IaaS-Lösung auf Basis von OpenStack[Gesponsert]

Die Vorteile der Open Telekom Cloud

| Autor: Dr. Dietmar Müller

Rechenleistung, Storage, Connectivity & Network - Services der Open Telekom Cloud im Überblick.
Rechenleistung, Storage, Connectivity & Network - Services der Open Telekom Cloud im Überblick. (Bild: © Syda Productions - stock.adobe.com)

Wer im Geschäftskundenbereich der Telekom nach Cloud-Angeboten sucht, wird in vielfältiger Form fündig. Unter dem Reiter „Cloud & IT“ offeriert der Konzern über 20 Services, von Anwendungen für die Teamarbeit über Sicherheitsaspekte bis hin zur Open Telekom Cloud. Bei Letzterem handelt es sich um das Cloud-Angebot der Telekom für Geschäftskunden. Was genau verbirgt sich hinter dem 2016 erstmals vorgestellten Service?

Zunächst und ganz einfach ist die Open Telekom Cloud eine skalierbare IaaS-Lösung, die auf OpenStack basiert. Da sie in bekannten Rechenzentren auf deutschem Boden gehostet wird, verspricht sie entsprechend den hiesigen strengen Datenschutzrichtlinien sichere Computing-, Storage-, Netz- und Security-Services in Form einer Public Cloud. Die einzelnen Cloud-Services können individuell konfiguriert werden, wobei die Anwender ein Self-Service-Portal und programmierbare Schnittstellen (APIs) nutzen können. So lassen sich Prozessorleistung, Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Netzwerkleistungen genau nach den jeweiligen Bedürfnissen auswählen.

Viele Unternehmen benötigen nämlich immer mal wieder zusätzliche Rechenleistung und Speicherkapazität, um IT-Engpässen entgegenzuwirken, etwa bei kurzfristigen Marketing-Aktionen, beim Launch einer App oder im Falle gelegentlicher Big-Data-Analysen. Die Anschaffung eigener Hardware für solche Gelegenheiten rechnet sich in der Regel nicht, der Einsatz der Open Telekom Cloud dagegen schon.

Die Open Telekom Cloud offeriert zudem relationale Datenbank-Services (RDS) sowie virtuelle Server und Computer mit verschiedenen Betriebssystemen. Die immer beliebter werdenden Big Data-Anwendungen lassen sich über spezielle Datenbanktechnologien wie Hadoop und MapReduce ausführen.

Im Folgenden gehen wir näher auf die verschiedenen Services der Open Telekom Cloud ein:

Open Telekom Cloud im Detail: Rechenleistung

Beziehen Anwender aus der Open Telekom Cloud Rechenleistung, so erhalten sie diese in Form von virtuellen Maschinen (VM), die aus Intel-CPU, RAM und einem Betriebssystem zusammengesetzt sind.

Mittels Elastic Cloud Server (ECS) stellt die Open Telekom Cloud virtuelle Maschinen (VM) in insgesamt neun Leistungsklassen bereit. Diese adressieren unterschiedliche Nutzungsszenarien wie grafische Anwendungen, virtuelle Arbeitsplatzsysteme, Big-Data-Anwendungen, High-Performance-Szenarien und sogar SAP. Zusätzlich gibt es vier generische Leistungsklassen mit unterschiedlichem vCPU/RAM-Verhältnis. Daraus ergeben sich über 60 sogenannte „Flavors“ – da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Der „High Performance Flavor“ wird beispielsweise für die Simulationen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften herangezogen, etwa beim CERN-Vorprojekt für die Helix Nebula Cloud, wobei 1000 VMs und 500 TB Speicher zum Einsatz kommen. Der „Large Memory Flavor“, bestehend aus Intel Xeon Haswell E7-8880-CPU mit 18 Kernen pro CPU, bis zu 1 TB RAM und einem 56 GB InfiniBand Storage Network bedient Anwendungen mit hohem RAM-Bedarf, wie sie etwa beim In Memory Computing eingesetzt werden.

