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68 Prozent der von Forrester befragten Unternehmen wollen mit Cloud-ERP ihre Gesamtkosten senken. Deshalb werden kurze Einführungszeiten und geringer Aufwand für Wartung, Pflege und Weiterentwicklungen besonders wichtig. Software zu mieten anstatt sie zu kaufen, bietet den Kunden hier Mehrwert. Ein anderes Ziel sind schnellere, agilere und gut integrierbare Prozesse – wie sie für die zunehmende Vernetzung der Wertschöpfungsketten in Richtung Industrie 4.0 benötigt werden.
Für Cloud-ERP-Lösungen gibt es prinzipiell bei der Unternehmensgröße keine Einschränkungen. Es kommt auf die kaufmännischen Rahmenparameter und die Komplexität des abzubildenden Geschäfts an. Es gibt Cloud-Angebote, die für sehr kleine Unternehmen interessant sein können. Ein Komplett-ERP-System wie SAP Business ByDesign ist für Unternehmen ab etwa 75 Mitarbeitern und etwa ab 25 Usern interessant. Auch die Branche spielt keine Rolle. Dienstleister profitieren genauso von einer Cloud-ERP-Lösung wie Handelsunternehmen, Produktions- und Fertigungsunternehmen.
Cloud-ERP-Angebote haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt – so dass der „Functional Fit“ unter Umständen sogar größer sein kann als bei einem On-Premise-System. Cloud-Lösungen verfügen sowohl über Standardprozesse als auch über Entwicklungswerkzeuge für kleinere oder größere Anpassungen an die Prozesse im Unternehmen. In wenigen Unternehmen, wo die Spezialisierung sehr hoch und Prozesse in Produktion oder Logistik extrem komplex sind, können individuelle Lösungen eine gute Wahl sein. Unternehmen können darüber hinaus „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, nämlich die Gelegenheit nutzen, bei der Einführung einer Cloud-ERP-Lösung die eigenen Prozesse zu hinterfragen und an neue Anforderungen anzupassen.
Daten guter Qualität
Ein ERP-Cloud-System bietet eine gute Voraussetzung dafür, dass sich alle Prozesse eng ineinander verzahnen lassen und Unternehmensdaten zentral vorliegen. Wenn dies der Fall ist, werden die Informationen etwa für Reports oder Analysen erheblich besser und aussagekräftiger. Von der Qualität der Daten hängt die Qualität der Analysen und Reports letztlich ab, ob es nun um Unternehmenskennzahlen geht oder um Auswertungen für strategische Entscheidungen. Das heißt auch, dass diese Analysen erheblich einfacher zu erstellen sind, vor allem, wenn Unternehmensdaten in einer einzigen, leistungsfähigen Datenbank vorgehalten werden. Ein Teil der modernen Cloud-ERP-Systeme läuft auf leistungsfähigen In-Memory-Datenbanken, die Auswertungen in Echtzeit ermöglichen.
Einige Unternehmen beginnen damit, auch Maschinen und Geräte an ein Cloud-ERP-anzudocken. Eine Maschine, die indirekt mit einem Cloud-ERP-System verbunden ist, kann das Ende eines Produktionsschrittes online und adhoc übermitteln und das ERP-System kann mit diesem Wissen sofort die Rechnung anstoßen. Das Unternehmen gewinnt Zeit, die Rechnungen sind schnell beim Kunden. Außerdem gewinnt das Unternehmen Liquidität und minimiert Fehlerquellen, die in manuellen Prozessen vorkommen können. Auf Dauer, so die Prognose von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, kommt kein Unternehmen im Zuge von Industrie 4.0 mehr darum herum, Daten aus allen Unternehmensebenen auf der Planungsebene zu erfassen und auszuwerten, damit später mit Marktteilnehmern und anderen Unternehmen kommuniziert werden kann.
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