Hybride Speicherlösungen Cloud oder On-Premises? Die Mischung macht’s

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Mehr ausgegeben, als gewollt? So geht es vielen deutschen Unternehmen, wenn es um die Cloud-Kosten geht. Dass sie mittlerweile vermehrt auf eine hybride Mischung setzen, hat gute Gründe. Wasabi Technologies fand Näheres heraus.

Deutsche Unternehmen haben sich bei ihrem Cloud-Budget 2024 ordentlich verkalkuliert. Auch setzen laut einer Umfrage 40 Prozent der Unternehmen in Europa auf Hybrid-Cloud-Modelle – eine Mischung aus Public-Cloud- und On-Premises-Lösungen.(Bild:  Rising Monk - stock.adobe.com)
Deutsche Unternehmen haben sich bei ihrem Cloud-Budget 2024 ordentlich verkalkuliert. Auch setzen laut einer Umfrage 40 Prozent der Unternehmen in Europa auf Hybrid-Cloud-Modelle – eine Mischung aus Public-Cloud- und On-Premises-Lösungen.
(Bild: Rising Monk - stock.adobe.com)

Public-Cloud oder On-Premises? Viele deutsche Unternehmen wählen eine Mischung aus beidem. Hintergrund ist, dass zwei Drittel von ihnen ihre Cloud-Budgets 2024 überschritten haben. Die Deutschen sind sogar Spitzenreiter, wenn es um die Budgetüberschreitungen geht. Das veranlasst viele Unternehmen, ihren Ansatz zu überdenken.

Für den jährlichen Global Cloud Storage Index von Wasabi Technologies wurden die Teilnehmer im Zeitraum November und Dezember 2024 befragt.

Was steckt hinter den übermäßigen Ausgaben?

Wasabi Technologies hat für eine Studie über Cloud-Speicher das unabhängige Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne beauftragt. Dabei wurden 1.600 IT-Entscheidungsträger befragt, die mit dem Kauf von Cloud-Technologien zu tun haben, 125 davon in Deutschland. Die Umfrage fand in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern aus verschiedenen Branchen statt.

Den Ergebnissen nach machen Cloud-Speichergebühren weiterhin 47 Prozent der Cloud-Ausgaben aus, während der restliche Anteil (etwa 53 %) auf die eigentliche Speicherkapazität entfällt. Unter den deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr 35 Prozent ihre Budgets leicht und 31 Prozent massiv überschritten. Mit insgesamt 66 Prozent belegen deutsche Unternehmen in Sachen Budgetüberschreitungen den ersten Platz, gefolgt von Frankreich (53 %) und Großbritannien (51 %).

Die Hauptursachen für die Mehrkosten sollen Diskrepanzen zwischen geplanter und tatsächlicher Nutzung in Kombination mit Gebühren für verschiedene Datenvorgänge wie die Datenreplikation und Objekt-Tagging sein. „Der Cloud-Markt muss sich ändern. Unternehmen sollten frei auf ihre Daten zugreifen können und diese nutzen, ohne sich um versteckte Kosten oder Einschränkungen bei der Datenmobilität sorgen zu müssen”, erklärt Kevin Dunn, Vice President und General Manager EMEA bei Wasabi.

An erster Stelle bei der Wahl eines Cloud-Storage-Anbieters für die Befragten in der EMEA-Region stehen:

  • Leistung und Skalierbarkeit (35 %),
  • nativer Datenschutz, Sicherheit und Compliance (34 %),
  • Nachhaltigkeit (31 %).

In Deutschland räumen 29 Prozent der IT-Entscheider der Datensouveränität bei der Cloud-Speicherung Priorität ein. Dies könnte auf strenge DSGVO-Vorschriften, Bedenken hinsichtlich des US Cloud Acts und Initiativen wie Gaia-X zurückzuführen sein.

Cloud-First variiert in Europa

Was die Einführung von IT-Dienstleistungen betrifft, verfolgen 34 Prozent eine „Cloud-first“-Strategie. Damit ist gemeint, dass die Implementierung von cloudbasierten IT-Dienstleistungen Vorrang vor jeder Alternative hat, die eine eigene oder lokale IT-Infrastruktur erfordert. In Europa ist der Anteil der „Cloud-first“-Organisationen höher als der weltweite Durchschnitt von 29 Prozent.

Deutschland ist im Vergleich jedoch recht konservativ: Während 36 Prozent der deutschen Unternehmen auf eine Kombination aus On-Premises- und Cloud-Lösungen setzt, verfolgt fast die Hälfte einen traditionellen On-Premises-Ansatz (45 %) und 19 Prozent einen „Cloud-first“-Ansatz.

Britische und niederländische Unternehmen bewegen sich im Vergleich dagegen mehr in Richtung Cloud und verzeichnen mit jeweils 41 Prozent die höchste „Cloud-first“-Rate unter allen Ländern. Interessant ist, dass die meisten deutschen Organisationen (76 %) Public-Cloud-Objektspeicher erst während der Pandemie (ab 2020) eingeführt haben und sie somit höchstens seit fünf Jahren nutzen.

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