Logistics-as-a-Service optimiert Warenfluss

IT-Logistik: Wolkenflug mit eingebautem Kompass

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Cloud-basierte Inventur am Beispiel von K&L Ruppert

Damit sich die IT-Logistik „aus der Wolke“ wirklich für das jeweilige Unternehmen in barer Münze auszahlen kann, sollten Anwender die notwendigen Komponenten miteinander vergleichen, die sowohl lokal auf dem Firmenrechner, aber auch aus der Cloud für eine logistische Umsetzung wie ein neues Warenwirtschaftssystem bezogen werden müssen.

Kumuliert man die Kostenblöcke von Hard- und Software (zum Beispiel Server, Lizenzen oder Anpassung der Schnittstellen), Einführungskosten (wie Pflichtenhefte, Schulungen, Migrationen und Tests), Wartung- und Personalaufwand sowie die Nutzungsgebühren, so gehen Experten von einer durchschnittlichen Einsparung in Höhe von 30 bis 60 Prozent gegenüber dem klassischen IT-Betrieb aus.

Die Erfolgsformel aus Sicht der Anwender hat das Modehaus K&L Ruppert bereits erfolgreich für die Praxis durchgerechnet. Es setzt auf die Stichprobeninventur via Cloud Computing, statt einer vollständigen Erfassung der Lagerbestände. Das mittelständische Familienunternehmen im süddeutschen Raum umfasst immerhin 64 Mode- und Textilhäuser mit einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 130.000 Quadratmetern.

Verbessertes Lagermanagement

Hinter der Belieferung der Filialen steht das Zentrallager in Weilheim, in dem jährlich etwa 15 Millionen Teile und täglich rund 77.000 Artikel umgeschlagen werden. Das Zentrallager wird dabei aus 29 Ländern weltweit beliefert. Bis vor kurzem erledigten einige Mitarbeiter die Inventur per Hand mit einem Scanner, was den regulären Betrieb teilweise empfindlich störte. Neuerdings erledigt diesen Job weitaus bequemer eine webbasierte Softwarevariante.

Bei der On-Demand-Version wird zunächst der Umfang der Stichprobe definiert. Dazu gelangen die Buchdaten aus dem Lagerverwaltungssystem direkt zum Anbieter Inform. Dort ermittelt die intelligente Logistiksoftware anhand von Stichproben nicht nur gesetzeskonforme und verlässliche Hochrechnungen. Entsprechende Übersichten stehen den Verantwortlichen auch online via Webmaske jederzeit zur Verfügung.

Das Ergebnis kann sich laut Modehaus K&L Ruppert sehen lassen: Mit Hilfe der Stichprobeninventursoftware ließ sich der jährliche Inventuraufwand auf 20 Manntage reduzieren. Und statt wie früher das Lager für zwei Tage schließen zu müssen, erfolgt die Inventur nun kurz und schmerzlos an einem Nachmittag, und zwar direkt nach Schichtende in der Produktion.

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