Bestandsaufnahme bei SAP, Sage und Infor

ERP in der Cloud: Rasant wachsend, aber auch sicher?

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

ERP - intuitiv und einfach bedienbar?

Bei der Nutzung von ERP aus der Cloud müssen Anwender aber die eine oder andere Hürde nehmen, egal ob Mittelstand oder Enterprise. So hat sich IDC im Herbst vergangenen Jahres mit der Usability und Anwenderfreundlichkeit von ERP-Systemen beschäftigt – mit verheerendem Ergebnis: Die Studie belegt, dass weniger als ein Drittel (29%) der Unternehmen ihre Unternehmens-Anwendungen für einfach und intuitiv bedienbar halten. Aber wir sprechen hier von on-Premise-Installationen.

44 Prozent der Unternehmen glauben, dass ihre ERP-Anwendung ihre geschäftliche Flexibilität behindert – Angebote aus der Cloud könnten hier Abhilfe schaffen. Fast die Hälfte der Unternehmen (45%) erwartet denn auch, dass innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate spürbare geschäftliche Veränderungen auf sie zukommen – und diesen könne nur mit neuer Software begegnet werden, sagen 82 Prozent der Anwenderunternehmen. Eigentlich also eine "gemähte Wiese" für Anbieter – die CIOs möchten ja gerne neue, bessere Wege beschreiten, gerne hinein in die Cloud.

Knackpunkt Sicherheit

Doch der Knackpunkt ist und bleibt weiterhin die Sicherheit, das ist unbestritten und weithin bekannt. Daraufhin von uns angesprochen kontert Andreas Heck von Sage Software mit einer Gegenfrage: "Wie viele Systeme mittelständischer Betriebe sind wohl gegen Hochwasser, Feuer, Einbruch oder Hackerangriffe geschützt? Sicherlich nur eine Handvoll. Unsere ERP-Cloud-Lösung Office Line 365 wird in einem hochgesicherten, deutschen Rechenzentrum gehostet. Daher dürfte eine solche Lösung höhere Sicherheitsstandards bieten, als die meisten herkömmlichen IT-Systeme kleiner und mittelständischer Betriebe.“

Ähnlich äußert sich Simone Kathrin Eiermann von der SAP: "Grundsätzlich haben Rechenzentren eine Laufzeiterfordernis von 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr und müssen sowohl vor deliktischen Angriffen von außen als auch vor andern Störungsfaktoren wie Wasser, Rauch oder technischen Defekten absolut sicher sein. Bei der SAP stellt dies unter anderem stellt dies das zwei- bzw. mehrzügige Versorgungssystem der SAP sicher."

Redundanz ...

Die SAP verfüge über zwei separate Stromeinspeisungen und Diesel-Notstromaggregate, die die Zentren 30 Stunden lang mit Strom versorgen könnten .Zudem würden alle 10.000 betriebenen Systeme redundant vorgehalten: Sollte es zu einem Ausfall der Server am Primärstandort St. Leon-Rot kommen, liegen die Daten zusätzlich in den beiden Backup-Zentren in Walldorf.

Auch Infor hat - natürlich – ein ganzes Bündel an Maßnahmen implementiert, um Datenverluste beim Cloud-ERP zu vermeiden. Regional Vice President Fajic nennt gegenüber CloudComputing-Insider.de etwa eine "starke physikalische Sicherheit in den Rechenzentren unserer Kooperationspartner Savvis oder - nach Kundenwunsch - Amazon und anderen Anbietern, gerne in Deutschland beheimatet, samt der üblichen hohen Standards für Rechenzentren-Absicherung und -Auditierung nach SAS 70 Type 2 und ISO." Auch Infor gehe redundant vor und setze hochperformante Hardware mit Auto-load Balancing ohne Verbindungsabbruch und Netzwerke mit 1G bzw. 10G Verbindungen ein.

... und sicherer Daten-Upload

Unternehmenskritische Daten in der Cloud unantastbar vorrätig zu halten ist die eine Sache, noch viel schwieriger ist aber der sichere Upload, erläutert Christian Verstraete, Cloud-Cheftechnologe bei HP. Das werde oft unterschätzt und stelle den eigentlichen Sicherheitsknackpunkt dar. Seiner Erfahrung nach sind vier Wege gangbar, die ein Unternehmen dabei beschreiten kann.

Welche diese Wege sind, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

(ID:32038100)