20 Jahre eco Verband

Ein Blick „Zurück in die Zukunft“

| Autor / Redakteur: Harald A. Summa* / Elke Witmer-Goßner

Am Ende des ersten Teils reisten Marty McFly, Jennifer und Doc Brown in die Zukunft, um dort am 21. Oktober 2015 um 19:28 Uhr zu landen – Auftakt zum zweiten Film.
Am Ende des ersten Teils reisten Marty McFly, Jennifer und Doc Brown in die Zukunft, um dort am 21. Oktober 2015 um 19:28 Uhr zu landen – Auftakt zum zweiten Film. (Bild: Universal)

Marty McFly, der Held aus „Zurück in die Zukunft“, taucht am 21. Oktober 2015 in Hill Valley auf – eine Zeitreise von 30 Jahren. Seine Zukunft ist unsere Gegenwart. Es ist erstaunlich, wie viele der damals fiktiven Details aus dem Film inzwischen real geworden sind.

1985 erschien der erste Teil der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie. Biometrische Zugangssysteme, Videokonferenzen, Sprachassistenten, Tablets, Videospiele, die durch Körperbewegungen gespielt werden sowie eine Drohne, die mit dem Hund Gassi geht – nicht alles, was die Macher von „Zurück in die Zukunft“ sich ausgedacht haben, ist heute tatsächlich so eingetreten. Aber ihre Trefferquote ist hoch.

Andere, einschließlich eco – Verband der Internetwirtschaft e.V., hatten weniger seherisches Talent. 1995 beschlossen einige frühe internetaffine Menschen in Köln zwar mit eco einen Verein zu gründen, um die kommerzielle Nutzung des Internet voranzutreiben. Doch die Folgen konnte damals niemand ahnen. Als Gechäftsführer von eco war ich von Anfang an mit dabei: Wir rechneten damals mit vielleicht ein paar hunderttausend Internetnutzern weltweit. Dass das Internet einmal die Grundlage für so viele geschäftliche und gesellschaftliche Transaktionen werden würde, damit hat von uns jedenfalls keiner gerechnet.

K(l)eine Spinnereien

Was der Film nicht zeigt: auf welcher grundlegenden Technik viele der vorweggenommenen Innovationen beruhen. Doch was wussten eigentlich die Macher von „Zurück in die Zukunft“ über das Internet? Auf den ersten Blick: gar nichts. Vom Internet per se ist in den Filmen nämlich nichts zu sehen. Hat der Film die vielleicht wichtigste technische Innovation der vergangenen 30 Jahre schlicht vergessen?

Nein. Denn genau wie das Internet heute immer mehr zur Grundlage für darauf aufbauende Systeme wird, so sind auch sehr viele der oben genannten Anwendungen im Film ohne das Internet (oder eine vergleichbare Basis) kaum realisierbar: So ergibt das biometrische Zugangssystem nur als vernetztes und programmierbares System wirklich Sinn. Videokonferenzen sind nichts anderes als eine bandbreitenintensive Datenübertragung. Und Tablet-Computer sind allem Anschein nach auch im Film netzfähig.

Der Film blendet aber auch aus. Nämlich das, was in den Jahren zwischen 1985 und 2015 alles passieren musste, um uns in genau in die Wirklichkeit zu führen, die wir heute erleben. Eco hingegen hat diese prägenden Jahre nicht nur miterlebt, sondern an entscheidenden Wendepunkten auch maßgeblich gestaltet. Ein Blick zurück auf die zwanzigjährige Verbandsgeschichte ist daher ein bisschen wie ein Blick hinter die Kulissen von „Zurück in die Zukunft“.

Das Morgen im Blick

Wer die letzten 20 Jahre Internet mitgestaltet hat, weiß zu beinahe jedem der im Film beiläufig vorgeführten Gadgets eine passende Hintergrundgeschichte zu erzählen. Zum Beispiel zum Thema Taxi: Der Bösewicht Biff braucht nur seinen Fingerabdruck und eine oder zwei Sekunden Zeit, um seine Taxifahrt zu bezahlen. Wer sich mal etwas näher mit den Themen Mobility oder Payment auseinander gesetzt hat, weiß, wie viele technische und regulatorische Fragen dafür gelöst werden müssen. Da wünscht man sich beinahe, das Thema wäre im Film ein bisschen ausführlicher abgehandelt worden.

Smart World, New Work, Entertainment und Mobility: Unter diese vier Kategorien lassen sich die meisten Visionen aus „Zurück in die Zukunft“ einordnen. Genau diese Kategorien werden für den eco-Verband auch die Top Themen 2016. Auch wenn die Filmtrilogie leider abgeschlossen ist: Das Internet ist noch lange nicht fertig!

Harald A. Summa, eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.
Harald A. Summa, eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. (Bild: Eco)

* Harald A. Summa ist Geschäftsführer des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

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