Der Auto-Scaling (AS)-Dienst nutzt vorkonfigurierte Regeln, um die Ressourcen automatisiert nach oben und unten zu skalieren. Anwender definieren damit Verfügbarkeit und Antwortzeiten ihrer Infrastruktur und erleichtern so das Management der Cloud-Ressourcen.

Der Image Management Service (IMS) sorgt dafür, dass virtuelle Maschinen mit einem Betriebssystemen versehen werden. Standardmäßig hält die Open Telekom Cloud eine ganze Reihe von Betriebssysteme als Public Images in ihrer Bibliothek vor, darunter Microsoft Windows, Debian, Fedora, Red Hat, Ubuntu, CentOS, Oracle Linux, SUSE Enterprise und andere. Neben diesen Images haben Nutzer auch die Möglichkeit, eigene Images von Betriebssystemen oder Applikationen zu installieren.

Dedicated Hosts (DeH) erhöhen das Sicherheits- und Performance-Niveau und vermeiden den „noisy neighbor“- Effekt. Dafür werden die Hardware-Ressourcen im Dedicated Host virtualisiert, Daten damit auf verschiedenen physischen Speichermedien abgelegt.

Schließlich offeriert die Telekom Open Cloud auch Bare Metal (BM)-Server, die ohne Hypervisor und Virtualisierung auskommen. Das Motto lautet „Rohe Hardware für Hochleistung“: Die Computing-Ressourcen werden lediglich mit einem Host-Betriebssystem ausgestattet, und zwar entweder Oracle Linux, Suse Linux, RedHat oder CentOS. Auf dieser Basis können Nutzer eigene Flavors auf Basis eigener Hypervisoren und Virtualisierungstechnologien gestalten. Bare Metal Server werden mit bis zu 4 TB RAM angeboten. Sie bieten zudem Netzwerk-Isolierung zur Vermeidung des Noisy-Neighbor-Effekts. Unterm Strich offerieren Bare Metal-Server umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um eigene IT-Vorstellungen zu realisieren.

Open Telekom Cloud im Detail: Storage

Die Open Telekom Cloud offeriert Speicherplatz in verschiedensten Formen: Zum einen lassen sich große Mengen via Object Storage Service (OBS) einlagern. Der OBS ist vergleichsweise kostengünstig und eignet sich insbesondere für die Langzeitspeicherung von Daten.

Das Elastic Volume Storage (EVS) offeriert „Block Storage“ für die Kombination mit den Elastic Cloud Servern. EVS war bis vor kurzem in drei Leistungsklassen erhältlich - SATA, SAS, SSD - und unterstützte bis zu 50 Terabyte große Dateien. Seit November 2017 gibt es für SAS und SSD jeweils eine „Boost“-Klasse, in der Datendurchsätze von bis zu 1 GBit/s, 30.000 IOPS und durchschnittliche Reaktionszeiten von 1 ms (SSD boosted) unterstützt werden.

Daten werden dabei immer redundant gespeichert. Mehrfache Datenhaltung bietet eine besonders hohe Datenverfügbarkeit und Data Loss Prevention. Damit lassen sich auch Disaster-Recovery-Szenarien abbilden. Zudem bietet die redundante Speicherung eine besonders hohe Input- und Output-Performance. Der Datenaustausch erfolgt schneller als beim Einsatz von Object Storage.

Mit dem festplattenbasierten Volume Backup Service (VBS) der Open Telekom Cloud lassen sich Daten regelmäßig und automatisiert im zentralen myWorkplace-System der Telekom ablegen. Die Open Telekom Cloud nutzt redundante, also mehrfache Kopien der Daten, die zugleich in mehreren Rechenzentren vorliegen.

Seit November 2017 sind nicht mehr nur Backups einzelner Volumes möglich, sondern auch von kompletten Servern mit allen verbundenen Festplatten. Dafür kommen der Cloud Server Backup Service (CSBS) zum Einsatz, der die Verwaltung „mit einem Klick“ erlaubt.

