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Systemplattformen Google startet eigenes Betriebssystem für das Internet der Dinge

Autor / Redakteur: Franz Graser / Ira Zahorsky

Das von Google entwickelte Betriebssystem Brillo ist ein Android-Derivat, das auf Anwendungen im Internet der Dinge (IoT) zielt. Als Starterplattform für Brillo-Entwickler wählte Google ein Board von Imagination Technologies mit MIPS-Architektur aus.

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Das Betriebssystem Brillo soll interessierten Entwicklern möglichst viel Freiheit bei der Wahl der Hardware geben. Unterstützt werden ARM-, Intel- und MIPS-Architekturen.
Das Betriebssystem Brillo soll interessierten Entwicklern möglichst viel Freiheit bei der Wahl der Hardware geben. Unterstützt werden ARM-, Intel- und MIPS-Architekturen.
(Bild: Google)

Mit Brillo offeriert Google eine Systemplattform-Alternative zu „mbed“ von ARM. Brillo ist für Prozessoren und Controller von ARM, Intel und Imagination Technologies vorgesehen. Zentrale Komponenten des Systems sind ein Embedded-OS, das auf Android basiert, ein Entwicklungskit sowie eine Entwicklerkonsole.

Wer sich für Brillo interessiert, kann auf Googles Entwicklerportal eine Einladung in die Community beantragen.

Als Teil des Brillo-Programms wurde das bevorstehende Creator-Ci41-Board von Imagination von Google als Starterplattform für Brillo-Entwickler ausgewählt. Das Ci41 ist eine für Brillo optimierte Variante des demnächst zur Verfügung stehenden Creator-Ci40-Boards. Starterboards wie das Ci41 sind der Standard beim Entwicklungsstart mit Brillo und enthalten die Referenzimplementierung von Brillo. Das Board soll im November auf den Markt kommen.

Jim Nicholas, Vice President MIPS Business Operations bei Imagination, erklärte dazu: „Diese Entwicklung ist ein weiterer Schritt in der Erfolgsgeschichte der MIPS-Architektur. Wir arbeiten eng mit Partnern wie Google zusammen. Damit ist sichergestellt, dass MIPS-basierte Systeme neueste Standard-Betriebssysteme unterstützen. Da wir uns auf dem Weg in die IoT-Ära befinden, sind Betriebssysteme wie Brillo, die für weniger Rechenleistung und Speicherbedarf ausgelegt sind, der Schlüssel für den Erfolg im IoT.“

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