Inklusion am Konferenzbildschirm Google Meet jetzt auch mit deutschen Live-Untertiteln

Autor: Elke Witmer-Goßner

In diesem Jahr haben Videokonferenzsysteme, bedingt durch die Corona-Pandemie, ihren Durchbruch geschafft. Und zwar nicht nur in technisch gut ausgestatteten Büros, sondern vor allem an den oft provisorischen Arbeitsplätzen zu Hause.

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Live-Untertitel bei Videokonferenzen tragen zur Barrierefreiheit und damit zur Inklusion bei, indem mehr Teilnehmer aktiv am Stream teilnehmen können.
Live-Untertitel bei Videokonferenzen tragen zur Barrierefreiheit und damit zur Inklusion bei, indem mehr Teilnehmer aktiv am Stream teilnehmen können.
(Bild: gemeinfrei© Luisella Planeta Leoni / Pixabay )

Für viele Bildschirmarbeiter war es tatsächlich das erste Mal, dass sie Remote-Tools und virtuelle Kommunikation nutzen mussten. Wie es damit weitergeht, ist ungewiss. In Zukunft müsse aber sichergestellt sein, dass jeder inklusive, barrierefreie und faire virtuelle Meetings nutzen könne, schreibt Phillip Nelson, Product Manager für Google Workspace in einem Blogpost, und zwar unabhängig davon, ob die Mitarbeiter die Rückkehr ins Büro planten, vollständig remote arbeiten oder ein hybrides Modell wählten.

Google Meet nutzt seit vergangenem Jahr Sprache-zu-Text-Technologie, um Live-Untertitel in Videokonferenzen einzublenden. So könnten auch hörgeschädigte Teilnehmer dem Meeting folgen und sich beteiligen. Die bisher verfügbaren Live-Untertitel in Englisch wurden jetzt um vier weitere Sprachen erweitert: Französisch, Deutsch, Portugiesisch (Brasilien) und Spanisch (Spanien und Lateinamerika).

Die Untertitel werden allerdings, wenn die Videokonferenz aufgezeichnet wird, nicht mit aufgenommen. Sie werden folglich auch nicht angezeigt, wenn die Aufzeichnung abgespielt wird. Die Live-Untertitel übersetzen das Gesprochene auch nicht, sondern zeigen es in der Sprache an, die der Teilnehmer spricht.

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Videoanrufe für mehr Inklusion

Besonders im Lehrbetrieb seien Untertitel-Tools für Schüler mit Lernschwierigkeiten wichtig, führt Nelson aus, wie auch die langjährige Arbeit Googles mit Lehrern und Eltern gezeigt habe. Ebenso hätten Experten für berufliche Weiterbildung die Integration dieser Technologie angeregt, um den Unterricht – insbesondere in der Zeit von COVID-19 – zugänglicher zu machen. Meet-Benutzer hätten, so Nelson weiter, es als hilfreich empfunden, nicht nur den Sprechenden und dessen Mimik zu sehen, sondern auch lesen zu können, was dieser sage.

Das Meet-Update soll auch dazu beiträgen, Menschen während der Weihnachtszeit beruflich wie privat weltweit zu vernetzen. Deshalb bleibt in der kostenlosen Version von Google Meet die Anzahl der Calls für alle Gmail-Nutzer noch bis zum 31. März 2021 unbegrenzt (bis zu 24 Stunden).

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 Elke Witmer-Goßner

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Redakteurin, CloudComputing-Insider.de