Kurz nach Mitternacht in einer lokalen Sparkassenfiliale bewegten sich zwei maskierte Personen im Empfangsraum in Richtung der Geldautomaten. Während eine Person einen Gegenstand auf einem der Geldautomaten befestigte, warf die andere eine Farbbombe auf die Überwachungskamera. Kurze Zeit später kam es zur Detonation. Das Video brach ab. Durch die Sprengung des Geldautomaten wurden mehrere Tausend Euro gestohlen. Das auf der Festplatte gespeicherte Überwachungsvideo im H.264-Format war von entscheidender Bedeutung für die polizeilichen Ermittlungen. Jedoch erfuhr die 4.000 GB Toshiba Surveillance S300 Festplatte des Überwachungssystems durch die Druckwellen schwere Erschütterungen: Komplexe Hardwareschäden lagen vor sowie ein defekter Schreib-/Lesekopf sowie Partikel- und Staubablagerungen im Inneren der Festplatte. Im Reinraumlabor von Data Reverse konnte die empfindliche Toshiba HDD geöffnet und die beschädigten Bauteile ersetzt werden. Durch die Reparatur der Hardware gelang es, die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen. Mit der forensischen Extraktion der Daten unter Verwendung eigens entwickelter Profi-Technologien und Protokolle konnten 98,7 Prozent der Daten wiederhergestellt und auf einem sicheren Medium für die Ermittlungen weitergegeben werden. (Bild: Jana Schönknecht - stock.adobe.com) 6/11 Zurück zum Artikel