EU-Wissenschaftsprojekt „NEANIAS“

Eine Cloud für Meeres-, Atmosphären- und Planetenforscher

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Hinter „NEANIAS“ steht das EU-Cloud-Projekt European Open Science Cloud (EOSC) zur Förderung des Datenaustausches und der Datenanalyse zwischen europäischen Wissenschaftlern.
Hinter „NEANIAS“ steht das EU-Cloud-Projekt European Open Science Cloud (EOSC) zur Förderung des Datenaustausches und der Datenanalyse zwischen europäischen Wissenschaftlern. (Bild: neanias.eu)

In der Forschung fallen weltweit eine nahezu unüberschaubare Menge unterschiedlichster und meist sehr umfangreicher Daten an. Doch vielfach gibt es nur begrenzten Zugang darauf. Ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt will dies ändern.

Künftig sollen Meeres, Atmosphären- und Planetenforscher ihre Erkenntnisse auf einer gemeinsamen Cloud teilen und somit neues Wissen und neue Dienstleistungen erzeugen können. Mit der European Open Science Cloud (EOSC) fördert die Europäische Kommission den Datenaustautausch und die Datenanalyse europäischer Wissenschaftler nach den Grundsätzen der „Open Science“. In diese Initiative ist das Projekt NEANIAS („Novel EOSC Services for Emerging Atmosphere, Underwater & Space Challenges“) für die Unterwasser-, Atmosphären- und Planetenforschung eingebettet.

Kick-Off-Treffen für das NEANIAS-Projekt im November 2019 in Athen, an dem Teilnehmer der 20 Mitgliedsorganisationen aus 9 Ländern teilnahmen.
Kick-Off-Treffen für das NEANIAS-Projekt im November 2019 in Athen, an dem Teilnehmer der 20 Mitgliedsorganisationen aus 9 Ländern teilnahmen. (Bild: neanias.eu)

Jede einzelne dieser Disziplinen verfügt über eine Vielzahl von Forschungsgruppen, die unterschiedlichste Technologien nutzen. Im Projekt NEANIAS sollen sie in Teilen vereinheitlicht und die Erkenntnisse daraus allen zugänglich gemacht werden. Dies soll nicht nur neue Forschungsansätze, sondern auch innovative Dienstleistungen ermöglichen, etwa bei der Verwertung von Erdbeobachtungsdaten. Zugleich stellt NEANIAS den Wissenschaftlern Rechnerkapazitäten und Algorithmen zur Verfügung.

An NEANIAS sind 20 Universitäten, Forschungs- und öffentliche Einrichtungen aus Griechenland, Italien, Ungarn, Luxemburg, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Portugal und Deutschland beteiligt. Insgesamt wird das Projekt von der Europäischen Kommission mit 5,6 Millionen Euro gefördert. Deutsche Mitglieder sind neben der Universität Bremen auch die private, staatlich anerkannte Hochschule Jacobs University Bremen. Hier will Prof. Dr. Angelo Pio Rossi, Professor für Erd- und Planetenforschung, mit seiner Expertise in der Planetenforschung und der Astrophysik zu dem internationalen Projekt beitragen. Dies gilt etwa für die Eigenentwicklung Planetserver, der vor allem Informationen über Oberflächen auf Mond und Mars sammelt und bildlich darstellt, oder für Planmap zur geologischen Kartierung von Mond, Mars und Merkur.

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