Die Highlights des Release SAP S/4HANA Cloud 1902

Intelligentes ERP macht fit für die Zukunft

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Geschäftssoftware muss aktuelle und zukünftige marktwirtschaftliche Trends abbilden können.
Geschäftssoftware muss aktuelle und zukünftige marktwirtschaftliche Trends abbilden können. (Bild: © Dmitry - stock.adobe.com)

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SAP hat eine neue Version der Cloud-ERP-Lösung SAP S/4HANA vorgestellt. Damit treibt der Softwarekonzern seine Cloud-Strategie weiter voran. Angesichts komplexer Wirtschaftswelten und dynamischer Märkte heute und in Zukunft sollen Unternehmen mit Hilfe intelligenter ERP-Systeme gut gerüstet sein, auch zukünftige Entwicklungen abbilden zu können.

Bereits das Release SAP S/4HANA Cloud 1811, das im November vergangenen Jahres eingeführt wurde, war darauf ausgelegt, dass Unternehmen genauere Einblicke gewinnen und eine stärkere Vernetzung erzielen können, um zukunftsweisende Geschäftsprozesse zu realisieren. Die neuen Funktionen des Release SAP S/4HANA Cloud 1902 sollen Unternehmen jetzt noch mehr Flexibilität bieten.

Die Neuerungen im Überblick:

  • Advanced Financial Closing für alle Branchen unterstützt regelmäßig wiederkehrende Abschlussaktivitäten, an denen mehrere Personen beteiligt sind und die in einer festen chronologischen oder logischen Reihenfolge ausgeführt werden müssen. Die Abschlussvorgänge, Governance und Compliance wurden verbessert, so dass Finanzabschlüsse nicht nur mit erhöhter Transparenz und Genauigkeit, sondern auch schneller erstellt werden können.
  • Die zeitbasierte Erlösrealisierung nach IFRS15-Standard für die Dienstleistungsbranche unterstützt die zeitbasierte Erlösrealisierung gemäß IFRS15 (International Financial Reporting Standard) und deckt u.a. Mehrkomponentenvereinbarungen für Provider-Verträge im Contract Accounting und Invoicing ab.
  • Außerdem wurden drei mit dem Release 1811 eingeführte Funktionen speziell auf die Fertigungsbranche zugeschnitten. Zum einen unterstützt die Lagerverwaltung die Prüfung der von Produktionsstätten oder externen Lieferanten angelieferten Waren vor der Einlagerung und ermöglicht Entscheidungen hinsichtlich der Verwendung von Teillosen, die beispielsweise erforderlich sind, wenn nur ein Teil der Waren im Prüflos die Qualitätsanforderungen erfüllt.
  • Zum anderen lassen sich im Transportmanagement detailliert die Transportkosten anzeigen und Gebühren manuell berechnen. Zudem lassen sich Transportkosten gemäß der relevanten Frachtvereinbarung zwischen dem Unternehmen, der Einkaufsorganisation und dem Spediteur auflisten, sowie Frachtkosten nach einzelnen Lieferartikeln basierend auf dem Bruttogewicht aufschlüsseln.
  • Über das Feature Servicemanagement können zudem externe Serviceaufträge und Servicerückmeldungen über APIs synchronisiert werden. Außerdem gibt es Funktionen, um mit externen Systemen verbundene Außendienstaktivitäten abzugleichen oder Daten in einem Universaljournal abzuspeichern.

Mehr Flexibilität im Arbeitsablauf

Sven Denecken, SVP und Head of Product Management and Co-Innovation für SAP S/4HANA, erklärt anhand eines beispielhaften Einsatzszenarios, wie sich die Lagerverwaltung vereinfachen und Warenbewegungen verringern lassen: Für viele Unternehmen der Fertigungsindustrie gehören häufige Lieferungen von Produktionsstandorten und Lieferanten zum Alltag. Bei herkömmlichen Warenverkehrsabläufen müssen die eingehenden Waren erst an einem Slot eingelagert werden, bevor die Qualitätsprüfungen erfolgen kann. Dadurch steigt das Risiko der Lagerung mangelhafter Waren, und redundante Lagerbewegungen fallen an.

Mit dem Release SAP S/4HANA Cloud 1902 können Lagermitarbeiter jetzt Qualitätsmanagementaufgaben während des Wareneingangs ausführen – so wird sichergestellt, dass nur Produkte eingelagert und später an Kunden ausgeliefert werden, die die Spezifikationen erfüllen. Außerdem können Teillose verwendet werden. Das ermöglicht es den Mitarbeitern, einige Waren anzunehmen und gleichzeitig andere, mangelhafte Waren aus derselben Lieferung zurückzuweisen. Indem also das Qualitätsmanagement in den Wareneingangsprozess integriert ist, erübrigen sich unnötige Lagerbewegungen. Zudem wird das Risiko, dass Waren mit Qualitätsmängeln in den Vertriebsprozess gelangen, deutlich verringert. „Die Folge: ein geringerer Aufwand für den Lagerdurchsatz und letztlich zufriedenere Kunden“, erklärt Denecken.

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