalisierung für Wohnungsunternehmen, Versicherer und Reparaturdienstleister gleichermaßen, indem sich Gebäudeschäden von Anfang an richtig erfassen, kalkulieren und abrechnen lassen.

Die mit der Oqio-Software gewonnenen Daten helfen Wohnungsunternehmen der zunehmenden Forderung nach Transparenz nachzukommen. Erkenntnisse, welche sich die Wohnungswirtschaft eigentlich vom Versicherer erwartet, lassen sich nun durch eine vergleichsweise geringe Investition selbst generieren. Die Vergleichbarkeit der Daten steigt erfahrungsgemäß schnell, wenn mit der Datensammlung begonnen wird, verspricht Oqio.

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