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1.) Remote-Zugriff
Alle wichtigen Daten bleiben in der privaten Cloud. Operiert das Unternehmen zusätzlich mit einer öffentlichen Wolke, und werden dafür kritische Daten benötigt, dann muss ein sicheres Remote-Zugriffsverfahren implementiert werden. Dazu wird ein Staging-Server in einer demilitarisierten Zone (DMZ) eingerichtet, der die "öffentlichen Daten" mit der Master-Kopie synchronisiert. Ein Agent sendet sie bei Bedarf an die Cloud-basierte Anwendung. Nach Gebrauch werden sie wieder gelöscht, was einen Missbrauch weitgehend unmöglich macht. Die in der DMZ aufgestellten Systeme werden zudem durch Firewalls abgeschirmt. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht im vergleichsweise hohen Netzwerkverkehr.
2.) Synchronisation
Etwas gewagter aber möglich: Die Daten werden in der Public Cloud dupliziert und zwischen zwei Speicherorten synchronisiert. Dazu muss eine Kopie der Unternehmensdaten an einem permanenten Speicherort in der Cloud eingerichtet werden. Diese Kopie kann auch für's Desaster Recovery herangezogen werden.
Dieses Verfahren hat aber einige signifikante Nachteile: Die permanent in der Cloud vorgehaltenen Daten in der Cloud schreien geradezu nach einem Hacker. Und es ist teuer, da nicht unerheblich Ressourcen beansprucht werden.
3.) Dynamische Migration
Ähnlich aber nicht so ausgefeilt wie im Falle des Remote-Zugriffs werden nur nachgefragte Daten in die öffentliche Cloud verlagert. Ganz prinzipiell sollten dabei nur kleine Mengen an Daten verschoben werden, sie müssen nach Gebrauch auch gleich wieder gelöscht werden. Vergleichsweise einfach - aber nicht unkritisch.
4.) Integrations-Tools
Sie nutzen eine von den Cloud-Anbietern offeriertes Integrations-Tool wie den Google Secure Data Connector. Damit sind Sie aber auf den Anbieter eines solchen Tools zurückgeworfen, wenn es um die Sicherheit geht. Verantwortungsbewusste CIOs werden die Security eher keinem Dritten überlassen.
Einen dieser vier Wege muss der CIO - wie gesagt - beschreiten. Er erwartet sich von seinem Anbieter, den besten gewiesen zu bekommen. "Besten" bedeutet hier natürlich "sichersten", denn – um die Worte eines bekannten CIOs zu zitieren, der aber seinen Namen nicht in diesem Zusammenhang genannt lesen will: "Verliere ich Daten, verliere ich meinen Job."
Fazit
So kann man denn als Fazit ziehen: Der Markt für ERP aus der Wolke wächst unzweifelhaft, genauso unzweifelhaft sind jedoch die Bedenken der Verantwortlichen in den Anwenderunternehmen. Die befragten Anbieter SAP, Sage und Infor ziehen aber selbstredend alle Register, um diesen nach Kräften zu begegnen.
Die ERP-Area auf der diesjährigen CeBIT (6. – 10. März) wird Anwendern die Gelegenheit bieten, die neusten on-Demand-Ansätze unter die Lupe zu nehmen. Das dort beheimatete ERP-Forum bildet die zentrale Anlaufstelle für alle Besucher, die sich mit aktuellen Fragestellungen rund um ERP-Software auseinandersetzen wollen. Am Freitag, den 9. März, wird beispielsweise über das Thema "Business Software aus der Wolke" referiert. Der Besuch lohnt sich für CIOs, deren ERP-System besagte 10 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat, bestimmt.
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