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Es gibt verschiedene Faktoren, die den Weg zur Cloud Migration für Unternehmen beeinflussen; manche von ihnen können sogar Änderungen in der Vorgehensweise bei der Software-Entwicklung oder sogar bei internen SLAs oder Informationssicherheitsstandards bewirken. Der Verlust von Arbeit für nur eine Stunde am Tag kann einen enormen Verlust für viele Organisationen bedeuten, eingeschlossen der Verlust des Markenwerts, des Kundenvertrauens und der gesamten Reputation des Unternehmens.
Die Kernfaktoren einer Cloud Migration sind:
- 1. Anwendungsarchitektur: Gibt es im Unternehmen mehrere Anwendungen, die häufig miteinander kommunizieren müssen und High Speed Verbindungen benötigen, ist es empfehlenswert diese Anwendungen zusammen zu führen, um jegliche unvorhergesehene Ausfälle und Leistungsprobleme zu verhindern. Alleinstehende Anwendungen sind einfache Herausforderer für die Cloud Migration und es gibt einige Anwendungen, die einfach nicht cloud-kompatibel sind und die über Cloud unterstützte Betriebssysteme laufen sollten.
- 2. Netzwerkarchitektur: Ähnlich wie bei der Anwendungsarchitektur handelt es sich hier um Anwendungen, die schnelleren Zugang zu interner Infrastruktur erfordern, wie beispielsweise Telefonsysteme, Partner- oder Kundennetzwerke oder sogar eine große Anwenderbasis direkt vor Ort. Solche Anwendungen bedeuten eine große Herausforderung, da zuerst komplexe Netzwerkumgebungen adressiert werden müssen, bevor sie in die Cloud wandern. Gibt es aber Anwendungen, die globalen Nutzern zur Verfügung gestellt werden und die schnelle Downloadgeschwindigkeiten statischer Daten erfordern, sogar für transaktionale Anwendungen, ist die Cloud immer noch die optimale Wahl, um den Nutzern Zugang zu lokalen und nahen Speicherorten für Inhalte zu verschaffen. Beispiele dafür sind Branchen wie Medien, Gaming und Verteilerdienste.
- 3. Geschäftskontinuitätsplan: Geschäftskontinuität und interne bzw. externe SLA mit Nutzern treiben die Anwendungen zu Disaster-Recovery-Zwecken auf ihrem Weg in die Cloud an. Die Cloud ist definitiv ein idealer Kandidat für das Hosting von Inhalten für Disaster Recovery. Sie bietet Unternehmen Zugang zu zertifizierten Rechenzentren, hybriden Lösungen, Offshore/Offsite Datenzentren, ausreichende Bandbreite für den Zugang zu Inhalten, genug Speicherplatz und geringere Kosten. Die Anwendungen können ganz einfach auf Fehlausfälle getestet werden und im Falle eines Desasters können an der Hardware je nach Größe Anpassungen vorgenommen werden.
- 4. Legale/Compliance Bestimmungen: Eine der interessantesten Cloud Migration Einflussfaktoren sind die Rahmenbedingungen in Recht- und Compliance. Es kann innerhalb der Organisation Bestimmungen geben wie unterzeichnete Verträge mit Nutzern und Gesetze, die Regulationen zum Schutz persönlicher und vertraulicher Informationen und die Lagerung von Daten innerhalb der Unternehmens in On-Premise-Datenzentren oder innerhalb des Landes vorschreiben. Das betrifft auch Backups. Diese Bestimmungen müssen sorgfältig analysiert werden bevor Entscheidungen darüber getroffen werden, Anwendungen in die Cloud zu übermitteln, auch wenn die technischen Voraussetzungen für eine Migration schon längst gegeben sind.
Entscheidung von Fall zu Fall
Öffentliche, Private oder Hybride Cloud? Welche ist die richtige Cloud für mein Unternehmen? Die Antwort ist von den oben genannten Faktoren abhängig und unterscheidet sich daher je nach den Anforderungen der Organisation. Jedoch zieht die Hybride Cloud immer mehr Interesse auf dem Markt auf sich, da sie Lock-Ins durch einen bestimmten Anbieter verhindert und dadurch den Organisationen die Möglichkeit bietet, jederzeit und einfach zum besten Cloud-Anbieter zu wechseln, wenn die Umstände sich zukünftig verändern.

* Der Autor Sarvesh Goel ist Architect Infrastructure Management Services bei Mindtree.
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