Vorurteile über die Cloud halten sich hartnäckig. Trotz vieler Vorteile der Cloud-Angebote gibt es immer noch Entscheider, die lieber bei einer On-Premises-Lösung bleiben wollen. Constantin Gonzalez, Principal Solutions Architect bei Amazon Web Services nennt fünf Gründe, die für den Einsatz einer Cloud-Lösung sprechen.
Constantin Gonzalez, Principal Solutions Architect bei Amazon Web Services.
(Bild: AWS)
1. Sicherheit
Für Cloud-Anbieter hat Sicherheit die höchste Priorität. Schließlich müssen sie in diesem Bereich die Anforderungen von Unternehmen aus sehr sensiblen Bereichen erfüllen, etwa Pharmaunternehmen, Banken und Versicherungen. Die Cloud-Infrastruktur erfüllt dementsprechend die strengsten Kriterien sämtlicher Branchen und steht für alle Daten mit der gleichen hohen Sicherheit zur Verfügung.
Außerdem ist nur in einer Cloud-Umgebung jederzeit zu 100 Prozent bekannt, welche IT-Ressourcen für ein Unternehmen konkret genutzt werden und wer dafür zuständig ist. Das erzeugt Transparenz und ermöglicht es, ein sehr hohes Compliance-Niveau zu erreichen.
Cloud-Anbieter haben zudem einen breiten Überblick über die globale Bedrohungslandschaft. Diese Erkenntnisse ermöglichen es ihnen, ihre Sicherheitsmaßnahmen ständig weiterzuentwickeln – von Firewall-Management, Bedrohungserkennung und Zugriffsmanagement bis hin zu sensibler Datenklassifizierung und Geheimhaltungsmanagement.
So unterstützt Amazon Web Services internationale Normen, wie ISO 27001 für IT-Sicherheit, ISO 27017 für Cloud Sicherheit, ISO 27018 für Datenschutz in der Cloud und weitere Normen. Außerdem hat AWS die Prüfung nach dem C5-Standard abgeschlossen. Dabei handelt es sich um ein Regelwerk für höchste Anforderungen in Sachen Sicherheit und Datenschutz in Cloud-Umgebungen.
2. Agilität
Die Cloud bietet Unternehmen den Zugriff auf ein breites Spektrum an etablierten und neuen Technologien. So bietet Amazon Web Services mittlerweile über 175 verschiedene Cloud-Services, die weit über virtuelle Maschinen und virtuellen Speicher hinausgehen. Nutzer des Angebots profitieren somit ohne Investitionen in IT-Forschung und -Entwicklung von einem hohen Innovationstempo. Zugleich können Unternehmen mit geringem Aufwand komplexe Technologien wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning nutzen. Zugleich lassen sich neue Ideen schneller umsetzen und die Zeit bis zur Implementierung verkürzt sich um auf einen Bruchteil. Außerdem ist es einfacher, verschiedene Varianten für Software oder Infrastrukturen auszuprobieren und dadurch schnell auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Dabei ermöglicht es die Cloud, Ressourcen nach Bedarf hinzufügen oder zu entfernen. Auf diese Weise werden Anbieter den sich ändernden Geschäftsanforderungen optimal gerecht.
3. Elastizität
Durch das On-Demand-Prinzip und die Flexibilität der Cloud zahlen Nutzer jeweils nur für Services, die tatsächlich genutzt werden und sie können in kurzer Zeit neue Dienste aufsetzen. Also können Unternehmen in kürzerer Zeit neue Innovationen zu geringen Kosten testen, bis sie herausgefunden haben, was im Markt erfolgreich ist. Dabei können Unternehmen auch flexibel auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren. Das gilt sowohl für große strategische Änderungen als auch für operative Herausforderungen, etwa wenn es darum geht, Lastspitzen bei Website-Zugriffen abzufangen. Ohne in Rechenzentren und Server investieren zu müssen, ermöglicht die Cloud ihnen also, schneller und flexibler zu reagieren, zu experimentieren, Innovationen voranzutreiben und Kunden besser zu bedienen.
4. Unkomplizierte, weltweite Bereitstellung
Große Cloud-Anbieter verfügen über eine Infrastruktur an weltweit verteilten Standorten. So ist die Cloud von Amazon Web Services in 69 Availability Zones (AZs) innerhalb von 22 Regionen verfügbar. Mithilfe der Cloud können Unternehmen dadurch komplexe Anwendungen innerhalb kürzester Zeit an verschiedenen Orten ausrollen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind dank geringer Latenz und hoher Geschwindigkeit dabei in der Lage, neue Zielgruppen optimal anzusprechen, ohne dafür in lokale Rechenzentren investieren zu müssen.
Außerdem bietet die Cloud den Unternehmen die Möglichkeit, Ressourcen nach Bedarf hinzufügen oder zu entfernen. So erfüllt sie die sich ändernden Geschäftsanforderungen optimal.
5. Kosteneinsparungen
Wer in die Cloud investiert, spart sich die Ausgaben und den Aufwand, eigene Rechenzentren zu bauen, sowie in Server und Software-Lizenzen zu investieren. Stattdessen zahlt das Unternehmen mit Hilfe der Cloud nur noch für den Nutzen, den sie aus einer Infrastruktur in der Cloud bekommt. Dadurch, dass Unternehmen nur dann bezahlen, wenn die entsprechenden Lösungen im Einsatz sind, lassen sich Kosteneinsparungen im zweistelligen Prozentbereich erzielen: Ein Dienst, der beispielsweise nur 40 Stunden pro Woche genutzt wird, muss nicht für sieben Tage mit 24 Stunden, also insgesamt 168 Stunden bezahlt werden. Das ist eine Einsparung von mehr als 75 Prozent. Durch das On-Demand-Prinzip entfallen Kostenrisiken. Unternehmen haben finanziellen Spielraum, um Experimente zu wagen und neue Angebote sowie IT-Lösungen ausprobieren.
Stand: 08.12.2025
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Der Autor: Constantin Gonzalez, Principal Solutions Architect, Amazon Web Services.