CISPE Federation Catalogue Gaia-X gibt Katalog mit 500 Cloud-Services frei

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Anwender können damit Cloud-Dienste suchen und vergleichen, die alle Gaia-X-Faktoren für digitale Wertschöpfungsketten erfüllen. Flankierend stellten das Institut Mines-Telecom Bausteine für den sicheren Datenaustausch vor.

CISPE hat auf dem jüngsten Gaia-X-Gipfel allen Anbietern seinen Federation Catalogue zur Verfügung gestellt, die die Kernanforderungen von Gaia-X erfüllen.(Bild:  frei lizenziert, 41330 / Pixabay)
CISPE hat auf dem jüngsten Gaia-X-Gipfel allen Anbietern seinen Federation Catalogue zur Verfügung gestellt, die die Kernanforderungen von Gaia-X erfüllen.
(Bild: frei lizenziert, 41330 / Pixabay)

Die CISPE-Mitglieder, Aruba, Opiquad und Testudo, haben auf dem jüngsten Gaia-X-Gipfel den CISPE Federation Catalogue präsentiert. Er steht mit über 500 Cloud-Diensten ab sofort allen Anbietern zur Verfügung, die die Kernanforderungen von Gaia-X erfüllen, sowie europäischen Initiativen zur Klimaneutralität oder Datenportabilität. Mit dem Katalog können sie die für ihre Kunden optimale Kombination von Diensten auswählen und zusammenstellen.

„Gaia-X möchte die Grundsätze festlegen, die durchgängige digitale Vertrauensketten für alle Cloud-Nutzer ermöglichen. Der CISPE-Katalog unterstreicht die Fähigkeit eines Verbands, durch gemeinsame Anstrengungen zur Definition und Einführung von Gaia-X-Standards einen Mehrwert für seine Gemeinschaft und den Markt zu schaffen“, erläuterte Pierre Gronlier, CTO von Gaia-X.

Pierre Gronlier, CTO von Gaia-X(Bild:  Gaia-X)
Pierre Gronlier, CTO von Gaia-X
(Bild: Gaia-X)

Anwender können damit die Serviceangebote von Anbietern durchsuchen und vergleichen. Sie lassen sich entsprechend den jeweiligen Anforderungen kombinieren – etwa hinsichtlich des Gaia-X-Compliance-Niveaus, der Datenschutzzertifizierung oder der Cybersicherheit. Der Katalog definiere für jeden Dienst die relevanten Kennzeichnungen und Anforderungen entsprechend dem geografischen Standort der Nutzung. Der Gaia-X Hub Frankreich hat E-Learning-Module online gestellt, mit denen Anwender die verschiedenen föderierten Dienste kennenlernen können.

„Einmal mehr ist CISPE stolz darauf, als Wegbereiter voranzugehen und zu zeigen, wie sich interessante Konzepte und Prototypen durch eine starke Gemeinschaft zukunftsorientierter Cloud-Anbieter zu wertvollen Tools entwickeln lassen“, sagt Francisco Mingorance, Generalsekretär von CISPE. Der Katalog wurde seinen Angaben zufolge mit Unterstützung des Cloud Data Engine (CDE)-Teams entwickelt. Andere Verbände seien aufgerufen, ihre eigenen Gaia-X-konformen Kataloge einzurichten.

Flankierend haben GXFS FR, das Institut Mines-Télécom, dessen Daten- und KI-Plattform Teralab und ihre Partner 3DS OUTSCALE, Eviden, Dawex, Docaposte und OVHcloud ein System zur „Verhandlung und vertraglichen Gestaltung des Datenaustauschs“ vorgestellt. Dieses unterstütze den Datenaustausch mit Vertragsverhandlungen und Berechtigungsmanagement, um europäische Datenräume zu stärken. Nach einem Verhandlungsprozess erstelle er einen gültigen PDF-Vertrag. Die Vertragsparteien müssen dafür bestimmte unwiderlegbare Schutzklauseln hinsichtlich Datenschutz, geistiges Eigentum oder Datenhosting unterzeichnen. Die Katalogdienste setzen diese dann automatisch um und verknüpfen sie mit den Gaia-X Policy Rules and Labels.

„Wir bieten einen sicheren und flexiblen Rahmen, in dem Anwender selbst darüber entscheiden, welche Daten sie im Rahmen der europäischen Datenräume zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Bedingungen freigeben wollen“, erklärte Anne-Sophie Taillandier, Direktorin der Teralab-Plattform am Institut Mines-Telecom und Leiterin des GXFS FR-Projekts. „Diese Funktion fehlte bisher, ist für ein vertrauenswürdiges offenes Umfeld beim Datenaustausch zwischen Wettbewerbern oder mit anderen Mitgliedern einer Wertschöpfungskette jedoch unerlässlich. Wir sind daher stolz darauf, heute einen Weg aufzuzeigen, um diese Lücke zu schließen und vollständige Transparenz zu schaffen.“

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