Mit dem ebenfalls neu eingeführten Scalable File Service ergänzt die Open Telekom Cloud den EVS und den Object Storage (OBS) um einen Network File Service. Er basiert auf dem OpenStack-Dienst Manila. Der Netzwerkspeicher ist über verschiedene Verfügbarkeitszonen hinweg von verschiedenen virtuellen Maschinen (VMs) aus erreichbar.

Open Telekom Cloud im Detail: Connectivity & Network

Innerhalb der Open Telekom Cloud kommt Software Defined Networking zum Einsatz. Diese Technologie ermöglicht u.a. die Virtualisierung der Cloud-internen Netzwerk-Ressourcen. Die Netzwerk-Isolierung entkoppelt die Netzwerk-Ressourcen einzelner Nutzer vollständig von denen anderer Nutzer.

Die Ressourcen in der Open Telekom Cloud können aber nur allokiert und verwaltet werden, wenn eine Virtual Private Cloud aufgesetzt wurde. Mit einer solchen Virtual Private Cloud wird ein Open-Telekom-Cloud-interner eigener IP-Adressbereich reserviert, auf den nur der betreffende Anwender Zugriff hat. Die Virtual Private Cloud wird damit zu einer eigenen kleinen Cloud für den Nutzer.

Viele Services benötigen eine hohe Verfügbarkeit und/oder Performance. Dazu werden Applikationen üblicherweise auf mehreren VMs betreiben. Der Elastic & Unified Load Balancer überwacht die Last auf den zugehörigen Maschinen und verteilt die eingehenden Anfragen automatisch und gleichmäßig bis Layer 7 auf die virtuellen Server. Als unverzichtbarer Bestandteil des Autoscaling vermeidet er sogenannte “single points of failure”, sorgt für eine ausgewogene Leistung und erhöht die Fehlertoleranz des Service.

Beim Anlegen eines virtuellen Servers können Nutzer unter den Netzwerkeinstellungen wählen, ob eine Elastic IP (EIP)-Adresse vergeben werden soll. Diese kann automatisch durch die Open Telekom Cloud oder dezidiert durch den Nutzer zugeordnet werden.

Über Direct Connect kann ein individueller Kommunikationskanal von und zu den Ressourcen der Open Telekom Cloud aufgebaut werden. Dafür ist allerdings ein separater Vertrag mit einem Netz-Provider notwendig.

Um die Verwaltung zu vereinfachen verwandeln Domain Name Services IP-Adressen in Domain-Namen wie „www.telekom.de“. Für Anwender erscheinen die Dienste dann als Bestandteil des internen Netzwerks.

Open Telekom Cloud im Detail: PaaS & SaaS

Container setzen sich in der IT mehr und mehr durch – kein Wunder: Sie vereinfachen das Ausrollen, Stoppen und Verschieben von kompletten Anwendungslandschaften in Sekunden und reduzieren die Downtime dramatisch. Die Open Telekom Cloud bietet mit der Cloud Container Engine (CCE) eine grafische Benutzeroberfläche, um mit Containern zu arbeiten und so Cluster, Images, Templates und containerfähige Applikationen sowie den Betrieb der Applikationen zu verwalten.

Mit dem Relational Database Service (RDS) können Datenbanken nach Belieben in der Open Telekom Cloud eingesetzt werden. Der RDS greift auf zehn Flavors zurück, auf denen sich Datenbanken für unterschiedliche Ansprüche realisieren lassen. Als relationale Datenbank-Software stehen mySQL 5.6.30/33/34/35, 5.7.17/20, PostgreSQL 9.5.5, 9.6.3/5 und MS SQL 2014 (SP2) zur Verfügung. Der RDS bietet eine Auto-Backup-Funktion und zahlreiche Management-Tools, die die Leistungsfähigkeit der Datenbank analysieren und gegebenenfalls optimieren. Der RDS unterstützt zudem Hochverfügbarkeit – für mySQL und PostgreSQL auch über verschiedene Verfügbarkeitszonen hinweg.

Ein Distributed Cache Service ergänzt die relationalen Datenbank-Angebote um eine No SQL/In-Memory-Datenbank. Er eignet sich für den Einsatz als Cache Server, für Echtzeitanalysen, Hochgeschwindigkeits-Transaktionen oder für Message Queueing.

Ein Workspace Service erzeugt auf Basis der vorher definierten Workspace Flavors Cloud-basierte Desktops. Auch grafikintensive Anwendungen können durch die Nutzung einer vGPU auf Windows-7- oder Windows-10-Oberfläche betrieben werden. Der Service ermöglicht auch die Nutzung kundeneigener Betriebssystem-Lizenzen - so dass der Anwender seine vertraute Oberfläche beibehalten kann. Zudem bietet der Workspace Service einen Access Client, über den ein einfacher Zugriff auf die virtuelle Maschine möglich wird, ohne dass sich der Endnutzer dabei an der Open Telekom Cloud anmelden muss.

Noch ganz frisch ist der Data Warehouse Service, der für die Integration verschiedener Datenquellen sorgt, indem er sie in einer Datenbank und einem Datenmodell konsolidiert. Typische Beispiele für derartige Ansätze finden sich etwa im Einzelhandel, wo verschiedene Unternehmenseinheiten verschiedene Datenquellen pflegen. Der Data Warehouse Service ermöglicht auch die Auswertung großer Datensets.

Die SaaS-Lösung MapReduce dient zur Analyse großer Datenmengen und bietet die Analyse- und Datenmanagement-Tools HBase, Hive, Spark, Hadoop, Loader sowie Zookeeper. Als Streaming-Dienste stehen Kafka, Storm, Carbon Data und Flume zur Verfügung.

Apropos SaaS: Die Open Telekom Cloud kann auch als Plattform für die Entwicklung eigener Anwendungen genutzt werden. Nach erfolgter Qualitätssicherung können Unternehmen diese auch über die Open Telekom Cloud anbieten – das Unternehmen tritt dann auf dem Open Telekom Cloud Marketplace als Partner der Telekom auf.

All diese Services und Angebote sind u.a. mit Anti-DDoS, Cloud Eye und einem Identity & Access Management vielfältig abgesichert. So vielfältig, dass über die Security-Maßnahmen der Open Telekom Cloud ein eigener Artikel nötig ist.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Open Telekom Cloud eine Infrastructure-as-a-Service-Lösung ist, die skalierbare Cloud-Ressourcen offeriert – ohne Vertragslaufzeiten für maximale Flexibilität und Effizienz. Alternativ ist der Dienst auch mit Vertragslaufzeiten zu noch günstigeren Preisen verfügbar. Da die Open Telekom Cloud auf OpenStack basiert, droht den Anwendern kein Vendor Lock-in.

Das perfekte Management für die Multi Cloud

Warum OpenStack?

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22.11.17 - Seit der CeBIT im vergangenen Jahr offeriert die Deutsche Telekom ein eigenes Public-Cloud-Angebot für Geschäftskunden. Die Infrastructure-as-a-Service-Lösung „Open Telekom Cloud“ wird in den Rechenzentren von T-Systems in der Nähe von Magdeburg gehostet und unterliegt damit deutschem Recht. Das ist ein gewichtiges Argument für die Nutzung dieses Angebots. Das andere lautet OpenStack. lesen

So funktioniert OpenStack

Offene Basis für Cloud Computing

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23.01.18 - Wer Cloud sagt, muss auch OpenStack sagen. Zumindest in acht von zehn Fällen, ergab einer Studie von im Auftrag von Suse – und bald vermutlich in zehn von zehn Fällen. Denn IT-Verantwortlichen in Großunternehmen setzen seit dem ersten Release von OpenStack im Oktober 2010 ihre Projekte mit Private Clouds in zunehmenden Maße auf Basis von OpenStack um. Und der Mittelstand tut es ihnen immer mehr gleich, zeigt uns der Cloud Monitor 2017 von Bitkom Research. Bleibt nur die Frage: Was genau ist eigentlich dieses OpenStack? lesen

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