Insight Technology Solutions über einen Hype, der eigentlich gar keiner mehr ist Erfahrungen über die Akzeptanz von Cloud-Services in Unternehmen
Seit geraumer Zeit gibt es in der IT-Industrie ein großes Thema: Cloud Computing. Der Gartner Hypecycle sieht den Rummel darum auf dem Höhepunkt – demnach müsste als nächstes die große Ernüchterung folgen. Doch die Hersteller malen ein anderes Bild.
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Mit Microsoft und Google haben die größten Player Angebote auf den Markt gebracht, auch alle anderen namhaften Teilnehmer wollen ihren Teil vom erwarteten Geschäft erhalten und sind mit Lösungen am Start. Über die Technologien wird daher viel gesprochen. Dennoch sind konkrete Anwendungsfälle bislang kaum bekannt geworden. Die Chance, dass die Cloud bald stationäre Softwareinstallationen ersetzt, scheint daher auf den ersten Blick gering zu sein. Dabei werden Cloud Services bereits von vielen Unternehmen und Privatanwendern genutzt.
Insight definiert Cloud Computing als Computerdienstleistungen, die über das Internet angeboten werden, skalierbare Hard- sowie Softwareressourcen bieten und meist aus Rechenzentren erbracht werden. Benutzt man diese Definition, ist klar, dass wir tatsächlich seit geraumer Zeit Cloud-Dienste nutzen – sie nur häufig nicht als solche definieren. Ob Webmaildienste, Online Banking, soziale Netzwerke oder Web-Konferenzen – wir greifen privat und dienstlich darauf zu. Doch wie sieht die Realität im Unternehmensumfeld aus? Nutzen Unternehmen heute tatsächlich bereits Cloud Services oder ist der Rummel eigentlich unbegründet?
Kein Hype mehr
Ein Hype ist die Cloud aus Resellersicht eigentlich auch schon längst nicht mehr. Mittlerweile lässt sich damit bereits Geld verdienen. Vor allem in den Bereichen Sicherheit sowie Kommunikation und Kollaboration sind heute bereits ausgereifte Produkte auf dem Markt, die auch eingesetzt werden. Beispielhaft seien die Produktivitätssuiten Microsoft BPOS und Google Apps sowie die Cloud-Sicherheitslösungen von Symantec Message Labs und Kaspersky Lab genannt.
Seit Jahren können Unternehmen ihre Spam- und Antivirusfilter auslagern. Diese Hosted Security-Dienste werden intensiv genutzt, wenn auch meist nicht als Cloud-Dienste wahrgenommen – schließlich waren sie schon da, als von der Cloud noch keine Rede war. Das Prinzip ist einfach: Der Traffic wird über den Server des Dienstanbieters umgeleitet, dort gefiltert und nur die sauberen und Spam-freien Daten werden über eine sichere Verbindung ins Unternehmensnetzwerk weitergeleitet.
Letztlich versteht die Mehrheit unter Cloud Services aber die Auslagerung produktiver Lösungen ins Internet – also etwa Mailserver, Kollaborationslösungen, Online-Meetings oder Textverarbeitung. Einen großen Teil dieser Leistungen bietet z.B. die Microsoft Business Productivity Online Suite (BPOS), die aus den vier wichtigsten Diensten Exchange, Sharepoint, Office Communicator & Office Live Meeting besteht.
weiter mit: Großes Interesse trotz Datenschutzbedenken
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