CCX 2021 Cloud Computing Conference Die Cloud fordert neue Betriebs- und Servicekonzepte für Datacenter

Autor: Dr. Stefan Riedl

Die Cloud ist vielfältig geworden und die Projektarbeit durch die Einbeziehung all dieser Facetten beim Betrieb des Rechenzentrums anspruchsvoller. Neue Technologieansätze sind gefragt.

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Der Betrieb eines Rechenzentrums ist facettenreicher geworden.
Der Betrieb eines Rechenzentrums ist facettenreicher geworden.
(Bild: Raimundas - stock.adobe.com)

Heute müssen Colocation-Anbieter, Hyperscaler-Instanzen und der Edge mit dem Datacenter vereint werden. Was das genau bedeutet, referiert Florian Bettges, Category Lead GreenLake Cloud Services bei HPE auf der kommenden CCX 2021:

Welches sind derzeit die größten Herausforderungen in Hinblick auf Cloud-Technologie?

Florian Bettges: Im Cloud-Zeitalter ergeben sich Herausforderungen in erster Linie daraus, dass es sich um noch sehr junge technische Ansätze handelt über die wir hier reden, wenn man diese in Bezug zum gesamten IT-Zeitalter setzt. An vielen Stellen fehlen somit Erfahrungen und Erkenntnisse aus denen dann das Know-how entstehen kann, das wir für die bisher klassischen IT-Konzepte über Jahrzehnte aufgebaut haben. Aber die Lernkurve steigt und somit sehen wir jetzt bereits in einigen Bereichen differenzierte Betrachtungen, was die unterschiedlichen Technologieansätze betrifft. Zudem wird Cloud immer mehr mit Betriebs- und Servicekonzepten in Verbindung gebracht, statt wie vor Jahren noch mit der reinen Auslagerung von Rechenzentrumskapazitäten an einen Hyperscaler.

Florian Bettges, Category Lead, GreenLake Cloud Services, HPE
Florian Bettges, Category Lead, GreenLake Cloud Services, HPE
(Bild: HPE)

Welches sind für Sie derzeit die wichtigsten Entwicklungen in Sachen Cloud?

Aus technologischer Sicht sind dies die neuen Wege bei der Applikationsentwicklung und aus kommerzieller Sicht, der Trend zu Subscription-basierten oder nutzungsbasierten Abrechnungsmodellen von Applikationen, Software und Hardware. Die Applikationsentwicklung bestimmt die Geschwindigkeit, mit der Technologieansätze, die wir dem Cloud-Zeitalter zuschreiben, zum Mainstream werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Container-Architektur. Es gibt sie bereits seit vielen Jahren, aber erst in den letzten circa zwölf Monaten hat eine größere Nachfrage und Adaption dieser Technologie auch im Mittelstand stattgefunden, getrieben durch Applikationen, die neu geschrieben und optimiert wurden, um auf Container-Basis zu arbeiten. Wir nehmen zudem eine höhere Risikobereitschaft wahr, neue Technologien auszuprobieren, da es nicht mehr notwendig ist, mit großen Vorabinvestitionen den kompletten Stack für den möglichen Bedarf der nächsten drei bis fünf Jahre zu kaufen, sondern im Rahmen von Subscription und Pay-per-use-Modellen die Investition sehr genau auf den aktuellen, tatsächlichen Bedarf angepasst werden kann.

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Welche Themen werden Sie auf der CCX präsentieren und warum sind diese wichtig?

Wir werden auf der CCX unsere Erfahrungen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden gemacht haben, mit dem Publikum teilen, denn die bereits zu Anfang angesprochene Lernkurve ist im Cloud-Kontext besonders wichtig und mit dem richtigen Partner wie HPE kann man von vielen Projekterfahrungen profitieren. Die Umsetzung, Realisierung, Implementierung und der Betrieb von Cloud-Technologieansätzen gelingt dann erfolgreich, wenn für alle Teilbereiche eine Gesamtverantwortung besteht und nicht in Silos gedacht wird. Wir zeigen auf, wie wir als HPE entsprechend unterstützen und das sowohl wenn es um das eigene Rechenzentrum geht, als auch um die Cloud-Integration von Colocation-Anbietern, Hyperscaler-Instanzen und Edge-Lokationen. Am Ende freuen wir uns daher – neben unserer Präsentation – viel mehr auf den Dialog mit den Teilnehmern, vor und nach unserem Vortrag, um Erfahrungen, Gedanken und Ideen auszutauschen.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur