APIs, SaaS und KI locken Angreifer
Die unsichtbare Gefahr: Neue Angriffspfade in der Cloud-Lieferkette

Von Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins* 12 min Lesedauer

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APIs, SaaS-Dienste, Managed Services und KI-Agenten erweitern die digitale Lieferkette und damit die Angriffsfläche von Cloud- und Multicloud-Umgebungen. Unternehmen brauchen deshalb ein vollständiges Inventar ihrer Cloud-Abhängigkeiten. Der Cyber Resilience Act erhöht den Handlungsdruck durch neue Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle.

Die moderne Cloud-Lieferkette umfasst weit mehr als Softwarekomponenten: APIs, SaaS-Dienste, Identitäten und KI-Anwendungen schaffen neue Abhängigkeiten und Angriffspfade.(Bild: ©  DigitalSpace - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die moderne Cloud-Lieferkette umfasst weit mehr als Softwarekomponenten: APIs, SaaS-Dienste, Identitäten und KI-Anwendungen schaffen neue Abhängigkeiten und Angriffspfade.
(Bild: © DigitalSpace - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die Cloud-Lieferkette beschränkt sich längst nicht mehr auf Open-Source-Bibliotheken und Container-Images. Moderne Plattformen hängen an APIs, SaaS-Diensten, Managed Services, KI-Modellen, Identitätsprovidern und an Berührungspunkten mit Hyperscalern. An diesen Schnittstellen entstehen neue Abhängigkeiten, Konzentrations­risiken und Sicherheitslücken.

Multicloud-Abhängigkeiten vervielfachen potenzielle Angriffspfade

Wie groß die daraus entstehenden Angriffsmöglichkeiten sein können, zeigt der „State of Cloud Security Report 2025“ von Orca Security: 76 Prozent der analysierten Organisationen hatten mindestens ein öffentlich erreichbares Cloud-Asset, das laterale Bewegungen ermöglichte. Bei 36 Prozent führte mindestens ein Asset über mehr als hundert mögliche Angriffspfade zu weiteren Ressourcen; bei 13 Prozent waren es sogar mehr als eintausend.