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CA Technologies und good vibrations

Go big! IT-Management soll Luft für Innovationen schaffen

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Der Chef plant

CEO Mike Gregoire hat große Aufgaben vor sich.
CEO Mike Gregoire hat große Aufgaben vor sich.
(Bild: Ostler)
Layer 7 und Nolio sind nur die vorläufig letzten Firmen, die CA Technologies gekauft hat. Einst war das Vorgehen, Konkurrenz, Know-how und Kunden zu kaufen, so sehr in der Unternehmenskultur verankert, dass Betroffen, Kunden und Analysten von eine „Software-Friedhof“ sprachen.

Nun spricht Gregoire von einer stärkeren Fokussierung auf organische Innovation, mit dem Ziel, alle Aktivitäten des Unternehmens so aufzuteilen, dass mehr Nutzen für Kunden entsteht. Das schließe ein, Kunden auf neuere Softwareversionen zu migrieren und „finanzierbare“ Produkt-Roadmaps bereitzustellen.

Das also ist der Produkt-Konsolidierungsplan und der bereits erwähnte, gewünschte Diskurs mit den Kunden. Er mache Pläne insbesondere für die Bereiche Mainframe, verteiltes Computing und Cloud Management, so der CEO und lässt keine Zweifel daran, dass CA dazu auch in der Lage sei.

Mit Cloud-Computing Richtung Zukunft

So lässt der neue Chef immer wieder in seine Ausführungen einfließen, dass CA schließlich 600 Entwickler beschäftige, etwa in Tel Aviv, Prag, wo sich ein Mainframe-Entwicklungszentrum befindet. Dazu kommen Entwicklungsstandorte in Islandia, New York und Boston. „Wer könnte besser als CA Technologies IT-Management und -Sicherheit in dieser Welt aus Clouds, Social Media, Mobile Computing und Big Data neu erfinden und neue Märkte wie DevOps definieren?", fragt Gregoire. „Dies erfordert ein starkes Engagement für Innovationen, und wir engagieren uns für diese Mission.“

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Dass das nicht von heute auf morgen passieren kann, scheint ihm klar zu sein: „Wir haben den Übergang vom Mainframe zu verteilten Welten geschafft. Das war hart und hat lange gedauert. Jetzt machen wir uns in die Cloud auf“.

Eine erste Analystenstimme

Peter JL Griffiths, Executive Vice President and Group Executive Enterprise Solutions and Technology Group, mit Google-Brille - ob diese für rosoge Aussichten sorgt?
Peter JL Griffiths, Executive Vice President and Group Executive Enterprise Solutions and Technology Group, mit Google-Brille - ob diese für rosoge Aussichten sorgt?
(Bild: Ostler)
Komplett überzeugt scheint trotz der „good vibrations“ auf dem CA-Haus-Kongress der Peter O´Neill, Vice President und Principal Analyst der Forrester Germany GmbH, nicht zu sein. „Mal abwarten, wie die Investoren, die Mitrabeiter und die Kunden auf den Mann von der Westküste reagieren“, gibt er zu Bedenken. Immerhin habe Gregoire die beiden zuletzt geleiteten Firmen verkauft, wenngleich so fit, dass das zu einem guten Preis gelang.

Doch wer würde CA Technologies haben wollen? Im Vergleich zu den Zukunftsaussichten vom Konkurrenten BMC allerdings präsentiere sich die Zukunft großartig. O`Neill rechnet damit, dass es die Company zum Ende dieses Jahres nicht mehr geben wird – oder zumindest nicht mehr komplett.

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